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Hannover: Stadt will bessere Angebote für Obdachlose schaffen

Umfrage in Hannover  

Stadt will bessere Angebote für Obdachlose schaffen

22.06.2021, 06:58 Uhr | dpa

Hannover: Stadt will bessere Angebote für Obdachlose schaffen. Die Habseligkeiten eines Obdachlosen liegen auf einem Bürgersteig in der Innenstadt (Symbolbild): Viele Obdachlose meiden die Sammelunterkünfte. (Quelle: dpa/Hauke-Christian Dittrich)

Die Habseligkeiten eines Obdachlosen liegen auf einem Bürgersteig in der Innenstadt (Symbolbild): Viele Obdachlose meiden die Sammelunterkünfte. (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

Um bessere Angebote für wohnungslose Menschen organisieren zu können, wurde in Hannover eine Umfrage durchgeführt. Mehr als 300 Wohnungslose nahmen daran teil und stellten ihre Probleme bei der Wohnungssuche dar.

Viele obdachlose Menschen in Hannover wünschen sich einer Umfrage zufolge mehr Unterstützung bei der Wohnungssuche. Gründe, warum sie auf der Straße oder in Notunterkünften leben, sind demnach hohe Mietpreise, die eigene Verschuldung sowie die Ablehnung von Vermietern. An der Befragung der niedersächsischen Landeshauptstadt nahmen 331 Wohnungslose teil, überwiegend alleinstehende Männer im Alter von 35 bis 54 Jahren.

Die Umfrage ermögliche, an den Bedürfnissen der Menschen orientierte Angebote zu entwickeln, sagte Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay am Montag. Jüngere Projekte wie die befristete Unterbringung in Wohngemeinschaften gehen nach Einschätzung des Grünen-Politikers in die richtige Richtung.

Fehlende Privatsphäre und Gewalt in den Sammelunterkünften

Gut ein Viertel der Befragten schläft nachts in einer Notunterkunft, ein weiteres Viertel irgendwo draußen und 15 Prozent bei Freunden oder Bekannten. Aktuell helfen würde der überwiegenden Mehrheit (73 Prozent) eine eigene Wohnung, gefolgt von sozialer Arbeit (51 Prozent), medizinischer Versorgung (44 Prozent) und einer Unterbringung in einem Einzelzimmer (42 Prozent). Darüber hinaus wurden auch 1.030 Menschen mit festem Wohnsitz zu dem Thema befragt, etwa ob sie sich in der Wohnungslosenhilfe engagieren würden.

In Hannover unterstützen mehrere Stiftungen Projekte, die Obdachlose von der Straße holen sollen. Darunter war in den Wintermonaten auch die befristete Unterbringung in Hotels. Schon vor der Corona-Pandemie hatten viele Wohnungslose Sammelunterkünfte wegen fehlender Privatsphäre und Gewalt gemieden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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