• Home
  • Regional
  • K├Âln
  • Kommentar zu Kardinal Woelki: Der K├Âlner Kirchenf├╝rst muss gehen


Meinung
Was ist eine Meinung?

Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung ├╝bernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Der K├Âlner Kirchenf├╝rst muss gehen

Ein Kommentar von Stefan Rahmann

Aktualisiert am 29.01.2021Lesedauer: 3 Min.
Der K├Âlner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki (Archivbild): Mit seinem Verhalten hat er Glaubw├╝rdigkeit verspielt.
Der K├Âlner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki (Archivbild): Mit seinem Verhalten hat er Glaubw├╝rdigkeit verspielt. (Quelle: epd/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen TextEM-Aus f├╝r Weltfu├čballerinSymbolbild f├╝r einen TextWarmwasser abdrehen? Ministerin warntSymbolbild f├╝r einen TextEU-Land f├╝hrt Wehrpflicht wieder einSymbolbild f├╝r einen TextGasstreik in Norwegen: Regierung greift einSymbolbild f├╝r einen TextUS-Bluttat: Siebenfache MordanklageSymbolbild f├╝r einen TextTennis: Das ist Marias Halbfinal-GegnerinSymbolbild f├╝r einen TextBahn: Brandbrief von MitarbeiternSymbolbild f├╝r einen TextNicky Hilton ist Mutter gewordenSymbolbild f├╝r einen TextKatzenberger war mit Fan im BettSymbolbild f├╝r einen TextWilliams' Witwe enth├╝llt DetailsSymbolbild f├╝r einen TextFrau uriniert neben Gleis: Hand gebrochenSymbolbild f├╝r einen Watson TeaserFC Bayern vor n├Ąchstem Transfer-HammerSymbolbild f├╝r einen TextSpielen Sie das Spiel der K├Ânige

Im Erzbistum K├Âln wird an allen Ecken und Enden Kritik an Kardinal Woelki laut ÔÇô auch Priester ├Ąu├čern sich in offenen Briefen ersch├╝ttert ├╝ber den Umgang mit den sexuellen Missbrauchsf├Ąllen.

Im Glauben fest, im Vertrauen auf den Kardinal ersch├╝ttert. Unerh├Ârtes geschieht im Erzbistum K├Âln. Die Kleriker, die ohne Wenn und Aber zum Gehorsam gegen├╝ber dem Erzbischof verpflichtet sind, ├╝ben unverhohlen Kritik an seiner Exzellenz Rainer Maria Kardinal Woelki. Offene Briefe machen die Runde. "Wir haben Vertrauen in unsere Kirchenleitung verloren", kann man da lesen.

Es wird zunehmend einsam um den Kirchenf├╝rsten. Wundern darf ihn das nicht. Wer ein Gutachten zum sexuellen Missbrauch von Priestern in Auftrag gibt, vollmundig gr├Â├čte Transparenz und die namentliche Nennung aller T├Ąter und Vertuscher ank├╝ndigt und schlie├člich das Gutachten unter Verschluss h├Ąlt, hat alle Glaubw├╝rdigkeit verspielt. Bei den Gl├Ąubigen und jetzt auch bei den Priestern.

Pfarrer Johannes Quirl ist seit 26 Jahren Pfarrer an der Basilika St. Severin: Auch er kritisierte den K├Âlner Kardinal Woelki.
Pfarrer Johannes Quirl ist seit 26 Jahren Pfarrer an der Basilika St. Severin: Auch er kritisierte den K├Âlner Kardinal Woelki. (Quelle: Stefan Rahmann)

Wenn jemand wie Johannes Quirl, seit 26 Jahren Pfarrer an der altehrw├╝rdigen Basilika St. Severin in der K├Âlner S├╝dstadt und ├Ąu├čerst beliebt ├╝ber die Kirchengrenzen hinaus, dem Chef mehr oder weniger unverhohlen die Gefolgschaft aufk├╝ndigt, ist jede Menge faul im Staate Erzbistum. Pfarrer Franz Meurer genie├čt wegen seines sozialen Engagements stadtweit Kultstatus. Er sieht Woelki in einer Situation, aus der man nur herauskomme, wenn man sich "rumdreht und in die Gegenrichtung geht". Dazu scheint der nicht bereit.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Oberster Rechtsberater tritt auch ab ÔÇô Johnson k├Ąmpft weiter
Boris Johnson, Premierminister von Gro├čbritannien: Er beteuerte in dem Skandal um ein f├╝hrendes Tory-Mitglied nicht gelogen zu haben.


Ein PR-Desaster nach dem anderen f├╝r Woelki

Noch dazu reiht sich ein PR-Desaster an das andere. An Weihnachten hat der Kardinal in der hohen Domkirche am Ende seiner Predigt um Entschuldigung gebeten. Allerdings nicht f├╝r seinen Umgang mit dem Gutachten, sondern daf├╝r, dass seine Sch├Ąfchen aushalten m├╝ssen, dass ihr Hirte ├Âffentlich kritisiert wird. Bei einer Pressekonferenz wollte Woelki Teile des Gutachtens mit geschw├Ąrzten Abschnitten vorlegen. Von den Pressevertretern verlangte er vorher die Unterzeichnung einer Verschwiegenheitserkl├Ąrung. Die lehnten ab und verlie├čen die Veranstaltung.

Ein Bischof muss moralische Instanz sein. Verspielt er dieses Kapital, riskiert er die Zukunft der Institution. Und die ist unsicherer denn je. Bis Ende M├Ąrz sind in K├Âln alle Termine ausgebucht, wenn man aus der Kirche austreten m├Âchte. Das Amtsgericht hat das Personal aufgestockt, um die Nachfrage nach Austrittsterminen bedienen zu k├Ânnen. In den Gemeinden war die Stimmung nie schlechter.

Reformen werden gefordert, Woelki ist dagegen

Angesichts der sinkenden Priesterzahl will Woelki den "Pastoralen Zukunftsweg" einschlagen. Viele Gemeinden wollen den nicht mitgehen, weil sie zum Beispiel bef├╝rchten, in den geplanten Gro├čpfarreien ihre Identit├Ąt zu verlieren. Bundesweit haben sich zahlreiche Laien auf den "Synodalen Weg" gemacht und fordern Reformen. Einer der entschiedensten Gegner aus dem Episkopat ist Woelki. Auch auf diesem Weg laufen Hirte und Schafe in entgegengesetzte Richtungen.

Zu den zentralen Motiven des katholischen Glaubens geh├Âren die Umkehr, die Reue, die Bu├če und der Neuanfang. Ist der Kardinal dazu willens und f├Ąhig, werden ihm die Katholiken im hillije K├Âlle trotz allem die Hand reichen. Wenn nicht, f├Ąllt Woelki der eigene Satz auf die F├╝├če, mit dem er f├╝r den "Pastoralen Weg" geworben hat: "Denn wer nicht in und mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit!" Der Kardinal wird im August 65. Stand jetzt: Zeit, in Rente zu gehen.

Die in Gastbeitr├Ągen ge├Ąu├čerten Ansichten geben die Meinung der Autoren wieder und entsprechen nicht notwendigerweise denen der t-online-Redaktion.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website