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Lünen: Nach Missbrauchsverdacht – Ermittlungen auch gegen Bürgermeister


Lünen
Nach Missbrauchsverdacht – Ermittlungen auch gegen Bürgermeister

Von t-online, nfr

Aktualisiert am 08.12.2023Lesedauer: 2 Min.
Daniel Wolski: Er sitzt in Untersuchungshaft.Vergrößern des BildesDaniel Wolski (Archivbild): Er sitzt in Untersuchungshaft. (Quelle: SPD-Fraktion Lünen)
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Der frühere Vize-Bürgermeister von Lünen soll Minderjährige sexuell missbraucht haben und sitzt in U-Haft. Jetzt gibt es auch Untersuchungen gegen den Bürgermeister.

In Zusammenhang mit Missbrauchsvorwürfen gegen den früheren stellvertretenden Bürgermeister von Lünen wird nun auch gegen Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns ermittelt. Es bestehe der Verdacht der Verletzung eines Dienstgeheimnisses und der versuchten Strafvereitelung im Amt wie die Dortmunder Staatsanwaltschaft am Freitag auf der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Der parteilose Bürgermeister habe sich am Donnerstagabend im Haupt- und Finanzausschuss zu dem Verdacht geäußert, sagte ein Sprecher der Stadt im Kreis Unna. Er habe eine Erklärung verlesen und darin betont, er habe sich nichts vorzuwerfen. Mehrere Medien wie "Bild" oder "Ruhr Nachrichten" hatten zuvor berichtet. Die Offizielle Facebook-Seite der Stadt Lünen. "Mein Lünen" teilte den Wortlaut des Statements.

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Der frühere Vize-Bürgermeister Daniel Wolski war Ende Oktober in Untersuchungshaft genommen worden, er soll Minderjährige gegen Bezahlung sexuell missbraucht haben. t-online berichtete über den Fall. Seine Verteidigerin wollte sich damals nicht zu den Vorwürfen äußern. In der U-Haft legte der SPD-Politiker sein Amt nieder.

Bürgermeister leitete Mails mit Vorwürfen weiter

Im März war bei einer Durchsuchung umfangreiches Datenmaterial sichergestellt worden, darunter Chat-Protokolle, zudem waren bei dem Politiker Datenträger mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten gefunden worden.

Jetzt wurde bekannt, dass Bürgermeister Kleine-Frauns eine Mail, in der mögliche sexuelle Verfehlungen Wolskis behauptet worden waren, an diesen selbst weitergeleitet und dann gelöscht habe. Wie ein Sprecher der Dortmunder Staatsanwalt sagte, habe Kleine-Frauns die Polizei nicht informiert.

Dazu sagte der Bürgermeister in seiner Erklärung, er habe im Januar 2023 eine unter falschem Namen versandte Mail erhalten, in der Vorwürfe erhoben worden seien, aber kein konkretes strafbares Geschehen geschildert worden sei. Er sei sich damals sicher gewesen, dass es sich dabei um eine "perfide Verleumdungskampagne" gegen seinen damaligen Stellvertreter gehandelt habe. Daher habe er Wolski informiert.

Staatsanwaltschaft durchsuchte Büro des Bürgermeisters

"Ich habe die Mail nicht an die Polizei weitergeleitet, weil ich seinerzeit ausgeschlossen habe, dass Herr Wolski Straftaten zum Nachteil von Minderjährigen begangen haben könnte." Kleine-Frauns erläuterte weiter, er habe die Mail gelöscht, da der offizielle Mail-Account des Bürgermeisters von mehreren Verwaltungsmitarbeitenden bearbeitet werde und er "etwaige Befangenheiten in der Zusammenarbeit mit Herrn Wolski" habe verhindern wollen.

Der Sprecher der Dortmunder Staatsanwalt sagte, die Bochumer Kollegen hätten bei den Ermittlungen gegen Wolski auch dessen Handy ausgewertet. Dort habe man unter Whatsapp-Nachrichten ein Foto der besagten Mail gefunden. Die Bochumer Staatsanwaltschaft habe den Verdachtsfall an Dortmund abgegeben. In der vergangenen Woche sei das Büro des Bürgermeisters im Rathaus durchsucht worden. Dieser habe die Mail aus dem Gelöscht-Ordner geholt und den Ermittlern weitergeleitet.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • faceboo.com: Beitrag von Mein Lünen vom 7. Dezember 2023
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