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Land will Hochofen-Neubau in Duisburg unterstützen


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"Grüner" Stahl in Duisburg: Land will Hochofen-Neubau unterstützen

Von dpa
16.09.2022Lesedauer: 1 Min.
Thyssenkrupp-Stahlwerk Duisburg (Symbolbild): Deutsche Unternehmen sind auch in der Ukraine vertreten.
Thyssenkrupp-Stahlwerk Duisburg (Archivbild): Der Stahlhersteller will auf seinem Betriebsgelände am Rhein eine sogenannte Direktreduktionsanlage errichten. (Quelle: Jochen Eckel/imago-images-bilder)
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"Mindestens" einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag steuert NRW zum Bau eines klimafreundlicheren Hochofens bei. Wasserstoff soll Koks in der Anlage ersetzen.

Das Land Nordrhein-Westfalen will den Neubau eines umweltfreundlicheren Hochofens in Duisburg "mindestens" mit einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag unterstützen. Dies habe das Kabinett beschlossen, teilte die Landesregierung am Donnerstag in Düsseldorf mit. Zuvor hatte die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) darüber berichtet.

Deutschlands größter Stahlhersteller Thyssenkrupp will auf seinem Betriebsgelände am Rhein eine sogenannte Direktreduktionsanlage errichten. Sie soll kohlendioxid-arm hergestellten, sogenannten grünen Stahl produzieren. Die Investitionskosten liegen bei über zwei Milliarden Euro. Auch der Bund will das Projekt fördern. Die Auftragsvergabe für den Bau soll noch in diesem Herbst erfolgen. Die Produktion soll 2026 starten.

Thyssenkrupp will konventionell betriebene Hochöfen stilllegen

Die Landesregierung wolle mit der Unterstützung "zum Erhalt und zur Transformation einer wichtigen Wertschöpfungskette für die gesamte Wirtschaft im Land" beitragen, sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). Dies sei ein "großer Schritt auf dem Weg, den Klimaschutz und die Industrie mit ihren attraktiven Arbeitsplätzen miteinander zu versöhnen". Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, André Stinka, betonte: "Schwarz-Grün darf sich nun nicht für die einmalige Absichtserklärung rühmen, sondern muss kontinuierlich weitermachen."

In der Anlage soll klimaneutral hergestellter Wasserstoff den bisher in Hochöfen verwendeten Koks ersetzen, um dem Eisenerz Sauerstoff zu entziehen. Nach einem weiteren Bearbeitungsschritt entsteht Roheisen, das wie bisher weiterverarbeitet werden kann. Thyssenkrupp will im Gegenzug einen seiner vier konventionell betriebenen Hochöfen in Duisburg stilllegen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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