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Köln: Kritik an hohen Sanierungskosten der Kölner Oper

Teure Projekte  

Steuerzahlerbund kritisiert Verschwendung in Köln

29.10.2020, 15:15 Uhr | tme, t-online

Köln: Kritik an hohen Sanierungskosten der Kölner Oper. Blick auf die Kölner Oper am Offenbachplatz (Archivbild): Die Sanierung des Gebäudes wird für den Steuerzahler immer teurer. (Quelle: imago images/Schöning)

Blick auf die Kölner Oper am Offenbachplatz (Archivbild): Die Sanierung des Gebäudes wird für den Steuerzahler immer teurer. (Quelle: Schöning/imago images)

Die Sanierung der Kölner Oper und die Entstehung eines neuen jüdischen Museums: Der Steuerzahlerbund kritisiert in seinem neuen "Schwarzbuch" Verschwendung in Köln.

In seinem neuen "Schwarzbuch" hat der Bund der Steuerzahler auch einige Projekte in Köln genannt, bei denen öffentliche Gelder seiner Meinung nach verschwendet werden. So etwa die Kölner Oper. Zunächst sollte die Sanierung des Gebäudes "nur" 253 Millionen Euro kosten. Daraus sind bisher 841 Millionen geworden. Der Bund der Steuerzahler kritisiert das als Verschwendung. Und nicht nur dieses Projekt in der Rheinmetropole ist dem Bund ein Dorn im Auge.

"Die Kölner Sanierung ist ein teures Mahnmal, das bei allen folgenden Bauprojekten in Köln und ganz Deutschland daran erinnert: Erst die Substanz prüfen, dann das gesamte Projekt durchplanen und erst dann mit der Sanierung beginnen. Alles andere wird eine Wundertüte, die für den Steuerzahler teuer wird", heißt es in dem Bericht über die Opernsanierung.

Die Kostenexplosion bedingt auch eine Verschiebung der geplanten Fertigstellung. So soll die Oper nun erst im Jahr 2023 fertig sein. Geplant war ursprünglich der November 2015.

Jüdisches Museum immer teurer

Doch nicht nur dieses Projekt sieht der Steuerzahlerbund kritisch. Vor dem Platz des historischen Rathauses graben Fachleute derzeit nach den Resten eines jüdischen Viertels, das dort einmal gewesen sein soll.

Die Baustelle des Jüdischen Museums MIQUA im archäologischen Quartier aus der zweiten Etage des Wallraf-Richartz-Museums aufgenommen (Archivbild): Die Kosten für das Projekt steigen immer weiter. (Quelle: imago images/Schmidt)Die Baustelle des Jüdischen Museums MIQUA im archäologischen Quartier aus der zweiten Etage des Wallraf-Richartz-Museums aufgenommen (Archivbild): Die Kosten für das Projekt steigen immer weiter. (Quelle: Schmidt/imago images)

Ein Museum sollte die Funde präsentieren. Doch wann es eröffnet und was dort zu sehen sein wird, ist laut Steuerzahlerbund noch unklar. Die Kosten sind von geplanten 48 Millionen Euro auf mittlerweile 95 Millionen angewachsen.

Reederei-Ankauf mit Sorge betrachtet

Ebenfalls in der Kritik steht der Ankauf einer südafrikanischen Binnenschifffahrtsflotte durch ein Tochterunternehmen der Stadt. Die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) hat im Juli für 176 Millionen Euro dieses Deal abgeschlossen. 

"Der Bund der Steuerzahler sieht mit Sorge, dass die Stadt Köln versucht, am ganz großen Rad zu drehen. Durch unterschiedliche Risiken kann dieser Kauf für die mit rund 5 Mrd. Euro verschuldete Stadt noch richtig teuer werden", heißt es dazu. Denn bei Niedrigwasser auf dem Rhein, was durch den Klimawandel immer öfters vorkommt, könnten die Kosten des Ankaufs sich nicht mehr rechnen, denn die Schifffahrt ist dann eingeschränkt.

Verwendete Quellen:

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