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1. FC Köln: Frankfurt an Wehrle dran? Reiner Calmund spricht Klartext

1. FC Köln  

Calmund fordert Freibrief für Heldt und Wehrle

Von Marc L. Merten

22.03.2021, 15:16 Uhr
1. FC Köln: Frankfurt an Wehrle dran? Reiner Calmund spricht Klartext. Alexander Wehrle und Horst Heldt (Archivbild): Reiner Calmund fordert einen Freibrief für die beiden. (Quelle: imago images/Herbert Bucco)

Alexander Wehrle und Horst Heldt (Archivbild): Reiner Calmund fordert einen Freibrief für die beiden. (Quelle: Herbert Bucco/imago images)

Der 1. FC Köln soll unbedingt an seinen beiden Geschäftsführern Horst Heldt und Alexander Wehrle festhalten. Das hat Reiner Calmund in einer Talkshow gefordert. Was steckt dahinter?

Was passiert in der Führungsetage des 1. FC Köln nach dieser Saison? Viel hängt vom sportlichen Abschneiden der Geißböcke in der Bundesliga ab. Klar ist: Die gesamte FC-Führungsetage hat sich nun zunächst hinter Markus Gisdol versammelt. Was im Falle des Abstiegs passiert, ist daher unklar. Ein Bundesliga-Urgestein fordert jedoch, dass der FC-Vorstand den beiden Geschäftsführern Horst Heldt und Alexander Wehrle einen Freibrief ausstellt.

Reiner Calmund hat zwar gewaltig abgenommen, seine verbale Schlagkraft hat der 72-Jährige allerdings nicht eingebüßt. Hinter den Kulissen wirkt er seit Jahren auch im Umkreis des 1. FC Köln, und trotz seiner langjährigen Vergangenheit in Leverkusen wünscht sich der gebürtige Brühler einen FC in der Bundesliga.

Dafür, so sagte er nun im Köln-Talk "Loss mer schwade", müsse der 1. FC Köln zwingend an seinen beiden Geschäftsführern festhalten. Horst Heldt als Sportchef und Alexander Wehrle als Finanzchef ziehen bei den Geißböcken die Fäden, sind aber in den vergangenen Monaten in die Kritik geraten. Heldt wegen einer verfehlten Transferpolitik und dem Festhalten an FC-Trainer Gisdol, Wehrle wegen überteuerter Vertragsabschlüsse und unglücklichem Personalmanagement.

Reiner Calmund bei einer Fernsehshow (Archivbild): Der ehemalige Fußballfunktionär spricht Klartext.  (Quelle: imago images/Jan Huebner)Reiner Calmund bei einer Fernsehshow (Archivbild): Der ehemalige Fußballfunktionär spricht Klartext. (Quelle: Jan Huebner/imago images)

Für Calmund kein Grund, das Duo in Frage zu stellen. Im Gegenteil: "Auf den Geschäftsführerpositionen ist der FC so gut besetzt, das hat wirklich nichts mit den Abstiegsplätzen zu tun", sagte Calmund am Sonntag und forderte: "Der FC muss jetzt mal klarstellen, dass Alexander Wehrle und Horst Heldt, egal was passiert, im nächsten Jahr dem FC zur Verfügung stehen."

Ein umstrittenes Duo

Im Fall eines Abstiegs würden beide Geschäftsführer vor dem Aus stehen. Doch zumindest in Heldts Fall würde sich aufgrund des sportlichen Misserfolgs auch im Falle des Klassenerhalts die Frage einer weiteren Zusammenarbeit stellen. Für Calmund ein Unding, zumal Heldt und Wehrle auf dem Markt begehrt sind. "Horst Heldt wird im Bundesliga-Markt gehandelt. Ich weiß auch nicht, ob Horst Heldt hier so glücklich ist. Das hat nichts mit den Fans und der Stadt zutun, sondern eher mit der Struktur des Vereins", sagte Calmund und zielte damit wohl auch auf das angespannte Verhältnis des Sportchefs zum Vereinsvorstand ab. Heldt wurde zuletzt bei Schalke 04 als neuer Sportvorstand gehandelt.

Bei Wehrle bestätigte Calmund die seit längerer Zeit kursierenden Gerüchte, der Schwabe sei bei seinem Ex-Klub VfB Stuttgart ebenso im Gespräch wie bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) als Nachfolger des scheidenden Christian Seifert. "Alex Wehrle ist ein anerkannter Mann", sagte Calmund. Es gibt die Diskussion, ob Alex zur DFL oder nach Stuttgart geht. Erwin Staudt beim VfB ist ein absoluter Fan von Wehrle. Auch Frankfurt will ihn", sagte Calmund.

Wehrle und Heldt – ihre Zukunft wird sich auch mit dem sportlichen Erfolg oder Misserfolg des FC in dieser Bundesliga-Saison entscheiden. Das Duo ist umstritten. Trotzdem gelten sie am Geißbockheim als die aktuell starken Figuren, bei denen alle Fäden zusammenlaufen. Wie lange noch, ist ungewiss. Ginge es nach Calmund, noch viele Jahre.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherchen des GEISSBLOG

Marc L. Merten gründete 2015 den GEISSBLOG.KOELN. Die unabhängige Onlinezeitung informiert die Fans des 1. FC Köln über alles rund um die Geißböcke. Merten studierte Journalismus in Fribourg und arbeitete anschließend als Sportredakteur für t-online.de. Später berichtete er für die Abendzeitung München über den TSV 1860, ehe er für den GEISSBLOG in seine Heimatstadt Köln zurückkehrte.

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