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K├╝nftige Gasversorgung: EnviaM will Wasserstoff forcieren

Von dpa
11.05.2022Lesedauer: 3 Min.
EnviaM
Das Logo des Energiedienstleisters EnviaM dreht sich auf dem Dach der Unternehmenszentrale. (Quelle: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/dpa-bilder)
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Der ostdeutsche Energieversorger EnviaM will in den kommenden Jahren Erdgas durch Wasserstoff ersetzen und unabh├Ąngiger von Lieferungen aus dem Ausland werden. In einem ersten Schritt sollen in Bitterfeld, Roitzsch und Thalheim in Sachsen-Anhalt drei Anlagen zur Produktion von gr├╝nem Wasserstoff entstehen, sagte Vorstandschef Stephan Lowis am Mittwoch. Damit sollen Kunden mit hohem Energieverbrauch vorrangig im Raum Leipzig versorgt werden. "Wir trauen uns zu, den Gasverbrauch von Porsche, BMW und dem Flughafen Leipzig zu ersetzen." Die sogenannte Wasserstoffbr├╝cke solle mit Partnern in drei bis vier Jahren in die Tat umgesetzt sein.

"Langfristig wollen wir Gas gegen Wasserstoff tauschen - und zwar komplett", betonte Lowis. Dabei wolle EnviaM auch selbst Erzeuger von Wasserstoff werden und Elektrolysekapazit├Ąten aufbauen. Das rund 7000 Kilometer lange Gasnetz sei f├╝r Wasserstoff geeignet, hie├č es.

Trotz des Krieges in der Ukraine gebe es derzeit keine Versorgungsengp├Ąsse, sagte Lowis. Die Versorgungssicherheit der Kunden habe oberste Priorit├Ąt. "Insbesondere bei der Gasversorgung ist die Situation aufgrund des Ukraine-Krieges kritisch. Eine Gasmangellage ist nach wie vor nicht auszuschlie├čen." Dem Unternehmen zufolge w├Ąre ein vollst├Ąndiger Ausfall russischer Gaslieferungen im Winter nicht komplett zu kompensieren.

Die EnviaM-Tochter Mitgas sieht derweil bei der gesetzlich vorgeschriebenen F├╝llmenge von Speichern auch die Politik in der Pflicht. Das von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr├╝ne) vorangetriebene Gesetz sei vern├╝nftig, sagte Gesch├Ąftsf├╝hrer Andreas Auerbach der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn wir die Speicher aber zu den gegenw├Ąrtig hohen Preisen f├╝llen, kostet das sehr viel Geld." Das Bef├╝llen der Speicher m├╝sse vorfinanziert werden. Man k├Ânne das Preisrisiko nicht den Versorgern allein ├╝berlassen.

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Die Mitgas habe vorausschauend einen Kavernenspeicher in Sta├čfurt mit einem Volumen von 1,8 Millionen Terawattstunden angemietet. "Wenn wir den zu einem Preis wie aktuell von 100 Euro pro Megawattstunde f├╝llen, kostet das 180 Millionen Euro. Das ist ein Vielfaches unseres Jahresergebnisses." Zwar komme beim Verkauf des Gases Geld wieder herein, aber niemand k├Ânne eine verl├Ąssliche Prognose ├╝ber die Preisgestaltung abgeben.

Zur Debatte um einen m├Âglichen Lieferstopp von russischem Gas sagte Auerbach: "Wir brauchen russisches Erdgas, um die Speicher zu f├╝llen. Das gilt mindestens f├╝r die n├Ąchsten beiden Winter, schlimmstenfalls noch f├╝r einen dritten." Wenn ├╝ber Nacht der Hahn abgedreht werde, k├Ânnten die Speicher nicht vollst├Ąndig gef├╝llt werden. "Und wenn es dann richtig kalt wird, gelangen wir in eine Situation, die wir Gasmangellage nennen". Dann m├╝sste man Verbraucher abschalten, das werde zuerst die Industrie treffen.

"Dann entscheidet die Bundesnetzagentur, welche Industrien nicht mehr beliefert werden k├Ânnen. Das wird schmerzhaft sein. Der Schaden f├╝r die deutsche Volkswirtschaft ist gar nicht abzusehen", sagte Auerbach. Es gebe auch Produktionsanlagen, die man nicht sofort abschalten k├Ânne. Als Beispiel nannte der Mitgas-Chef Stahlwerke, Glashersteller und die chemische Industrie. Aber auch die privaten Haushalte m├╝ssten sich in Zukunft auf weitere Preissteigerungen einstellen. Mitgas hatte j├╝ngst eine Erh├Âhung des Erdgaspreises um 4,25 Cent auf 13,32 Cent pro Kilowattstunde angek├╝ndigt.

EnviaM hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,766 Milliarden Euro (2020: 2,776) erwirtschaftet, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 316,7 Millionen Euro (317,9 Mio). Die Dividende wurde von 0,65 auf 0,77 Euro angehoben - Anteilseigner sind neben der Eon SE rund 650 ostdeutsche Kommunen. Der Energieversorger beliefert nach eigenen Angaben mehr als 1,3 Millionen Kunden in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Th├╝ringen mit Strom, Gas und W├Ąrme, betreibt aber auch ein eigenes Glasfasernetz.

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