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Justiziarin nimmt B├╝rostuhl aus Erzbistum mit ÔÇô K├╝ndigung

Von dpa, jot, ags

Aktualisiert am 04.09.2021Lesedauer: 2 Min.
Rainer Maria Woelki und ein B├╝rostuhl (Archivbild/Montage): Das Erzbistum hatte eine Mitarbeiterin entlassen, weil sie einen B├╝rostuhl nach Hause mitgenommen hat.
Rainer Maria Woelki und ein B├╝rostuhl (Archivbild/Montage): Das Erzbistum hatte eine Mitarbeiterin entlassen, weil sie einen B├╝rostuhl nach Hause mitgenommen hat. (Quelle: Unsplash/Oliver Berg/dpa-bilder)
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Das Erzbistum K├Âln hat eine Frau entlassen, weil sie sich ohne Erlaubnis des Kardinals Rainer Maria Woelki am Inventar des B├╝ros bedient haben soll. Die Frau wehrt sich nun gegen ihre K├╝ndigung.

Die Justiziarin des K├Âlner Erzbischofs Rainer Maria Woelki hat nach 13 Dienstjahren die K├╝ndigung bekommen, weil sie zu Beginn der Corona-Pandemie ihren B├╝rostuhl mit nach Hause genommen hat. Das wurde am Freitag bei einer Verhandlung am Arbeitsgerichts K├Âln bekannt. Die Frau wurde anschlie├čend in den Ruhestand versetzt, f├╝r den Fall, dass die K├╝ndigung als nicht wirksam anerkannt werden w├╝rde.

Die ehemalige Justiziarin klagt nun gegen ihre K├╝ndigung ÔÇô und verlangt zus├Ątzlich mindestens 50.000 Euro Schmerzensgeld.

Kl├Ągerin hat Kardinal Woelki nicht pers├Ânlich gefragt

Vor dem K├Âlner Arbeitsgericht war nun ein G├╝tetermin angesetzt. Das ist eine Verhandlung zur Suche nach einer g├╝tlichen Einigung. Doch der Termin brachte keine Ann├Ąherung zwischen den Parteien.

Es sei "der absurdeste K├╝ndigungsgrund", den er in seiner Laufbahn je geh├Ârt habe, sagte der Anwalt der ehemaligen Justiziarin, Stephan Vielmeier. Er wertete den K├╝ndigungsgrund als "sehr d├╝nn": Der Arbeitgeber sei verpflichtet, das Homeoffice einzurichten.

"Pl├Âtzlich kam Corona, alles war neu, jeder musste sich organisieren", so Vielmeier. Seine Mandantin habe in dieser Situation ihren Stuhl mitgenommen, "ohne Kardinal Woelki pers├Ânlich danach zu fragen."

Rechtsanwalt der Kl├Ągerin steht neben den Rechtsanw├Ąlten des Erzbistums: Die Kl├Ągerin verlangt auch Schmerzensgeld.
Rechtsanwalt der Kl├Ągerin steht neben den Rechtsanw├Ąlten des Erzbistums: Die Kl├Ągerin verlangt auch Schmerzensgeld. (Quelle: Oliver Berg/dpa-bilder)
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B├╝rostuhl war "Gegenstand von erheblichem Wert"

Es handele sich um einen speziellen, r├╝ckenschonenden B├╝rostuhl, den die Kl├Ągerin mit ins Homeoffice genommen habe. "Es ist ein Gegenstand von durchaus erheblichem Wert, der hier mitgenommen worden ist," sagte dagegen der Anwalt des Erzbistums K├Âln, Wolfgang Gl├Âckner. Das k├Ânne man nicht einfach machen.

Nach der Ansicht des Anwalts der Kl├Ągerin habe die K├╝ndigung einen Hintergrund: Es sei der Versuch, seine Mandantin wegen einer Erkrankung in den Ruhestand zu versetzen. Die Juristin leide an einer Posttraumatischen Belastungsst├Ârung, da sie mit hunderten von Aktenseiten zum Missbrauchsskandal befasst gewesen sei. Davon sei sie laut ihrem Anwalt Vielmeier erkrankt. Zudem soll sie sich gemobbt gef├╝hlt haben. Es habe seit 18 Monaten "diverse Einzelma├čnahmen" gegen seine Mandantin gegeben.

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Das Gericht will nun am 18. Januar kommenden Jahres in der Sache entscheiden.

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Von Sonja Eich
K├╝ndigung

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