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Wetter auf Borkum: Strände verändern sich bedrohlich schnell


Gehen dem Urlaubsparadies Borkum bald die Strände verloren?


Aktualisiert am 16.11.2023Lesedauer: 2 Min.
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Untere Wandelbahn mit Strand auf Borkum (Archivfoto): Borkum die am meisten isolierte Insel der insgesamt sieben Ostfriesischen Inseln. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Michael Narten/imago)

Wind, Strömungen und Fluten verändern die Nordseeinseln seit Jahrhunderten. Das Ausmaß ist deutlich sichtbar – und nimmt bedrohliche Formen an.

Die Erde verändert sich und mit ihr auch die Inseln der Nordsee. Besonders deutlich wird das, wenn man das beliebte Urlaubsparadies Borkum von oben betrachtet. Das Eiland ist seit Jahrhunderten den Gezeiten wie kaum eine andere der Ostfriesischen Inseln ausgesetzt. Gehen Borkum jetzt die von Touristen so heiß geliebten Strände verloren?

In einer Broschüre der Nordseeheilbad Borkum GmbH wird die Insel auch als "Spielball der Nordsee" bezeichnet. Wind, aber auch die Gezeiten und immer wiederkehrende Sturmfluten setzen der Insel zu, verändern ihre Erscheinungsform zusehends.

Borkum ist das meist isolierte Eiland der Ostfriesischen Inseln

Insbesondere die starken Nordseeströmungen formen das Eiland seit jeher, in erster Linie sei davon der Westkörper der Insel betroffen. Zum einen liege das an dem meist vorherrschenden Westwind, der auf die Insel trifft und abgetragenen Sand nach Osten spült.

Zum anderen ist Borkum die am meisten isolierte Insel der insgesamt sieben Ostfriesischen Inseln. Mit einer Entfernung vom Festland von etwa 10,5 Kilometern liegt sie am weitesten von der Nordseeküste entfernt. Hinzukommt, so Dr. Rolf Niedringhaus von der Uni Oldenburg, fehle der Insel ein vorgelagerter und somit schützender Riffbogen. Die Strömungen der Außenems täten darüber hinaus ihr Übriges.

Aufnahmen, die durch Google Timelapse möglich sind, zeigen eindrucksvoll, wie sich unsere Erde in den vergangenen 40 Jahren geografisch verändert hat. War im Jahr 1990 an der Westseite der Insel noch deutlich eine relativ spitze Ausstülpung der Insel erkennbar, so spülte die Nordsee den Nordstrand, der an der Westseite zu finden ist, bis zum Jahr 2022 zunehmend weg. Die Ausstülpung ist auf den jüngsten Aufnahmen nicht mehr vorhanden, wie die Bilder zeigen.

Insulaner "stecken den Kopf nicht in den Sand"

Insbesondere der Nordstrand, der an der Westseite der Insel liegt, ist flächenmäßig also deutlich kleiner geworden. Da sich der Grad der Sandmassenwanderung, so die Nordseeheilbad GmbH, jedoch nicht genau vorhersagen lasse, sei es gut möglich, dass sich der Hauptbadestrand künftig in Richtung Südstrand verlagere.

Die Inselverantwortlichen wollen sich von diesem Szenario jedoch nicht beirren lassen. In der 16-seitigen Broschüre heißt es dazu unter anderem: "Jedoch ist dieses nun wirklich kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken!" Das liege zum einen daran, dass sich die Insel bereits seit den 1920er Jahren auf die Veränderungen eingestellt habe und Lösungen gefunden wurden. Zum anderen wurde der Hauptbadestrand auf Höhe der Bismarckstraße bereits verstärkt und so weitestgehend vor Sandabtrag gesichert.

Verwendete Quellen
  • borkum.de: "Vom Winde verweht - Die natürliche Veränderung der Inselform Borkum" (PDF)
  • natosti.uni-oldenburg.de: "Borkum"
  • Eigene Recherche
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