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Frankfurter MOMEM eröffnet mit Sven Väth

Von Roxana Frey

Aktualisiert am 06.04.2022Lesedauer: 4 Min.
Seven Väth (Archivbild): Die DJ-Legende wird am Mittwoch das MOMEM eröffnen.
Seven Väth (Archivbild): Die DJ-Legende wird am Mittwoch das MOMEM eröffnen. (Quelle: STAR-MEDIA/imago-images-bilder)
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Seit mehreren Jahren versucht Ex-DJ Alex Azary das "Museum of Modern Electronic Music" (MOMEM) im Herzen der Frankfurter Innenstadt zu er√∂ffnen: Am 6. April ist es nun endlich so weit ‚Äď DJ-Legende Sven V√§th macht den Auftakt.

Man merkt Alex Azary die Erleichterung deutlich an: Nach mehreren Jahren kann er endlich sein "Museum of Modern Electronic Music" (kurz MOMEM) er√∂ffnen ‚Äď p√ľnktlich zur Aufhebung der Maskenpflicht in Frankfurt.

Der Frankfurter Techno-Pionier hat lange um das Museum gek√§mpft: Erst gab es Streit √ľber den st√§dtischen Beitrag zur Finanzierung, dann machte Corona der Er√∂ffnung einen Strich durch die Rechnung. Umso mehr freut sich Azary nun √ľber die geplante Er√∂ffnung mit DJ-Legende Sven V√§th, der am Mittwoch bei Er√∂ffnung auch auflegen wird : "Mit Sven haben wir den optimalen Startschuss ‚Äď kaum ein anderer DJ hat eine ganze Generation von DJs und Musikproduzenten so gepr√§gt", sagt Azary.

Die beiden kennen sich schon lange: Mit seinen Clubs wie dem "Omen" und "Cocoon" pr√§gte V√§th die weltweite Szene. Der Frankfurter Club "Omen", war einer der ersten Techno-Clubs Deutschlands und gilt als eine der wichtigsten Geburtsst√§tten des Techno in Deutschland. Die Idee f√ľr das Museum kam allerdings von DJ Talla 2XLC, b√ľrgerlicher Name Andreas Tomalla.

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Techno aus Frankfurt: Das MOMEM wird das erste Museum f√ľr Klubkultur

Tomalla war es auch, der den Begriff Techno prägte: Anfang der 80er-Jahre jobbte Tomalla in einem Plattenladen unter dem Frankfurter Hauptbahnhof. Dabei erfand er, so die Legende, die Bezeichnung Techno, um elektronisch produzierte Musik besser einzuordnen.

Durch seine internationalen Vortr√§ge √ľber die Geschichte des Techno sei Talla bewusst geworden, dass gerade die j√ľngere Generation sehr an dem Thema interessiert sei, es bislang allerdings keinen Ort gebe, wo sie sich Informationen beschaffen k√∂nnte, wie Azary berichtet: "Talla hat mich dann angerufen und gemeint: 'Alex, ich glaube, wir m√ľssen so was wie ein Museum machen.'"

Museumsleiter Alex Azary: "Electrica Salsa" ist eine Single, an der DJ-Legende Sven Väth maßgeblich mitgewirkt hat.
Museumsleiter Alex Azary: "Electrica Salsa" ist eine Single, an der DJ-Legende Sven Väth maßgeblich mitgewirkt hat. (Quelle: dpa-bilder)

Azary war zun√§chst skeptisch, doch bei seiner Recherche wurde ihm bewusst, dass es bislang kein Museum f√ľr den Bereich elektronische Musik, Techno, House und Klubkultur gibt. Die Idee zu einem Museum war geboren.

Das Frankfurter MOMEM ist kein klassisches Museum

Mit dem MOMEM √∂ffnet allerdings kein klassisches Museum, Azary spricht hier eher von einem "sozialen Raum": "Wir wollen vor allem die Clubkultur darstellen, also auch diese ganzen anderen Fachbereiche, die sich darunter angesiedelt haben. Hier geht es auch um Kunst und Kreativit√§t, um Grafik und Design, um Fotografie und Video, um Mode und um Technologie", so Azary. Das MOMEM sei also kein "Techno-Museum", das Ausstellungsprogramm soll zusammen mit den jeweiligen K√ľnstlern entwickelt werden.

Blick auf das Kindermuseum und die Frankfurter Hauptwache (Archivbild): Das MOMEM ersetzt das Kindermuseum im sogenannten "Loch".
Blick auf das Kindermuseum und die Frankfurter Hauptwache (Archivbild): Das MOMEM ersetzt das Kindermuseum im sogenannten "Loch". (Quelle: brennweiteffm/imago-images-bilder)

Historisch ist auch der Standort des Museums: Unweit von Frankfurts ehemaligen bekanntesten Clubs, wie dem "U60311" oder dem "Monza", ist das MOMEM mitten im Frankfurter "Loch" auf der B-Ebene der Frankfurter Hauptwache angesiedelt. Dieser Platz ist schon immer stark mit der Frankfurter Jugendkultur verkn√ľpft: "Fr√ľher haben sich hier Punks und Skater getroffen", so Azary. Der Ort ist f√ľr ihn sehr wichtig: "Am 6. April wollen wir hier die Hauptwache lahmlegen."

Aktuell rechnet Azary mit 5.000 bis 10.000 Teilnehmenden. Das Er√∂ffnungsevent mit Sven V√§th ist f√ľr jeden kostenlos und frei zug√§nglich. Kuratiert wird die Er√∂ffnung von K√ľnstler Tobias Rehberger, der an der Frankfurter St√§delschule eine Professur f√ľr Bildhauerei hat.

"Wir reden hier von einer Ausstellung √ľber einen K√ľnstler, von dem ich sagen w√ľrde, dass er √ľberhaupt nicht musealisierbar ist", sagt Rehberger. "Sven V√§th legt seit 40 Jahren auf und genau diese Geschichte ist noch nicht zu Ende, er ist nach wie vor unterwegs, ist nach wie vor kreativ, feiert nach wie vor und genau das werden wir im kommenden April hier mit ihm zusammen machen."

Der geplante Auftakt der Museumser√∂ffnung mit Sven V√§th stie√ü allerdings nicht nur auf Begeisterung. Der Musiker und DJ Stefan Hantel (K√ľnstlername Shantel) kritisierte k√ľrzlich in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" das Museum an sich und die Entscheidung, mit einer Ausstellung zu Sven zu er√∂ffnen.

Kritik an MOMEN: "Eurozentristich und konservativ"

"Nichts gegen Sven V√§th", so Hantel, "aber die Entscheidung, mit solch einer Ausstellung zu er√∂ffnen, macht deutlich, in welche Richtung das Programm gehen wird. Das ist eine klare und unmissverst√§ndliche Botschaft. Ich f√§nde es spannender, zu zeigen, was jenseits der √ľblichen Verd√§chtigen in Frankfurt und dar√ľber hinaus existiert hat. W√ľrde das Museum mit einer Ausstellung √ľber Electro-Cumbia oder √ľber psychedelische Musik aus der T√ľrkei starten, dann w√§re das ein Statement und wichtiges Signal √ľber die Grenzen Frankfurts hinaus", so Hantel zur "FAZ". Er bezeichnete das Projekt als ‚Äěkonservativ und eurozentristisch‚Äú.

Alex Azary bedauert diese Kritik ‚Äď vor allem von einem anderen Musiker. "Aber das sind halt Leute, die √ľber sich selbst gerade nichts zu erz√§hlen haben", so Azary zu t-online. Er selbst sei bisher nur auf gro√ües Interesse f√ľr das Museum gesto√üen ‚Äď vor allem international.

Mit der Eröffnung des MOMEM möchte die Stadt Frankfurt die Station Hauptwache und ihr Umfeld beleben und verschönern. Auch der "Friedberger Markt" soll demnächst im Frankfurter "Loch" stattfinden.

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