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Gestoppter Pferdetransport in Bremen: Neue grausige Details kommen ans Licht


Pferdetransporter gestoppt: grausige Details

Von t-online, stk

16.03.2023Lesedauer: 2 Min.
Ein Pferd mit einer Wunde am Auge (Symbolfoto): Das schwer verletzte Tier aus dem Transporter wird intensiv versorgt, ist weiterhin nicht transportfähig.
Ein Pferd mit einer Wunde am Auge (Symbolfoto): Das schwer verletzte Tier aus dem Transporter wird intensiv versorgt, ist weiterhin nicht transportfähig. (Quelle: IMAGO/galoppfoto.de)
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Abgemagert und verwahrlost finden Beamten sieben Pferde in einem Transporter bei Bremen. Jetzt gibt es neue Details zu ihrem Zustand.

Nachdem die Bremer Polizei vor einer Woche einen Pferdetransporter auf der A1 gestoppt und im Inneren einen grausigen Fund gemacht hatte, kommen neue Erkenntnisse zum Zustand der Tiere ans Licht. Wie das Regionalmagazin "buten un binnen" am Donnerstag berichtet, wurden sieben Tiere mittlerweile an Tierhöfe und Tierheime übergeben. Dort sollen sie sich erholen. Einem Pferd gehe es besonders schlecht, das Tier sei immer noch stark erschöpft.

Laut Bericht wurden die sieben Tiere zunächst von einem Veterinärmediziner untersucht und dann an einen Pferdehof in Bremen übergeben. Eines der Pferde sei später zum Tierheim in Bremerhaven transportiert worden. Dort werde es seit Montag versorgt. Da das Pferd eine hochansteckende Krankheit haben soll, musste es isoliert werden. Das Tier sei "ziemlich abgemagert und generell in einem sehr schlechten Zustand", sagte die Leiterin des Tierheims, Amelie Bensch, "buten un binnen".

Die Tierheimleiterin sagte zudem: Das Pferd hätte in seinem Zustand überhaupt nicht transportiert werden dürfen. Es bleibe auch weiterhin nicht transportfähig, hieß es. Das Pferd, so Bensch, sei immer noch erschöpft und stehe wackelig auf den Beinen. "Der Ernährungszustand ist sehr schlecht, das Pferd hat eine Verletzung am Bein, mehrere Hautstellen, die teilweise offen sind oder wo gar kein Fell vorhanden ist, eine hochansteckende Infektionskrankheit", heißt es weiter in dem Bericht. "Alles in allem" gebe es beim Tier "doch einige gesundheitliche Baustellen".

Tiere waren auf dem Weg zum Schlachthof

Das Veterinäramt geht nach Angaben von "buten un binnen" indes davon aus, dass die Tiere in Rumänien geschlachtet werden sollten. Der Transporter war von den Niederlanden auf dem Weg in das osteuropäische Land, wurde dann jedoch gestoppt. Bei der Kontrolle fielen den Beamten dann die massiven Verstöße gegen das Tierschutzgesetz auf. Mehr dazu lesen Sie hier.

Nach Angaben eines Sprechers des Bremer Gesundheitsamtes habe sich ein Mann aus Rumänien gemeldet und dem Amt mitgeteilt, er sei der Besitzer der Tiere. Ob das stimme, müsse nun geprüft werden. Sollte eine Überprüfung ins Leere laufen, würden die Tiere in den Besitz des Landes Bremen übergehen.

Die Polizei hatte zwei Anzeigen geschrieben. Zum einen habe der Transport gegen das Tierschutzrecht, zum anderen gegen das Tierseuchengesetz verstoßen. Verstöße gegen das Tierschutzgesetz werden mit bis zu 25.000 Euro bestraft, Verstöße gegen das Tierseuchengesetz können mit zu zwei Jahren Haft bestraft werden. Beide Tatbestände werden als Ordnungswidrigkeit eingestuft.

Der Sprecher des Gesundheitsressorts zweifle jedoch daran, dass man den Besitzer der Pferde überhaupt zur Rechenschaft ziehen könne. Da dieser sehr wahrscheinlich im Ausland sitze, dürfte es schwierig werden, das Geld einzutreiben.

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