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35 Euro Eintritt: Restaurant in Hamburg bittet zur Kasse


Inhaberin erklärt Gründe
Dieses Hamburger Restaurant verlangt 35 Euro Eintritt

Von t-online, pb

Aktualisiert am 11.10.2023Lesedauer: 2 Min.
Hamburger Luxus-Restaurant "100/200 Kitchen": Wer hier Platz nimmt, ist direkt 35 Euro ärmer.Vergrößern des BildesHamburger Luxusrestaurant "100/200 Kitchen": Wer hier Platz nimmt, ist direkt 35 Euro ärmer. (Quelle: RENE FLINDT Fotografie)
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Einmal Platznehmen kostet hier 35 Euro. Ein Hamburger Restaurant verlangt ein hohes Eintrittsgeld. Was dahintersteckt.

Im Hamburger Restaurant "100/200 Kitchen" in Rothenburgsort "sitzt und isst man kosmopolitisch", das verspricht zumindest der Inhaber auf seiner Website. Und seit Neuestem muss man in dem Zwei-Sterne-Restaurant allein fürs simple Sitzen bereits ordentlich bezahlen.

Das Edel-Lokal hat seinen Gästen nun eine Eintrittsgebühr von 35 Euro auferlegt, über die zunächst die "Hamburger Morgenpost" (Mopo) in ihrer Print-Ausgabe von Montag berichtete. Auch auf der Website der Hamburger Küche wird in der digitalen Karte des Lokals bereits auf das für ein Restaurant doch eher ungewöhnliche Eintrittsgeld hingewiesen.

Dort wird der Einlass als "Gedeckpauschale: Brot & Butter satt" oder auch "Wasserpauschale" bezeichnet, die jeder Gast bezahlen müsse – auch wenn man auf Brot, Butter und Wasser gar keinen Appetit hat.

Die Inhaberin des Restaurants sagte der "Mopo": "Die 35 Euro sind dafür, dass man einen Platz belegt, im positivsten Sinne, dass man umsorgt und unterhalten wird."

Offenbar stecken auch schnöde betriebswirtschaftliche Gründe hinter der üppigen Einlassforderung: Weil die Karte des edlen Restaurants auch ein À-la-carte-Essen offeriert, brauche man "diesen Mindestumsatz, sonst ist es ein Verlustgeschäft", so die Inhaberin.

Dehoga-Vertreter zeigt sich skeptisch

Ähnliche "Gedeckpauschalen" kennen die Hamburger bereits aus dem Urlaub in Südeuropa, wo Gastwirte unabhängig von der Bestellung fürs Sitzen im Lokal einige wenige Euro auf die Rechnung aufschlagen. Eine solch hohe Pauschale wie nun in Hamburg sei rechtlich einwandfrei, sagt eine Verbraucherschützerin der "Mopo".

Der Kunde müsse vor der Bestellung lediglich auf die Gebühr hingewiesen werden. Ein ranghoher Vertreter des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Hamburg bezweifelt laut "Mopo" jedoch, dass die hohe Gebühr bei den "100/200 Kitchen"-Gästen gut ankommen wird. "Sportlich und mutig" sei das Ganze, aber: "Wir haben ja eine freie Marktwirtschaft."

Ein Blick auf die Karte des Hamburger Restaurants legt nahe: Wer sich die Einlassgebühr von 35 Euro nicht leisten will, würde in dem Szenelokal auch so kaum satt werden: Die "Kanalarbeiter-Schnitte", eine Vorspeise mit Kaviar, kostet hier 80 Euro, im Hauptgang lockt dann ein ganzer Helgoländer Hummer mit Spinat für 120 Euro.

Verwendete Quellen
  • "Mopo", gedruckte Ausgabe vom 09.10.2023
  • 100/200.kitchen: Aktuelle Karte
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