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Clan-Beerdingung in Essen: 750 Trauernde – 150 wären erlaubt gewesen

Trotz Corona-Krise  

Hunderte trauern um Clanmitglied in Essen

01.08.2020, 13:48 Uhr | vk, t-online

Clan-Beerdingung in Essen: 750 Trauernde – 150 wären erlaubt gewesen. Der muslimische Friedhof am Hallopark in Essen (Archivbild): Zur Beerdigung eines Clanmitglieds sind Hunderte Trauernde gekommen. (Quelle: imago images/Rupert Oberhäuser)

Der muslimische Friedhof am Hallopark in Essen (Archivbild): Zur Beerdigung eines Clanmitglieds sind Hunderte Trauernde gekommen. (Quelle: Rupert Oberhäuser/imago images)

In Essen ist der Vater einer Clan-Größe beigesetzt worden. Trotz der Corona-Einschränkungen sind rund 750 Trauernde gekommen – 150 wären erlaubt gewesen.

Bei der Trauerfeier für den verstorbenen Vater der Clan-Größe Bilal H. ("Pumpgun Bilal") in Essen-Stoppenberg haben am Donnerstag Hunderte Menschen Abschied genommen. Wegen der Corona-Einschränkungen sind in Nordrhein-Westfalen gerade jedoch eigentlich nur 150 Trauergäste bei Beerdigungen erlaubt.

Die Großfamilie ist über ganz Deutschland vernetzt, aus dem ganzen Land sind Angehörige zum Friedhof am Hallopark gekommen. Im Vorfeld hatten Polizei und Stadt bereits mit mehr als der erlaubten Anzahl an Gästen gerechnet. Deshalb gab es ein umfangreiches Sicherheitskonzept und Verkehrsumleitungen. 

Die Familie habe sich allerdings sehr kooperativ gezeigt, sagte die Stadt gegenüber der "WAZ". Es seien Gruppen von 150 Leuten gebildet worden, die nacheinander zum Grab gelassen wurden. Man wollte der Familie "den Raum geben, in Ruhe und Frieden vom Verstorbenen Abschied zu nehmen".

Wie der WDR berichtet, hätten nur wenige der Gäste Masken getragen und Abstände eingehalten. Auf die Frage, warum trotz im Vorfeld angekündigter "Null-Toleranz-Strategie" nun doch nicht eingeschritten wurde, sagte eine Sprecherin der Stadt gegenüber t-online.de: "Oberste Priorität war, dass die Beerdigung ruhig und sicher verläuft – und aus Sicht der Verwaltung hat sie das auch." Bei einem anderen Trauerfall sei man auch so verfahren, wehrt sich die Stadt gegen Vorwürfe in den sozialen Medien, man habe für die Clanfamilie eine Ausnahme von den Corona-Regeln gemacht.

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