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"Wolfsgruß" von Merih Demiral: Lale Akgün bestürzt über Geste bei EM-Spiel


Kölner Politikerin bestürzt
"Wolfsgruß" bei EM-Spiel: "Die Wirkung ist furchtbar"

Von t-online, fe

Aktualisiert am 06.07.2024Lesedauer: 2 Min.
Merih Demiral: Der Innenverteidiger zeigte den Wolfsgruß gegen Österreich.Vergrößern des BildesMerih Demiral: Hier zeigt er den "Wolfsgruß" bei der Partie gegen Österreich. (Quelle: IMAGO/Fabio Ferrari/LaPresse)
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Der türkische Nationalspieler Merih Demiral hat beim EM-Spiel gegen Österreich eine Geste der rechtsextremistischen "Grauen Wölfe" gezeigt. Auch die Kölner Politikerin Lale Akgün ist darüber bestürzt.

Beim 2:0-Sieg im Achtelfinale gegen Österreich hat der türkische Nationalspieler Merih Demiral den "Wolfsgruß" gezeigt – eine symbolische Geste der "Grauen Wölfe", einer rechtsextremistischen Bewegung aus der Türkei. Das Zeigen der Geste löste eine Welle der Bestürzung aus, die UEFA hat Untersuchungen eingeleitet. Auch die Kölner Politikerin Lale Akgün (SPD) zeigt sich über den Vorfall bestürzt: "Das geht gar nicht und ist eigentlich unverzeihlich", sagt Akgün im Gespräch im t-online.

Erst im Mai moderierte Akgün einen Vortrag und eine Podiumsdiskussion zu den "Grauen Wölfen" im Kölner EL-DE-Haus. "Es handelt sich um eine faschistische Bewegung", stellt Akgün fest. Den "Wolfsgruß" könne man mit Erkennungszeichen anderer faschistischer Ideologien vergleichen. Was Demiral getan habe – vorgeblich um seine Freude und seinen Stolz ausdrücken, Türke zu sein – sei daher "unentschuldbar".

Lale Akgün: "Ich finde es traurig"

Prekär sei das Zeigen des Grußes auf dem Spielfeld besonders, weil Fußballer Idole seien - die Wirkung sei daher "fürchterlich", so Akgün. "Die meisten türkischen Menschen in Deutschland stimmen mit der Bewegung nicht überein. Für Leute, die Probleme mit der Integration haben, können solche Vorbilder jedoch fatal sein." Anfällig für rechtsextreme Ideologien wie die der "Grauen Wölfe" seien vor allem Jugendliche, die auf der Suche nach einer Identität sind und daher verführbar seien. "Fußballer müssen nicht nur gut spielen, sondern auch der Aufmerksamkeit gerecht werden - indem sie sich vorbildlich benehmen", so Akgün weiter.

Vorfälle wie beim EM-Achtelfinale in Leipzig würden auch zeigen, dass der Fußball die Menschen nicht immer eint – sondern auch nationale Gefühle und Identitäten triggert. "Ich finde es traurig, dass so etwas passiert", sagt die Politikerin. "Nationalisten werden derzeit überall stärker und die Gemeinsamkeiten werden übersehen, da ist so etwas ein schlechtes Zeichen."

Verwendete Quellen
  • Gespräch mit Lale Akgün
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