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Klimawandel in Hamburg: So reagiert die Stadt auf extreme Hitze und Regen


Hotspots und Lösungen
Wie Hamburg sich auf die Klimakrise vorbereitet

Von t-online, fbo

Aktualisiert am 27.02.2024Lesedauer: 2 Min.
Paddler auf dem Osterbekkanal (Symbolbild): Bäume und Wasser sind zentrale Faktoren für das Hamburger Stadtklima.Vergrößern des BildesPaddler auf dem Osterbekkanal (Symbolbild): Bäume und Wasser sind zentrale Faktoren für das Hamburger Stadtklima. (Quelle: BODE/imago-images-bilder)
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Extreme Hitze, schlechte Luft, starker Regen: Der Klimawandel ist eine Herausforderung für Hamburg. Neue Daten sollen helfen, die Stadt daran anzupassen.

Wo wird es in Hamburg im Sommer besonders heiß? Wo fällt besonders viel Regen? An welchen Orten kühlt es sich schneller ab als an anderen Plätzen der Stadt? Solche Fragen stellt sich die Hamburger Umweltbehörde regelmäßig in der Analyse des Stadtklimas. Der Bericht soll die Stadtplanung dabei unterstützen, sich auf die Auswirkungen des Klimawandels einzustellen und Lösungen zu finden.

"Um wirksame Klimaanpassungsmaßnahmen umzusetzen, müssen wir punktgenau wissen, wo in unserer Stadt die Hotspots an extremen Hitzetagen liegen und wo wir über Kaltluftentstehungsgebiete oder schattige Räume verfügen", sagte Michael Pollmann, Staatsrat der Umweltbehörde. In insgesamt acht Karten stellt die Analyse Daten wie Lufttemperatur oder Windfelder dar, bewertet die bebauten und unbebauten Bereiche der Stadt oder trifft Aussagen über für das lokale Klima relevante Grün- und Freiflächen. Erstellt wurde die Analyse auf der Basis einer "besonders belastenden Sommerwetterlage".

Vor allem in dicht besiedelten Gebieten oder dort, wo sich die Industrie – wie zum Beispiel im Hafen – angesiedelt hat, besteht Handlungsbedarf. Wo viel gebaut wurde und viele Oberflächen versiegelt sind, gibt es laut der Modellrechnung selbst nachts kaum Abkühlung. In grüneren Stadtteilen wie Groß Flottbek oder Blankenese sinkt die Temperatur deutlicher. Tagsüber hängt die Wärmebelastung vor allem vom Schatten ab: Im Dammtorpark oder im Schanzenpark lässt es sich deutlich besser aushalten als in weiten Teilen der Innenstadt. Dort ist die Temperatur mit mehr als 32 Grad Celsius im Modell am höchsten.

Mehr Grün hilft Hamburg gegen den Klimawandel

Aus der Analyse geht hervor, dass Hamburg mehr Grünflächen im Stadtgebiet braucht. Diese können durch ihren Schatten für eine bessere Aufenthaltsqualität sorgen, kühlen nachts schneller ab als wärmespeichernde Materialien wie Asphalt oder Beton und filtern außerdem Schadstoffe aus der Luft. Mehrspurige Straßen sollten mit Bäumen bepflanzte Mittelstreifen bekommen. Zusätzlich bieten kleine Parks in der Stadt mehr Raum zur Erholung und machen die Umgebung attraktiver. Gleiches gilt für Brunnen: Die sind nicht nur einladend, sondern wirken sich besonders im Sommer kühlend auf ihr näheres Umfeld aus.

Beschattete Straßen, Fuß- und Radwege oder Parkplätze bieten sich an, um die Belastung der Hamburger und der Wohnquartiere durch die direkte Sonneneinstrahlung zu verringern. Hierzu ist außerdem an das Klima angepasstes Bauen notwendig. Wichtig ist laut der Stadtklimaanalyse, Neubauten so zu planen, dass der direkte Hitzeeintrag in Schlaf- oder Arbeitszimmern minimiert wird. Auch die Durchlüftung spielt eine Rolle, zum Beispiel durch die Ausrichtung der Gebäude parallel zu Kaltluftströmen. Selbst, mit welchen Materialien gebaut wird, spielt eine Rolle: So ist Holz als Baustoff klimafreundlicher als Glas oder Stahl.

Auch schon gebaute Häuser lassen sich klimagerecht anpassen: Die Analyse empfiehlt hier etwa eine energetische Sanierung, Jalousien oder Markisen als Sonnenschutz, die Begrünung von Fassaden oder Dächern oder sogar die klimafreundliche Gestaltung der Balkone.

Verwendete Quellen
  • Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: Stadtklimaanalyse Hamburg 2023
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