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Türkspor Dortmund und Co. im Rückrunden-Check

Der große Rückrundencheck  

Türkspor dominiert den Dortmunder Fußball-Olymp

Von Johannes Hülstrung

14.02.2020, 15:36 Uhr
Türkspor Dortmund und Co. im Rückrunden-Check. Spieler des Türkspor Dortmund 2000 und DJK TuS Körne kämpfen um den Ball: Tabellenführer TSD 2000 ist den Körnern nur drei Punkte voraus. (Quelle: DJK TuS Körne/Facebook)

Spieler des Türkspor Dortmund 2000 und DJK TuS Körne kämpfen um den Ball: Tabellenführer TSD 2000 ist den Körnern nur drei Punkte voraus. (Quelle: DJK TuS Körne/Facebook)

Auch in der westfälischen Bezirksliga geht es dieses Wochenende in die Rückrunde. Zeit für einen Schnellcheck mit t-online.de-Autor Johannes Hülstrung.

Es geht weiter: Die Winterpause in der Bezirksliga Westfalen, Staffel 8, ist beendet. Am kommenden Sonntag wird in der höchsten Spielklasse mit überwiegend Dortmunder Vereinen endlich wieder Fußball gespielt.

Damit ist der große Rückrundencheck von t-online.de komplett. Zuvor wurden bereits die U23 des BVB in der Regionalliga, Oberligist ASC 09 Dortmund, die zwei Dortmunder Westfalenligisten FC Brünninghausen und BSV Schüren und die vier Landesligisten TuS Bövinghausen, Kirchhörder SC, SV Brackel und Hombrucher SV 09/72 unter die Lupe genommen. In der Bezirksliga dominiert Spitzenreiter Türkspor Dortmund 2000 – auf und neben dem Platz.

Die Ausgangslage

Die Staffel 8 der Bezirksliga Westfalen ist so etwas wie der Dortmunder Fußball-Olymp: die höchste Spielklasse, in der sich überwiegend Vereine aus der Stadt tummeln.

Besonders dominant ist Türkspor Dortmund 2000 mit dem Aufstieg in die Landesliga als erklärtem Ziel. Der Tabellenführer hat eine solide Hinrunde gespielt, sorgt aber auch außerhalb des Platzes für Schlagzeilen. Erster Aufreger in der laufenden Saison war der plötzliche Wechsel des Trainer-Duos von Türkspor, Weltmeister Kevin Großkreutz und Reza Hassani, vom Ligakonkurrenten VfL Kemminghausen Ende September.

Türkspor Dortmund 2000-Trainer Kevin Großkreutz: Der Weltmeister sorgte in der Winterpause für Aufregung. (Quelle: imago images/Kirchner-Media)Türkspor Dortmund 2000-Trainer Kevin Großkreutz: Der Weltmeister sorgte in der Winterpause für Aufregung. (Quelle: Kirchner-Media/imago images)

Großkreutz sorgte dann in der Winterpause für Wirbel, als er bei der Stadtmeisterschaft angeblich den Befehl gab, seine Spieler sollten die Nummer 22 des Westfalenligisten Lüner SV, Dominik Deppe, "kaputt treten".

Der Aufstiegskampf

Türkspor hat mit 42 Punkten zwar nur drei Zähler mehr auf dem Konto als der Zweitplatzierte DJK TuS Körne. Dennoch müsste es mit dem Teufel zugehen, wenn das polarisierende Team den Aufstieg nicht packen sollte.

Bei den 2000ern stimmt eigentlich alles: Die beste Defensive der Liga (18 Gegentreffer) trifft auf die zweitbeste Offensive (47 Tore). Nur der Tabellendritte Rot Weiß Germania 11/67 traf noch häufiger (49 Tore). Dass eine Dortmunder Mannschaft aufsteigt, scheint ziemlich sicher: Der SSV Mühlhausen-Uelzen aus Unna (Platz 4) hat immerhin zwölf Punkte Rückstand auf Türkspor.

Der Tabellenkeller

Nur fünf Vereine außerhalb des Dortmunder Stadtgebietes sind in der Staffel 8 der Bezirksliga Westfalen zu finden. In der kommenden Saison könnten es noch weniger werden: Drei der fünf Teams stehen zur Winterpause auf einem Abstiegsplatz.

Die Zweitvertretung des Lüner SV scheint mit sieben Pünktchen und nur einem einzigen Sieg aus den ersten 17 Spielen schon so gut wie abgestiegen. Auch deren Stadtrivalen von Westfalia Wethmar (Platz 15, zehn Punkte) und die andere zweite Mannschaft der Staffel, der Holzwickeder Sport Club II (Platz 14, zwölf Punkte), sind in akuter Abstiegsnot. Der am stärksten bedrohte Dortmunder Verein ist der FC Roj auf Platz 13 mit 16 Punkten.

Spieler des Lüner SV im Spiel gegen SW Essen: Die Mannschaft steht mit nur einem Sieg aus 17 Spielen kurz vor dem Abstieg.  (Quelle: Lüner SV Fußball/Facebook)Spieler des Lüner SV im Spiel gegen SW Essen: Die Mannschaft steht mit nur einem Sieg aus 17 Spielen kurz vor dem Abstieg. (Quelle: Lüner SV Fußball/Facebook)

Der Jahresauftakt

Zum Auftakt ins Jahr 2020 hält der Spielplan so wenige Dortmund-Derbys bereit wie an einem Spieltag minimal möglich: nur drei. Spitzenreiter Türkspor empfängt am Sonntag, 16. Februar, 15 Uhr, den BV Brambauer 13/45. Eine Viertelstunde später treffen Rot Weiß Germania 11/67 und der BV Viktoria Kirchderne sowie Mengede 08/20 und der VfR Sölde aufeinander.

Die weiteren Begegnungen am 18. Spieltag: FC Roj gegen den SSV Mühlhausen-Uelzen, SG Massen aus Unna gegen den TuS Hannibal, Lüner SV II gegen den TuS Eichlinghofen (alle um 15 Uhr), DJK TuS Körne gegen den Holzwickeder Sport Club II und Westfalia Wethmar gegen den VfL Kemminghausen (beide um 15.15 Uhr).

Die Prognose

Kurz und knapp: Türkspor wird Meister, wenn nichts Unerwartetes passiert. Falls doch, kann Körne die Dortmunder Fahne im Aufstiegsrennen hochhalten. Das "Alles oder nichts"-Team (kein Remis) hat genau wie Türkspor 13 Siege in den Büchern stehen, darf sich aber keine weiteren vier Niederlagen erlauben. Schließlich ist Türkspor immer mal für eine Überraschung gut – das ist aber auch schon alles, was gegen den Klub spricht.

Dem Abstieg können alle Dortmunder Teams entgehen. Große Patzer dürfen sich der FC Roj, der VfL Kemminghausen und der VfR Sölde aber nicht mehr leisten.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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