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Hamburg: Lehrer warnt vor "Muslim Interaktiv" – radikalisierte Kinder


Lehrer warnt
So gefährlich ist "Muslim Interaktiv" vor allem für Kinder

Von t-online, kg

06.05.2024Lesedauer: 2 Min.
Auf einem Smartphone wurde der TikTok-Kanal der Gruppierung Muslim Interaktiv aufgerufen (Archivbild).Vergrößern des BildesAuf einem Smartphone ist der TikTok-Kanal der Gruppierung Muslim Interaktiv zu sehen (Archivbild). (Quelle: Hanno Bode/imago-images-bilder)
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In Hamburg geht die Gruppierung "Muslim Interaktiv" auf die Straße und fordert ein Kalifat für Deutschland. Vor allem Kinder und Jugendliche sind empfänglich für die Parolen.

Er ist ein Lehrer aus dem Hamburger Westen und möchte seinen Namen und den seiner Schule hier lieber nicht lesen. Was er berichtet, ist erschreckend: Zum Ramadan saßen kreidebleiche Jungen in seiner Klasse. Obwohl die Kinder zu jung zum Fasten sind, hatten sie sich gegenseitig angestachelt und mitgemacht. Mit dem Ergebnis, dass ihre geschwächten Körper fast kollabierten. Ein Gespräch mit den Eltern zeigte schnell, dass sie nicht der Ursprung dieser Idee gewesen sind.

Die Jungen seien Fans der Gruppe "Muslim Interaktiv". Obwohl ihre Eltern selbst in dritter Generation in Deutschland geboren, aufgewachsen und voll integriert sind, orientieren sich diese Jungen im vorpubertären Alter an den extremistischen Forderungen nach einem Kalifat, der Einführung der Scharia und dem Koran als einziges Mittel zur Rechtsprechung. In den Elternhäusern spiele der Glaube nur noch eine eher kleine Rolle, weiß der Lehrer, der gerne anonym bleiben möchte. Doch offenbar ist das ein Hebel für extremistische Islamisten, um Kinder und Jugendliche zu radikalisieren.

Jugendliche wollen zu "Muslim Interaktiv"-Demo

Diese Männer hetzen auf Portalen wie TikTok, wo sie vor allem Jugendliche und Kinder erreichen. Sie geben alltägliche Antworten, tragen neben traditionellen Gewändern auch mal Hoodies und wirken nahbar. Ein großes Problem, weiß der Lehrer. Denn die Rekrutierung der Jugendlichen funktioniert: Zu den Demos, die die Gruppierung derzeit in Hamburg abhält, wollten die Jugendlichen gehen. Ihre "Stars" aus dem Netz seien dort vor Ort, weiß der Lehrer. Seit Monaten beobachtet er den Hype um die Gruppierung.

Seine Sorge ist inzwischen auch bei der Politik angekommen. Zuletzt konnte eine Demo Ende April nicht verboten werden, schließlich ist das Versammlungsrecht ein hohes Gut in einer Demokratie. Das könnte nun anders aussehen. Für den kommenden Samstag hat das Netzwerk eine erneute Demonstration angemeldet.

Politik will gegen Hetze vorgehen

"Die verstörenden Bilder von Kalifat-Verherrlichung und 'Allahu Akbar'-Rufen am Hamburger Steindamm dürfen sich nicht wiederholen. Das ist keine friedliche Versammlung, sondern eine Macht-Demonstration von radikalen Islamisten", sagt Dennis Thering, Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion. Eine Beurteilung, die Hamburgs Innensenator Andi Grote (SPD) sicherlich teilt. "Wir sind uns einig, dass es mehr denn je ein hartes und entschlossenes Vorgehen gegen islamische Extremisten und antisemitische Hetze und Propaganda in Deutschland geben muss", sagte er jüngst der "Mopo".

Nach den Vorkommnissen bei der vergangenen Demo könnte es diesmal zu einem Verbot der Versammlung kommen. Der Verfassungsschutz hat "Muslim Interaktiv" als extremistisch eingestuft. Am vergangenen Wochenende gab es eine Gegendemo zu "Muslim Interaktiv".

Verwendete Quellen
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