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Wie der BVB vor 25 Jahren die Champions League gewann

Von Dietmar Nolte

26.05.2022Lesedauer: 4 Min.
Mannschaftsfoto mit Pokal (Archivbild): Das Team holte den Sieg in der Champions League zum ersten Mal nach Deutschland.
Mannschaftsfoto mit Pokal (Archivbild): Das Team holte den Sieg in der Champions League zum ersten Mal nach Deutschland. (Quelle: Horst MĂĽller/imago-images-bilder)
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Ein Torschütze, der von seinem Doppelpack träumte, ein Dortmunder Junge, der zum Helden wurde und eine Mannschaft, die sich unsterblich machte – 1997 gewann der BVB als erster deutscher Klub die Champions League. Schon der Weg ins Finale war eine emotionale Reise und brachte schwarz-gelbe Helden hervor.

"Ricken – lupfen jetzt – jaaaaaa!" Der TV-Kommentar von Marcel Reif ist heute so legendär wie der Finalsieg des BVB über das Starensemble von Juventus Turin. Als der gerade eingewechselte Lars Ricken am 28. Mai 1997 in der 71. Minute das 3:1 erzielt, steht das Olympiastadion in München Kopf und der Borsigplatz bebt – Borussia Dortmund krönt sich zu den Königen Europas. Und einer war schon ein Jahr zuvor davon überzeugt.

In jenem Sommer 1996 war der BVB unter Ottmar Hitzfeld gerade zum zweiten Mal in Folge Deutscher Meister geworden und schlug auf dem Transfermarkt zu. Für das Mittelfeld holte man mit Paulo Sousa einen brillanten Strategen – aus Turin. Mit Juventus hatte der Portugiese in zwei Jahren das italienische Double geholt und zum Abschied die Champions League gewonnen. Und nun saß jener Sousa bei seiner Vorstellung in Dortmund vor den Journalisten und sagte über seine Ziele mit aller Überzeugung und Ernsthaftigkeit: "Ich will mit dem BVB die Champions League gewinnen!"

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Paulo Sousa (li.) und Trainer Ottmar Hitzfeld jubeln (Archivbild): Der Portugiese kĂĽndigte im Vorfeld bereits an, die Champions League gewinnen zu wollen.
Paulo Sousa (li.) und Trainer Ottmar Hitzfeld jubeln (Archivbild): Der Portugiese kĂĽndigte im Vorfeld bereits an, die Champions League gewinnen zu wollen. (Quelle: WEREK/imago-images-bilder)

Dass er in den nächsten zwölf Monaten tatsächlich den Unterschied ausmachen würde, dass er der Mannschaft tatsächlich zu einem der größten Erfolge der Vereinsgeschichte verhelfen würde – in diesem Augenblick ahnte das noch niemand. Natürlich hatte die Borussia einen starken Kader, gespickt mit Nationalspielern: Reuter, Kohler, Sammer, Julio Cesar, Möller, Riedle, Chapuisat, jetzt auch noch Sousa.

Aber nach zwei Meistertiteln wirkte die Elf satt, von einer verschworenen Einheit waren die Stars weit entfernt. Das Verhältnis zu Meistertrainer Hitzfeld war nicht mehr ungetrübt. In der Liga tat sich der BVB entsprechend schwer und rettete sich trotz neun Saisonniederlagen gerade noch auf Platz drei. Im DFB-Pokal ging's bereits in Runde eins sang- und klanglos raus gegen den Regionalligisten Wattenscheid.

Sternstunde Champions League

Auf Europas Bühne aber einte die Grüppchen das große Ziel. Und der eine oder andere Spieler erlebte in der Champions League seine ganz persönliche Sternstunde. In der Gruppenphase trafen die Dortmunder auf Widzew Lodz, Steaua Bukarest und Atlético Madrid. Mit dem 1:0-Auswärtssieg in Madrid setzte die ersatzgeschwächte Borussia – unter anderem fehlten Sammer, Riedle und Sousa – ein erstes Ausrufezeichen, weil vermeintliche Ersatzspieler wie Feiersinger und Tretschok stark ablieferten.

Im Viertelfinale gegen AJ Auxerre musste es dann ohne Kohler und Julio Cesar gehen. Ein gewisser René Schneider, der in der gesamten Bundesligasaison nur 90 Minuten auf dem Platz stand, kam zu seinem ersten und einzigen Champions-League-Einsatz in dieser Spielzeit – und erzielte beim 3:1-Hinspielsieg prompt ein Tor.

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Das Rückspiel wurde dann zur Geburtsstunde eines schwarz-gelben Heroen. "Wir singen Stefan, Stefan, Stefan Klos, alles hält er, der Held von Auxerre" tönte es seit jenem Tag im März 1997 lautstark aus der Fankurve. Stefan "Stoffel" Klos, gebürtiger Dortmunder, Borusse seit 1988 und zuverlässige Nummer eins im Tor, parierte sogar einen Elfmeter und ebnete den Weg ins Halbfinale.

Das sollte dann im altehrwürdigen Old Trafford von Manchester gar einen "Fußballgott" hervorbringen – Jürgen Kohler, aus familiären Gründen erst am Spieltag spät nachgereist, lieferte die Partie seines Lebens ab. Das Hinspiel gegen Beckham, Neville, Keane und Co. hatte der BVB trotz erneuter zahlreicher Ausfälle mit 1:0 gewinnen können.

"JĂĽrgen Kohler FuĂźballgott"

Rene Tretschok, zuvor gegen Auxerre nur eine Minute auf dem Platz, avancierte mit seinem Tor zum Matchwinner. Dann das Rückspiel, die frühe Führung durch Ricken – und jene 18. Minute, die aus dem Vorstopper den Fußballgott machte: United drückt massiv, Klos ist geschlagen, Cantona muss nur noch einschieben, Kohler liegt rücklings auf der Torlinie – und rettet beim Schuss des Franzosen mit der Fußsohle. Cantona war fassungslos, Manchester geschockt, die Fans feierten "Jürgen Kohler Fußballgott". Und der BVB stand im Endspiel.

Dessen Geschichte kennt heute jeder BVB-Fans nahezu auswendig: Ausgerechnet im Münchner Olympiastadion, Heimstätte des größten deutschen Rivalen, forderte die Borussia Juventus Turin heraus. Eine Mannschaft, die mit Zidane, Dechamps, Vieri, Boksic, Del Piero und Co. mit das Beste des europäischen Fußballs auf den Rasen brachte. Und doch führten die Dortmunder zur Halbzeit mit 2:0, weil Zidane nur den Pfosten traf, Karl-Heinz "Air" Riedle aber gleich doppelt traf. Dass er später erzählen wird, er habe seine Treffer in der Nacht zuvor geträumt, passt perfekt ins Bild des schwarz-gelben Märchens.

"Ricken – lupfen jetzt – jaaaaa" (Archivbild): Eine Choreo des BVB aus 2015 zeigt, wie sich dieser Moment bei jedem Fan einbrannte.
"Ricken – lupfen jetzt – jaaaaa" (Archivbild): Eine Choreo des BVB aus 2015 zeigt, wie sich dieser Moment bei jedem Fan einbrannte. (Quelle: Thomas Bielefeld/imago-images-bilder)

Nach Del Pieros Hackentor zum 1:2 in der 64. Minute begann das große Zittern – bis Ottmar Hitzfeld Lars Ricken an die Seitenlinie beorderte. Wieder ein echter Dortmunder Junge, wieder einer mit einem schwarz-gelben Herzen, seit 1990 bei der Borussia, gerade einmal 20 Jahre alt.

Fünf Sekunden nach seiner Einwechslung in der 70. Minute erobert Sousa den Ball, Möller spielt den genialen Pass, Ricken sieht Juves Keeper Peruzzi zu weit vor dem Kasten, fasst sich aus fast 30 Metern ein Herz – "Lupfen jetzt – jaaaaaaa!" Ein Treffer wie ein Kunstwerk, der zwölf Jahre später von den Anhängern zum Tor des Jahrhunderts gewählt wird. Und der die Heldenreise des BVB an jenem 28. Mai 1997 vollendet.

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