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Energiekrise: Kölner Traditionsbäckerei gibt auf – und zeigt dramatische Zahlen


Betrieb schließt: Kölner Traditionsbäckerei legt Kostenexplosion offen

Von t-online, pb

Aktualisiert am 04.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Bäcker Engelbert Schlechtrimen: Der Familienbetrieb muss schließen.Vergrößern des BildesBäcker Engelbert Schlechtrimen: Der Familienbetrieb muss schließen. (Quelle: Bäckerei Schlechtriemen/Facebook)
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Seit Monaten plagt eine Reihe von Krisen die Bäckerei Schlechtrimen. Nun die Energiekrise: Der Kölner Bäcker erklärt die dramatische Kostenexplosion.

Die Energiekrise macht auch vor der Kölner Traditionsbäckerei Schlechtrimen aus Kalk nicht halt. Der Betrieb auf der rechten Rheinseite muss nach 90 Jahren die Arbeit einstellen, 40 Beschäftigte stehen vor dem Aus. Ein Grund für die Betriebsschließung seien auch die in der Energiekrise stark gestiegenen Preise, teilte Bäcker Engelbert Schlechtrimen auf Facebook mit.

In den jüngsten Jahren sei es schwer gewesen, den Betrieb der Traditionsbäckerei aufrechtzuerhalten: "Fehlendes Personal, Schließungen wegen der Corona-Pandemie, extreme Erhöhungen der Rohstoffkosten, jetzt die Explosion der Energiekosten und die weitere Kostensteigerung beim Personal" – all das, so Schlechtrimen in einer am Donnerstag veröffentlichter Stellungnahme, habe seine Bäckerei schwer gebeutelt.

Energiekrise zwingt Bäckerei zum Aufgeben

Zudem habe es in den vergangenen Monaten "eine nie gekannte Kaufzurückhaltung" gegeben – Gründe für das Fernbleiben der Kunden seien wohl der Ukrainekrieg, aber auch die Sommerhitze und viele sich im Urlaub befindenden Kunden gewesen. Schlechtrimen: "Die Vehemenz dieser Krisen, die uns gleichzeitig erreichen, haben für meine Generation ungekannte Ausmaße."

Der Bäcker, der die Schlechtrimen-Bäckerei 30 Jahre selbst geführt hat, rechnet vor: Seit Anfang des Jahres seien die Kosten für die in der Bäckerei verwendeten Rohstoffe allein um 45 Prozent gestiegen, bei den Personalkosten gab es einen Zuwachs von rund 14 Prozent, so der Bäcker. Eine Rolle spielt dabei wohl auch die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro, die zum 1. Oktober kommt.

Besonders deutlich: die stark gestiegenen Energiepreise von Strom und Gas. Bei Schlechtrimen hätten sich die Energiekosten allein um 70 Prozent in den zurückliegenden Monaten erhöht, fürs nächste Jahr habe er zusätzlich mit einer "Vervierfachung der Kosten" rechnen müssen.

Bei stagnierenden Umsätzen könne man die stark gestiegenen Kosten nicht auf den Bäckereikunden umwälzen – und bei den traditionellen Backmethoden wollte Schlechtrimen auch nicht sparen. Zum 2. Oktober wird die Bäckerei aus Kalk nun schließen.

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