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Hamburg: Neuer Supercomputer verursacht Stromkosten in Millionenhöhe


Neuer Supercomputer verursacht Stromkosten in Millionenhöhe

Von t-online, EP

Aktualisiert am 22.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Der Hochleistungscomputer in Hamburg: Er wird nur für die Klimaforschung eingesetzt.Vergrößern des BildesDer Hochleistungscomputer in Hamburg: Er wird nur für die Klimaforschung eingesetzt. (Quelle: Gregory Dauber)
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132.000 Terabyte Festplattenkapazität: Der neue Supercomputer "Levante" soll in Hamburg für die Klimaforschung eingesetzt werden.

"Klimaforschung in Deutschland findet in Hamburg statt. Wir sind die Klimaforschungshauptstadt", sagte Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) bei der offiziellen Einweihung des Supercomputer "Levante" am Klimarechenzentrum in Hamburg.

Schon seit dem 3. März 2022 wird der Supercomputer in der ersten Ausbaustufe am Deutschen Klimarechenzentrum eingesetzt. Seit dem vervierfacht er die Rechenleistung im Forschungszentrum.

"Jeder Zuwachs an Rechenleistung ermöglicht noch tiefere bzw. detaillierte Einblicke in das Klimasystem", heißt es in einer Mitteilung der Forschenden. Nun sei es möglich, Simulationen mit noch höher aufgelösten globalen Klima- und Erdsystemmodellen als bisher durchzuführen.

Hochauflösende Klimamodelle für Jahrhundertszenarien

Beispielsweise sei es nun möglich, Wolken und Niederschlag in den Klimamodellen darzustellen. "Weiterhin können so ebenfalls kleinräumige Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Ozean und den weiteren Teilen des Systems Erde berücksichtigt werden", heißt es. Mit den hochauflösenden Modellen sollen mögliche Klimaänderungen für den Verlauf dieses Jahrhunderts erstellt und verschiedene Szenarien untersucht werden.

"Mit jeder Rechner-Generation schauen wir mit einer größeren Brille", erklärte Michael Böttinger, Geophysiker am Deutschen Klimarechenzentrum laut "NDR". Mit einem "digitalen Zwilling der Erde" soll es dann möglich sein, Wetter und Klima besser zu verstehen, so Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft. Das sei nicht nur für den Verlauf von Klimawandel und Wettervorhersagen wichtig, sondern vor allem auch für eine wirksame Klimapolitik, ergänzt der Chef der Helmholz-Gemeinschaft, Otmar Wiestler, laut "NDR".

Um die mathematischen Berechnungen durchführen zu können, verfügt der Supercomputer über einen Hauptspeicher, der dem von etwa 100.000 Laptops entspricht: mehr als 800 Terabyte. 14 Billiarden mathematische Operationen können pro Sekunde ablaufen. Insgesamt verfügt Levante über einen Speicherplatz von 130.000 Terabyte.

Trotz gesteigerter Energieeffizienz: Computer verursacht Millionenkosten

Die Zwei-Megawatt-Anlage werde im nächsten Jahr "unter günstigen Voraussetzungen" Stromkosten von fünf Millionen Euro verursachen, sagte Ludwig. Immerhin übertreffe der Supercomputer das Vorgängersystem "Mistral" an Energieeffizienz. Die Abwärme werde jetzt zum Heizen von Labors und benachbarten Gebäuden der Universität genutzt. In fünf Jahren werde wieder ein neuer Rechner erforderlich sein. Die alte Anlage müsse jetzt als Elektroschrott entsorgt werden, sagte der Geschäftsführer.

Nach den Worten von Katharina Fegebank kann der Supercomputer die Klimaforschung beschleunigen und präzisieren. "Der Klimawandel ist allgegenwärtig, er lässt sich nicht aufschieben oder ignorieren", sagte Fegebank. Um Lösungen zu entwickeln, müsse das Klimasystem in all seiner Komplexität verstanden werden. "Für dieses Verständnis ist der Supercomputer Levante ein echter Gamechanger", sagte die Senatorin.

Verwendete Quellen
  • Teilnahme an der Einweihung
  • Informationen des Deutschen Klimarechenzentrums
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