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Getötete 58-Jährige: Sohn will langes Schweigen brechen

Düsseldorf  

Getötete 58-Jährige: Sohn will langes Schweigen brechen

30.11.2021, 01:52 Uhr | dpa

Getötete 58-Jährige: Sohn will langes Schweigen brechen. 58-Jährige umgebracht: Sohn will Schweigen brechen

Der 40-Jährige Angeklagte verbirgt im Düsseldorfer Landgericht sein Gesicht hinter einem Aktenordner. Foto: Martin Höke/dpa (Quelle: dpa)

Im Prozess um die Tötung einer wochenlang vermissten Düsseldorferin will ihr Sohn sein monatelanges Schweigen brechen. Der 40-Jährige werde sich am kommenden Montag zu der Sache einlassen, kündigte seine Verteidigerin am Dienstag beim Prozessauftakt am Düsseldorfer Landgericht an. Er ist wegen Totschlags angeklagt.

Der Fall sorgte für Aufsehen, weil die Polizei die im Keller deponierte Leiche der Frau übersehen hatte. Dort soll ihr Sohn sie in einem Koffer versteckt und über diesen eine große Mülltüte gezogen haben. Trotz einer großangelegten Suchaktion war der Koffer im Kellerverschlag nicht näher untersucht worden.

Erst als eine Hausnachbarin Verwesungsgeruch im Keller wahrnahm, war die Leiche entdeckt worden. Die 58-Jährige war durch einen langen und tiefen Schnitt in den Hals getötet worden. Wie eine Rechtsmedizinerin am Dienstag aussagte, habe der Täter der Frau von hinten die Kehle durchtrennt. Das Opfer wies nach ihrer Schilderung auch Abwehrverletzungen an den Armen auf.

Der Sohn, gelernter Kaufmann, war wegen seiner Arbeitslosigkeit wieder zu seiner Mutter gezogen. Dort soll es vor der Tat zu Spannungen zwischen ihm und der 58-Jährigen gekommen sein. Ob ein Streit zwischen Mutter und Sohn Auslöser für die Bluttat war, sei unklar, räumte Staatsanwältin Laura Hollmann ein. "Nach den bisherigen Ermittlungen gehen wir aber davon aus."

Die Ermittler hatten Blutspuren der Mutter in der Wohnung und an der Kleidung ihres älteren Sohnes gefunden. Die Ermittlungen ins Rollen gebracht hatte ihr jüngerer Sohn. Der 37-Jährige hatte seine Mutter als vermisst gemeldet, nachdem er zwei Tage nichts mehr von ihr gehört hatte und sie auch nicht zur Arbeit erschienen war.

Bei der Polizei hatte er ausgesagt, seine Mutter habe ihm gegenüber beim letzten Telefonat angedeutet, Angst vor ihrem älteren Sohn zu haben. Als die Polizisten daraufhin zur Wohnung fuhren, trafen sie auf den blutbefleckten Angeklagten. Der 40-Jährige muss bei einer Verurteilung mit bis zu 15 Jahren Haft rechnen. Für den Prozess sind noch vier weitere Verhandlungstage angesetzt.

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