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Stadt erwÀgt Alkoholverbot und Sperrstunde

Von Sven Raschke

Aktualisiert am 07.06.2021Lesedauer: 4 Min.
(Quelle: Johanna BrĂŒggemann/leer)
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Seit das Sommerwetter da ist, tĂŒrmt sich im Schrevenpark der MĂŒll schlimmer denn je. Anwohner sind dem LĂ€rm Tausender Feiernder ausgesetzt. Die Stadt erwĂ€gt eine Sperrstunde sowie Alkoholverbot.

Mit dem guten Wetter strömen die Menschen wieder in den Schrevenpark. Und mit ihnen kommen die Probleme zurĂŒck in Kiels wohl beliebteste GrĂŒnanlage – nur dieses Jahr offenbar massiver als bishre. An den vergangenen beiden Wochenenden musste die Polizei immer wieder wegen des LĂ€rms von hunderten Feiernden einschreiten.

Und an den Morgen darauf waren die sonst grĂŒnen Wiesen bunt vor MĂŒll. "Ich habe Bilder vom Wochenende gesehen, die sind schon katastrophal", sagt Christian Zierau, Ordnungsdezernent der Stadt. Er sieht die Ursache – einmal mehr – in der Pandemie.

Auch Gewalt gegen Beamte

Am extremsten war die Situation am letzten Maiwochenende. An dem Samstag versammelten sich aus Anlass des Holstein-Kiel-Entscheidungsspiels nach Angaben der Stadt etwa 3.000 Menschen im Schrevenpark. Aber auch an den anderen bisherigen Wochenendtagen musste die Polizei einschreiten, weil Hunderte Feiernde nicht auf die Aufforderungen der OrdnungskrĂ€fte im Park hören und nach Hause gehen wollten – zuletzt waren es bis spĂ€t in die Nacht vom vergangenen Samstag auf Sonntag 800 Menschen.

Bei der Stadt gingen wegen des LĂ€rms laut Zierau "eine Vielzahl von Beschwerden" der Anwohner ein. "Wir haben in diesem Park schon immer viele junge Menschen, die sich treffen. Jetzt kommt aber dazu, dass die Clubs noch nicht geöffnet haben. Da kommt es dann im Park zu entsprechenden Treffen", so Zierau. Einerseits versehe er die jungen Leute, "die sich freuen, dass die Pandemie auf dem RĂŒckzug ist." Auf der anderen Seite mĂŒssten aber auch Regeln eingehalten werden. "Da sind schließlich auch Tiere, die belĂ€stigt werden."

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Eigentlich patrouillieren im Schrevenpark regelmĂ€ĂŸig OrdnungskrĂ€fte, die fĂŒr die Einhaltung der Regeln sorgen sollen. "Das traf an den Wochenenden leider auf wenig VerstĂ€ndnis", so Zierau. "Dass eine öffentliche AutoritĂ€t sagt: Jetzt ist hier Schluss – das wird leider nicht befolgt." Das bekamen am vergangenen Freitag auch die einschreitenden Polizisten zu spĂŒren. Vier Beamte wurden verletzt, ein Mann wurde festgenommen, so die Angaben der Stadt.

Kieler empören sich ĂŒber den MĂŒll

In den sozialen Medien reagieren die Kieler vor allem empört auf die MĂŒllberge. "War echt schockiert und ohne Worte", schreibt eine Nutzerin im Nachbarschafsforum nebenan.de . "Ekelhaft", "Unfassbar" und "Das macht mich so wĂŒtend" liest man auf Instagram. Von "unfassbar asozialem Verhalten" spricht ein Nutzer. Ein anderer schreibt: "Da steht sogar noch ein Grill... Na klar, beim nĂ€chsten Mal wird eben ein neuer gekauft... zum Kotzen diese Menschen."

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Ein Elternteil schreibt: "Waren gestern zur Nachmittagszeit dort, mit unseren beiden Kleinkindern. Die beiden spielten stĂ€ndig mit aufgesammeltem MĂŒll und zur Krönung mit alten Grillkohlen, die sie unter einem Baum fernab der großen Wiese gefunden hatten. Richtig blöd und schade. GefĂŒhlt wird es auch schlimmer." Den Eindruck hat auch ein weiterer Nutzer: "Dass MĂŒll liegen gelassen wird, kennen wir wohl leider alle, aber in dem Ausmaß??? Und dann auch noch zu allem Überfluss, wo GĂ€nse grasen und sich dabei schwer verletzen können??? Ich finde keine Worte dazu. Was ist mit dieser Menschheit los? Was muss ich fĂŒr ein Mensch sein, dass ich zu so etwas fĂ€hig bin? Die Natur ist verdammt nochmal kein MĂŒlleimer!!!“

VorschlÀge zur Verbesserung

Die Kieler Aktivistin Johanna BrĂŒggemann hatte ĂŒber Instagram dazu aufgerufen, VorschlĂ€ge zu machen, wie die Situation verbessert werden könnte. Die Antworten lauten etwa: VerstĂ€rkte Kontrollen, (höhere) Strafen, Alkohol- und/oder Grillverbot, eine Sperrstunde oder das Sperren von Wiesen. Außerdem das Aufstellen von mehr MĂŒlltonnen, die Ausgabe von MĂŒllsĂ€cken, MĂŒllpfand und die AufklĂ€rung und Sensibilisierung der Besucher.

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Manche der VorschlĂ€ge sind besonders kreativ. Etwa eine Art "MĂŒll-Voting": "Zwei Container aufstellen und jedes Wochenende kann man mit dem MĂŒll ĂŒber etwas abstimmen; der vollere Container gewinnt." Ein anderer Nutzer schlĂ€gt vor, den MĂŒll nicht wegzurĂ€umen, sondern zu einem weithin sichtbaren Mahnmal aufzutĂŒrmen.

Stadt erwÀgt Alkoholverbot und Sperrstunde

VorschlĂ€ge seien immer willkommen, sagt dazu Ordnungsdezernent Zierau. Über einige davon werde bei der Stadt bereits nachgedacht. Als Reaktion auf die Ausnahmesituation am letzten Maiwochenende wurde die Zahl der OrdnungskrĂ€fte im Schrevenpark bereits von vier auf acht verdoppelt.

Ein mögliches Alkoholverbot werde gerade geprĂŒft. "Vorm Stadion hat es damit am Samstag Ende Mai ja gut funktioniert", so Zierau. Auch eine Sperrstunde sei nicht ausgeschlossen. "22 Uhr wĂ€re eine möglich Zeit. Das muss letztendlich aber auch durchsetzbar sein." Mehr MĂŒlltonnen könnten laut Zierau allerdings auch den Effekt haben, dass noch mehr Menschen in den Park kommen.

Daneben wolle man "gezielt Gruppen sensibilisieren", etwa ĂŒber die sozialen Medien, vielleicht mit Bildern, die den vermĂŒllten Schrevenpark am Morgen danach zeigen. "Strafen sind das letzte Mittel", so Zierau. "Wir setzen eher auf VerstĂ€ndnis. Das Wesentliche ist fĂŒr uns das Thema LĂ€rm und das Nicht-Respektieren von Gewalt gegen Beamte."

Kommt Freiheit, kommt Ruhe?

So wenig der Ordnungsdezernent den aktuellen Zustand begrĂŒĂŸt – er vertraut darauf, dass der nicht von Dauer ist. "Ich glaube dass wir gerade eine temporĂ€re besondere Situation haben", sagt Zirau. Mit fortschreitender Normalisierung der allgemeinen Situation und dem weiteren RĂŒckzug der Pandemie werde sich auch die Lage im Schrevenpark entschĂ€rfen.

In einigen Wochen, so glaubt Zierau, werde alles wieder normaler werden. Normal, das heißt dann wohl: Nicht ganz so viel MĂŒll und etwas weniger nĂ€chtlicher LĂ€rm im Schrevenpark.

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