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Nach Missbrauchsgutachten: Erzbischof Heße will auf Amt verzichten

Nach Kölner Gutachten  

Hamburger Erzbischof Heße bietet Papst Rücktritt an

18.03.2021, 17:43 Uhr | AFP, dpa

Nach Missbrauchsgutachten: Erzbischof Heße will auf Amt verzichten. Stefan Heße, Erzbischof von Hamburg (Archivbild): Er will offenbar auf sein Amt verzichten. (Quelle: imago images/Ortmann)

Stefan Heße, Erzbischof von Hamburg (Archivbild): Er will offenbar auf sein Amt verzichten. (Quelle: Ortmann/imago images)

Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße will offenbar auf sein Amt verzichten. In einer Erklärung an den Papst hatte er diesen Schritt angeboten, nachdem er im Kölner Missbrauchsgutachten stark belastet worden war.

Der Erzbischof von Hamburg, Stefan Heße hat dem Papst wegen Pflichtverletzungen bei der Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen seinen Amtsverzicht angeboten. "Um Schaden vom Amt des Erzbischofs sowie vom Erzbistum Hamburg abzuwenden, biete ich Papst Franziskus meinen Amtsverzicht an und bitte ihn um die sofortige Entbindung von meinen Aufgaben", sagte Heße am Donnerstag in einer persönlichen Erklärung.

"Ich habe mich nie an Vertuschung beteiligt – ich bin dennoch bereit, meinen Teil der Verantwortung für das Versagen des Systems zu tragen", sagte Heße in einem Statement. Dies sei seine Reaktion auf die durch die externe Begutachtung festgestellten Pflichtverletzungen. Er habe immer "nach bestem Wissen und Gewissen" gehandelt, betonte er.

Heße bedauert "neuerliches Leid"

Heße sagte weiter, er bedaure es, wenn er Missbrauchsbetroffenen und deren Angehörigen "neuerliches Leid" zugefügt haben sollte. Das Ergebnis der externen Untersuchungen sei auch für ihn "wie ein Spiegel" seines damaligen Handelns.

Der Strafrechtler Björn Gercke hatte dem früheren Personalchef im Erzbistum Köln Pflichtverletzungen vorgeworfen. "Das Kölner Gutachten wird dem Hamburger Erzbischof auf die Füße fallen", hieß es von dem Strafrechtler Gercke bei der Pressekonferenz am Morgen. Heße werden insgesamt elf Pflichtverletzungen zur Last gelegt. Diese stehen im Zusammenhang mit der Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen im Erzbistum Köln. Davon seien sieben Pflichtverletzungen nicht ordnungsgemäß bearbeitete Missbrauchsfälle gewesen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen AFP, dpa

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