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"Brings" singen gegen das Segnungsverbot von Homosexuellen

Von t-online, lka

Aktualisiert am 04.05.2021Lesedauer: 2 Min.
Stephan und Peter Brings stehen am Kölner Tanzbrunnen (Archivbild): Die Brüder und ihre Kollegen der Kölschrock-Band "Brings" machen sich stark für Gleichbehandlung und mehr menschliches Miteinander in der katholischen Kirche.
Stephan und Peter Brings stehen am Kölner Tanzbrunnen (Archivbild): Die Brüder und ihre Kollegen der Kölschrock-Band "Brings" machen sich stark für Gleichbehandlung und mehr menschliches Miteinander in der katholischen Kirche. (Quelle: Horst Galuschka/imago-images-bilder)
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Der Vatikan lehnt Segnungen von Homosexuellen ab. Dafür gab es Kritik, auch aus Köln. Nun schließen sich die Kölsch-Rocker von "Brings" dem Protest an – mit einem ungewöhnlichen Musikvideo.

Das Segnungsverbot der katholischen Kirche für gleichgeschlechtliche Paare hat eine Welle der Empörung ausgelöst. Auch Kölner Gemeinden schlossen sich an. Nun planen über 75 Gemeinden aus ganz Deutschland unter dem Motto "Liebe gewinnt" einen Segnungsgottesdienst für alle. Unterstützung erhält die Initiative von der Kölner Band "Brings", die mit ihrem gleichnamigen Song "Liebe gewinnt" den Soundtrack dazu liefert.

"Ich bin sicher, der Teufel hat den Schnaps gemacht und der liebe Gott die Liebe. Und er hat alle damit gemeint, die sich lieben", sagt Peter Brings in dem Video. "Wir schicken euch aus Köln einen Gruß, werden euch unterstützen und solidarisch sein. Macht den Mund auf und hängt die bunten Fahnen an die Kirchen."

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Regenbogenfahnen und Woelki im Video

Das Video als sogenannte "Rainbow-Edition" zeigt Elemente aus dem "Brings"-Original von 2017, wurde aber erweitert um zahlreiche Bilder von Menschen, die ihre Liebe zueinander zeigen. Auch Bilder von Regenbogenfahnen an Gotteshäusern sind zu sehen. Einige davon wurden im März in einer Nacht-und-Nebel-Aktion an Kölner Kirchen gehängt, um gegen das Segnungsverbot zu protestieren.

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Sogar der Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat einen "Auftritt" im Video – genau an der Stelle, an der Frontmann Peter Brings singt: "Lass sie alle reden, die Hoffnung macht uns stark."

Im Gespräch mit t-online sagt Peter Brings: "Wir finden, das Segnungsverbot geht gar nicht. Vor Gott sind alle gleich". Der Song der Kölner Band ist deshalb ungewöhnlich, weil er nicht wie sonst üblich auf Kölsch, sondern auf Hochdeutsch veröffentlicht wurde. Er ist "eben nicht der 'typische' Karnevalshit mit Sonnenschein, kölschem Jeföhl und guter Laune", sondern rege zum Nachdenken an, wie Peter Brings in einem Interview mit dem "Express" sagte.

Ursprünglich ist das Lied vor allem als Aufruf zu verstehen, Hass und Lügen im Internet beiseitezuschieben und sich auf das menschliche Miteinander zu fokussieren. "Und wir beten dafür, dass 'n Wunder passiert, und wir endlich kapier'n, dass wir alle gleich sind, und nur die Liebe gewinnt", heißt es im Text. Und weiter: "Wir sind Brüder, wir sind Schwestern, ganz egal wo wir sind, glaub mir, die Liebe gewinnt."

Die Aktion "Liebe gewinnt" ruft Gemeinden auf ihrer Webseite dazu auf, am 10. Mai sogenannte Segnungsgottesdienste zu feiern. Dabei sollen alle, die es wünschen, einen Segen im Rahmen eines Gottesdienstes bekommen können. Das Projekt mit dem Hashtag #liebegewinnt wurde initiiert von Menschen aus zehn Gemeinden in ganz Deutschland, darunter Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten sowie Ehrenamtliche.

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