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Karlsruhe: Mundschutzmasken ausverkauft – Nutzen umstritten

Wegen Coronavirus  

Mundschutzmasken in Karlsruhe ausverkauft – Nuzen umstritten

30.01.2020, 12:06 Uhr | t-online

Karlsruhe: Mundschutzmasken ausverkauft – Nutzen umstritten. Eine Frau trägt Mundschutz: In Karlsruhe sollen die Masken knapp werden. (Quelle: imago images/Symbolbild/Rolf Kremming)

Eine Frau trägt Mundschutz: In Karlsruhe sollen die Masken knapp werden. (Quelle: Symbolbild/Rolf Kremming/imago images)

In Karlsruhe haben viele Menschen offenbar Angst vor dem Coronavirus – und wollen vorbeugen. Fiebermesser und Mundschutzmasken sollen ausverkauft sein. Dabei ist ihr Nutzen zweifelhaft.

Eine Umfrage des SWR hat ergeben, dass in Karlsruhe die Mundschutz-Masken und Fieberthermometer knapp werden. Das berichtet der Sender am Donnerstag. Demnach sollen vor allem chinesische Studenten die Masken und Thermometer kaufen. Offenbar wollen sie sich so vor dem Coronavirus schützen. Dabei geht es nicht nur um sie selbst: Der SWR schriebt, dass die Chinesen die Masken auch in ihr Heimatland zu ihren Familien schicken würden.

Auch an Hochschulen in Karlsruhe sollen viele Menschen Masken tragen, so der SWR. Bei Herstellern soll es Engpässe geben. 

Maske bietet keinen Schutz vor Infektion

China hat mehr als 110 Millionen Einwohner angewiesen, einen Mundschutz zu tragen. Dabei ist die Schutzfunktion der Masken fragwürdig. Laut Hygienexperten ist es nicht bewiesen, dass die Maske vor einer Infektion schützen kann. Über die Wirksamkeit während einer Pandemie liegen keine ausreichenden Daten vor, heißt es.

Auch die Virologin Prof. Dr. Melanie Brinkmann hält das Tragen von Mundschutz derzeit für nicht notwendig. Das würde nur Panik in der Bevölkerung erzeugen. "Weiterhin ist unklar, wie das neue Virus übertragen wird – durch eine Tröpfcheninfektion oder vielleicht auch über eine Schmierinfektion", sagt Brinkmann, die sich an der Technischen Universität Braunschweig der Infektionsforschung widmet.

Wann eine Maske sinnvoll ist

Die Gesichtsschutzmaske sei sinnvoll, wenn ein Patient sich schon mit dem Erreger infiziert habe oder zumindest der Verdacht bestehe. Dann könne ein Mundschutz helfen, das Übertragungsrisiko an weitere Menschen zu mindern, so die Virologin.

Bislang haben sich in Deutschland vier Menschen mit dem Virus angesteckt. Sie befinden sich in einer Klinik in München und sind nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums in klinisch gutem Zustand. 

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