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Ihme-Zentrum Hannover: Stadt beendet Zusammenarbeit mit Lars Windhorst


Konsequenzen für Lars Windhorst
Stadt Hannover verlässt marodes Ihme-Zentrum

Von t-online, pas

Aktualisiert am 23.03.2023Lesedauer: 2 Min.
Das Ihmezentrum in Hannovers Stadtteil Linden-Nord (Archivbild): Nach langem Hin und Her hat die Stadt Hannover entschieden, endgültig aus der Bauruine auszusteigen.Vergrößern des BildesDas Ihmezentrum in Hannovers Stadtteil Linden-Nord (Archivbild): Nach langem Hin und Her hat die Stadt Hannover entschieden, endgültig aus der Bauruine auszusteigen. (Quelle: Andre Germar/imago-images-bilder)
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Lars Windhorsts Versprechen zur Sanierung des Betonkolosses in Hannover blieben unerfüllt: Nun ziehen die Landeshauptstadt und Energieversorger Enercity die Reißleine.

Die Stadt Hannover hat genug von Lars Windhorst: Wie ein Sprecher der am Donnerstag erklärt, hat die Landeshauptstadt von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht und wird nicht mehr in das marode Ihme-Zentrum zurückkehren. Der Grund für die Entscheidung der Stadt ist das fehlende Vertrauen in Großeigentümer Windhorst. Die Stadtspitze hat dem Unternehmen Projekt Ihme-Zentrum (PIZ) bereits die Kündigung zugeschickt.

Die Stadtverwaltung und Enercity ziehen bereits aus dem Gebäude aus und auch Energieversorger Enercity wird bald seinen Büroturm räumen, berichtet die Zeitung weiter. Seit Januar soll es demnach "intensive Gespräche" zwischen Stadt und Windhorst gegeben haben. Eine Einigung blieb jedoch aus. Windhorst hatte in der Vergangenheit öffentlich zugesagt, dass das Ihme-Zentrum im Juni 2023 fertig modernisiert sein werde – doch bis heute ist der Betonkoloss eine Sanierungsruine. Taubendreck und bröckelnder Beton prägen das Gebäude. Eigentlich wollte die Stadt über 20 Jahre wieder 20.000 Quadratmeter für 2,5 Millionen Euro anmieten.

Lars Windhorst: Rückstände in Millionenhöhe

"Leider müssen wir feststellen, dass es den notwendigen Baufortschritt im Ihme-Zentrum nicht gibt", sagt Oberbürgermeister Belit Onay. "Lars Windhorst hat kaum eine seiner Zusagen eingehalten: Entsprechend ziehen wir nun die Konsequenzen und kündigen den Mietvertrag." Demnach vermute er, dass er bereits zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung gewusst habe, dass die Zusagen nicht eingehalten werden würden. Die Stadt hatte die Fortsetzung der Mietverhältnisse an Bedingungen geknüpft, die Windhorst bislang nicht erfüllt hat.

Die Sanierungskosten des Ihme-Zentrums wurden bisher auf 200 Millionen Euro geschätzt. Inzwischen hat die PIZ angeblich Rückstände von rund 10 Millionen Euro auf Nebenkosten und Renovierungsbeträge. Bei einer Eigentümerversammlung am Donnerstag wird ein Antrag zur Abstimmung gestellt, dass die Eigentümergemeinschaft das Zwangsversteigerungsverfahren über die Windhorst-Immobilienteile starten soll.

Erst im November vergangenen Jahres hatte Windhorst seine Anteile am kriselnden Bundesligisten Hertha BSC Berlin abgestoßen. Windhorst war mit seinem Unternehmen Tennor 2019 bei dem Berliner Klub eingestiegen und hatte im Laufe der Zeit 67 Prozent der ausgegliederten Profiabteilung für 374 Millionen Euro erworben. Nach zahlreichen Streitereien hatte er Anfang Oktober erklärt, sein Investment bei Hertha zu beenden und seine Anteile zu verkaufen.

Verwendete Quellen
  • hannover-stadt.de: Pressemitteilung vom 23. März 2023
  • Telefonische Anfrage an die Pressestelle der Stadt Hannover
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