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Energie | Dampf bei Wasserstoff: Minister will faire Bedingungen


Energie
Dampf bei Wasserstoff: Minister will faire Bedingungen

Von dpa
Aktualisiert am 04.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Martin Dulig (SPD)VergrĂ¶ĂŸern des BildesMartin Dulig (SPD) spricht. (Quelle: Jan Woitas/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Sachsen will mit Blick auf die Energieversorgung Dampf beim Wasserstoff machen. "Wir haben als eines der wenigen LĂ€nder tatsĂ€chlich die Chance, Vorreiter bei grĂŒnem Wasserstoff zu sein", sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig der Deutschen Presse-Agentur am Freitag nach einem Besuch auf der Baustelle des neuen Gaskraftwerkes in Leipzig. In Sachsen sei bei Wasserstoff alles entlang der gesamten Wertschöpfungskette vorhanden. "Es gibt Unternehmen fĂŒr die Infrastruktur, Forschungseinrichtungen wie die in Chemnitz, Anlagenbauer wie Linde, Sunfire und Siemens Energy und Anwender - ob nun Stahlwerke oder die Energiewirtschaft."

Dulig zufolge kann das Gaskraftwerk in Leipzig auch zu 100 Prozent auf Wasserstoff umgestellt werden. "Der furchtbare Krieg Russlands in der Ukraine hat uns vor Augen gefĂŒhrt, dass wir uns von Rohstoff- und Energielieferungen schneller unabhĂ€ngig machen mĂŒssen. Es gibt einen riesigen Energiebedarf in Deutschland und vermutlich werden wir kĂŒnftig grĂŒnen Wasserstoff und erneuerbare Energien importieren mĂŒssen. Wir brauchen aber ein unabhĂ€ngiges System der Energieversorgung. Es geht bei der Frage eines Wechsels in der Versorgung nicht mehr um das "ob" und das "wie", sondern nur noch um das "wie schnell"." Der Krieg habe als Katalysator gewirkt.

Der SPD-Politiker Ă€ußerte sich auch zur Debatte ĂŒber die Sicherheit der Energieversorgung. "Ich erwarte von der Bundesregierung, dass sie bei all ihren Entscheidungen auch alle Regionen in Deutschland im Blick hat." Man sei bei der Versorgung mit Rohstoffen und Energie unterschiedlich betroffen. "Es ist wichtig, dass eine Regierung in Berlin sich verantwortlich fĂŒhlt und schaut, dass keine Region benachteiligt ist. Die ostdeutschen BundeslĂ€nder brauchen als IndustrielĂ€nder Sicherheit. Es geht hier um faire Bedingungen fĂŒr alle."

Den Vorschlag von MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlĂ€ngern, sieht Dulig skeptisch. Ein Bundesland, das selbst keine Kraftwerke hat, sollte nicht VorschlĂ€ge zulasten Dritter machen. "Atomenergie ist die teuerste und gefĂ€hrlichste Energieform, die es gibt. Deshalb wĂŒrde ich mich mit RatschlĂ€gen zurĂŒckhalten. FĂŒr mich ist die Kernenergie keine Option." Trotzdem mĂŒsse die Bundesrepublik als Industrieland sicherstellen, dass die Energieversorgung auch in den kommenden Jahren gewĂ€hrleistet sei.

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