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Prozess in Köln: Mann vergewaltigte schlafende Partnerin – Sexvideos gefunden


Mann vergewaltigte Partnerin, während sie schlief

Von Johanna Tüntsch

21.06.2021Lesedauer: 2 Min.
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Ein Mann hält sich eine Mappe vors Gesicht: Der Angeklagte wurde von Ingo Lindemann verteidigt.
Ein Mann hält sich eine Mappe vors Gesicht: Der Angeklagte wurde von Ingo Lindemann verteidigt. (Quelle: Johanna Tüntsch)
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Während die Mutter seines Sohnes schlief, hat ein 48-Jähriger sie mehrfach vergewaltigt – und davon Aufzeichnungen gemacht. Nun steht der Mann in Köln vor Gericht.

"Muttis Erotik" hieß der Bildordner, in dem ein 48-Jähriger Aufnahmen von Sex mit der Mutter seines Sohnes gespeichert hatte – allerdings ohne deren Wissen oder Einverständnis. Die Frau war dabei jeweils im Tiefschlaf, teilweise auch stark alkoholisiert. "Er nahm zumindest billigend in Kauf, dass er gegen ihren Willen handelte", so eine Vertreterin der Staatsanwaltschaft. Die Taten gelten daher als Vergewaltigung. Der Mann steht seit Montag vor dem Landgericht Köln.

"Es sind Videoaufnahmen von insgesamt vier Stunden und 40 Minuten, außerdem zahlreiche Lichtbilder", so Oliver Schmakowski, der während der Verhandlung den Vorsitz der 13. Großen Strafkammer hat. Im Gericht wurden die Aufnahmen unter Ausschluss der Öffentlichkeit angesehen. Aus den Schilderungen der Anklage geht hervor, dass sie extrem erniedrigend für die Geschädigte gewesen seien.

Verteidiger: "Furchtbar gehandelt"

"Es ist meinem Mandanten vollkommen klar, dass er innerhalb der Beziehung furchtbar gehandelt hat", so Strafverteidiger Ingo Lindemann. "Die Vorwürfe sind ja bekannt, seitdem die Geschädigte im August 2018 die Dateien gefunden hat. Mein Mandant hat die Taten schon damals direkt eingeräumt." Er lege ein vollumfängliches Geständnis im Sinne der Anklage ab. Detaillierte Angaben zur Person würden aber erst nach dem Bericht eines Gutachters ergänzt, so der Anwalt.

Der Angeklagte, ein Mann von schmaler, kleiner Statur, machte am ersten Verhandlungstag nur einige Angaben zu seinem Lebenslauf. "Gelebt habe ich bei meiner Oma, selber bin ich nicht bei meinen Eltern groß geworden." Kontakt zu den Eltern hatte er nur sporadisch. Nach einem Hauptschulabschluss und einer abgebrochenen Lehre als Koch habe er sich mit Aushilfsjobs, einer kleinen Erbschaft aus dem väterlichen Winzerbetrieb und der Qualifikation zur Ausgabe von Geräten aus einem Magazin über Wasser gehalten.

Angeklagter ist mit Geschädigter in Kontakt

Mit der Mutter seines Kindes, die im Verfahren als Nebenklägerin vertreten ist, sei er trotz der Vergewaltigungsvorwürfe in Kontakt: "Um vorzubereiten, dass ich als Vater dann nicht mehr da bin", erklärte er – wohl mit Blick auf den Ausgang des Verfahrens und eine mögliche Haftstrafe. Derzeit sitzt er bereits in Untersuchungshaft, da die Ermittler die Gefahr sahen, dass der Angeklagte zu einer Tante ins Ausland flüchten könnte.

Wie geht es im Prozess weiter?

Die Vertreterin der Nebenklägerin kündigte bereits an, dass sie beantragen werde, für die Aussage ihrer Mandantin die Öffentlichkeit auszuschließen. Ebenfalls als Zeugin geladen ist eine weitere Frau, mit der der Angeklagte kurz vor seiner Inhaftierung liiert war. Sie soll ebenfalls gegen ihn Anzeige erstattet, diese dann aber wieder zurückgezogen haben. Deshalb läuft gegen sie nun ein Verfahren wegen falscher Verdächtigung.

"Wir werden danach viel gehört haben, aber wahrscheinlich wenig Aussagekräftiges", sagte Verteidiger Lindemann: "Sie könnte aber erklären, was das Hin und Her soll." Voraussichtlich soll nach sechs Verhandlungstagen am 2. Juli das Urteil verkündet werden.

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Verwendete Quellen
  • Beobachtungen und Gespräche im Gerichtssaal
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