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Forscher machen Busen-Experiment auf Mond-Reise

Von t-online, mtt

03.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Rendering: Die Dummy-Crew auf dem Weg zum Mond.
Rendering: Die Dummy-Crew auf dem Weg zum Mond. (Quelle: Nasa/Lockheed Martin/DLR)
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Die Nasa will erstmals eine Frau zum Mond schicken. Damit sie sicher ankommt, haben K├Âlner Forscher zwei Hightech-Puppen f├╝r ein spezielles Busen-Experiment gebaut. Helga und Zohar sind schon auf dem Weg.

K├Âlner Forscher helfen der Nasa, die n├Ąchste Mondmission sicher f├╝r Frauen zu machen. Denn die Strahlung, der Reisende auf dem Weg zum Erdtrabanten ausgesetzt sind, ist enorm ÔÇô und sie ist besonders f├╝r Frauen gef├Ąhrlich.

"Der weibliche K├Ârper reagiert darauf wegen strahlungsempfindlicher Organe wie der weiblichen Brust noch empfindlicher als der m├Ąnnliche K├Ârper", hei├čt es in einer Mitteilung des Deutschen Zentrums f├╝r Luft- und Raumfahrt (DLR).

Helga und Zohar: Eine Puppe reist mit spezieller Schutzweste, die andere ohne.
Helga und Zohar: Eine Puppe reist mit spezieller Schutzweste, die andere ohne. (Quelle: DLR)

K├Âlner Projektleiter: Puppen haben mehr als 10.000 Sensoren verbaut

Darum haben Forschende des DLR-Instituts f├╝r Luft- und Raumfahrtmedizin in K├Âln ein besonderes Experiment vorbereitet. Sie haben zwei identische Messpuppen-Zwillinge gebaut, die dem weiblichen K├Ârper nachempfunden sind.

Die beiden bestehen laut DLR aus Materialien, die die menschlichen Knochen, Weichteile und Organe einer erwachsenen Frau nachahmen. "Mehr als 10.000 Sensoren und 34 Strahlungsdetektoren sind in die 38 Scheiben integriert, aus denen die Puppen zusammengesetzt sindÔÇť, wird Projektleiter Thomas Berger in der DLR-Mitteilung zitiert.

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Aufnahme aus dem M├Ąrz: SLS-Rakete mit Orion-Raumschiff am Kennedy Space Center in Florida.
Aufnahme aus dem M├Ąrz: SLS-Rakete mit Orion-Raumschiff am Kennedy Space Center in Florida. (Quelle: Nasa)

Zohar muss ohne Schutz ins All, Helga kriegt eine Spezialweste

Die Forscher haben den Attrappen Namen gegeben: Die eine hei├čt Zohar und wird ohne speziellen Schutz in den Weltraum starten. Helga hingegen wird eine neu entwickelte Strahlenschutzweste namens AstroRad tragen. Im Vergleich l├Ąsst sich dann ermitteln, in welchem Ausma├č die Weste eine Astronautin vor sch├Ądlicher Strahlenbelastung sch├╝tzen w├╝rde.

Den ersten Teil ihrer Reise haben Zohar und Helga bereits angetreten. Vor einigen Tagen sind sie von K├Âln aus Richtung Florida geschickt werden, wo sie am Kennedy Space Center ins Cockpit des Orion-Raumschiffs eingebaut werden.

"Artemis 1" soll noch diesen Sommer starten

Der Start der unbemannten Nasa-Mission "Artemis 1" soll noch in diesem Jahr erfolgen, angepeilt ist derzeit der Sommer. Das Raumschiff wird mit einer SLS-Rakete ins All geschossen, die Flugzeit soll zwischen 26 und 42 Tagen betragen.

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Menschen werden erst ab "Artemis 2" an Bord gehen. Bei Flug drei oder vier k├Ânnten sie, so die Hoffnung der Nasa, dann auch erstmals seit 1972 wieder den Mond betreten.

Botschaft an junge Frauen

Dabei werden ÔÇô anders als bei den Apollo-Missionen ÔÇô auch Frauen sein. Charlie Blackwell Thompson, die als erste weibliche Startleiterin bei der Nasa arbeitet, sagte der "Today"-Show im US-Fernsehen: "Was wir mit Artemis tun, wird eine ganz neue Generation von Forschenden inspirieren."

Und: "Ich hoffe, dass von dem Fakt, dass ich als erste Frau Nasa-Startleiterin bin, eine Botschaft an junge Frauen ausgeht: F├╝r euch gibt es auch ganz an der Spitze des Teams einen Platz."

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Von Michael Hartke
FloridaNASA

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