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Häuslebauer haben nach Corona-Vorsicht mehr Kreditnachfrage

Hannover  

Häuslebauer haben nach Corona-Vorsicht mehr Kreditnachfrage

23.07.2021, 13:54 Uhr | dpa

Viele Häuslebauer und Wohnungskäufer im Nordwesten haben nach dem Pandemie-Beginn 2020 inzwischen wieder mehr Zuversicht geschöpft und Bausparkredite abgeschlossen. Die LBS Nord verzeichnete in der ersten Hälfte dieses Jahres einen Anstieg des Neugeschäfts um 6,6 Prozent. Die von Januar bis Juni hinzugekommene Bausparsumme von rund 1,53 Milliarden Euro sei deutlich höher als im Vorjahreszeitraum, berichtete die Bank am Freitag in Hannover.

Dabei könnte die Erwartung steigender Hypothekenzinsen ein Grund sein, weshalb die Darlehensnachfrage bei Bauherren in spe anzog, hieß es. Das Bauspar-Kreditvolumen der LBS Nord legte um 3 Prozent zu.

Verbraucher waren beim allgemeinen Konsum im vorigen Jahr wegen der Corona-Unsicherheit vorsichtig gewesen, die Sparquote in Deutschland schoss dagegen nach oben. "Gerade in Krisenzeiten hat ein gesichertes eigenes Zuhause für die Menschen noch stärker an Bedeutung gewonnen", schätzt LBS-Nord-Vorstandschef Jan Putfarken. Auch in der Vermittlung bestehender Häuser, Wohnungen und Grundstücke verbesserte sich das Geschäft im ersten Halbjahr: Die Zahl der Objekte bei der LBS Nord, LBS West und den Sparkassen-Vertriebspartnern wuchs um mehr als 15 Prozent, der Kaufwert stieg um 40 Prozent auf 482 Millionen Euro.

Eine Rolle habe hierbei auch die Aufhebung von Kontaktbeschränkungen gespielt, so Putfarken. Das "direkte Gespräch" bleibe neben allen Online-Angeboten wichtig - ebenso wie die Subventionierung durch eine verbesserte Wohnungsbauprämie seit Anfang des laufenden Jahres.

Wohneigentum war in Niedersachsen unabhängig vom Bauspargeschäft auch 2020 teurer geworden. Die Eigenheim-Preise im Land wuchsen nach Angaben der LBS Nord vom Februar seit 2017 um gut zehn Prozent pro Jahr. Vor allem in Hannover und weiteren Ballungsräumen wird es zusehends schwieriger, relativ günstigen Wohnraum zum Kauf oder zur Miete zu finden. Die Baukonjunktur war vergleichsweise stabil.

Es gibt auch Kritik an der Erschließung weiterer Baugebiete. So forderte der Ex-Co-Chef der Linken, Bernd Riexinger, zu Beginn des Jahres: "Man muss den Flächenverbrauch reduzieren, aus sozialen Gründen und aus Gründen des Klimaschutzes." Das Thema Versiegelung erhält durch die Hochwasser-Katastrophe derzeit neue Brisanz.

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