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Wieso die Bundeswehr mit einem Panzer gegen die Feuer kämpft

Von t-online, mtt

29.06.2022Lesedauer: 3 Min.
Pionierpanzer Dachs im Einsatz: Die Bundeswehr schlägt eine Schneise in den Wald.
Pionierpanzer Dachs im Einsatz: Die Bundeswehr schlägt eine Schneise in den Wald. (Quelle: Weinrich/dpa)
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2022 ist auf dem Weg, zum Waldbrand-Rekordjahr zu werden. In Sachsen helfen Pioniere der Bundeswehr beim Kampf gegen ein Großfeuer. Bauern fürchten um Ernte und Existenz.

Trockenheit, Hitze, starke Winde: Bereits jetzt sind Daten des Europäischen Waldbrandinformationssystems (EFFIS) zufolge mehr als 3.100 Hektar bei Waldbränden in ganz Deutschland zerstört worden. Das ist zu dieser Jahreszeit so viel wie nie zuvor seit Beginn der Datenerfassung. Bisher lag das Maximum der Verwüstung bei 3.700 Hektar – im September.

Der im Augenblick größte Waldbrand tobt an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg in der Gohrischheide. Dort fressen sich seit nunmehr fast einer Woche Flammen durchs Gelände. Immer wieder hieß es: Feuer unter Kontrolle. Und dann fachten Winde den Brand doch wieder an. Zeitweise standen mehr als 800 Hektar in Flammen, davon etwa 500 Hektar auf sächsischer Seite.

Aktuell ist die Bundeswehr mit einem Panzer vor Ort, um der Lage endlich Herr zu werden. Der 40 Tonnen schwere Pionierpanzer vom Typ Dachs traf am Dienstag ein. Er soll bis zum Mittwoch eine zwölf Kilometer lange Schneise schlagen. Von dem so vorbereiteten Weg aus soll die Feuerwehr dann links und rechts Brandherde löschen. Außerdem soll die Schneise verhindern, dass Flammen überspringen.

Kumulative Daten zeigen: Dieses Jahr ist in Deutschland schon fast so viel Fläche verbrannt wie im bisherigen Rekordjahr Ende September.
Kumulative Daten zeigen: Dieses Jahr ist in Deutschland schon fast so viel Fläche verbrannt wie im bisherigen Rekordjahr Ende September. (Quelle: EFFIS)
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Waldbrandschutzbeauftragter: Trockenheit steckt weiter im Boden

Der Landkreis Meißen hatte die Bundeswehr um Amtshilfe gebeten. Das Brandareal liegt zum Teil auf einem alten Truppenübungsplatz. Munition im Boden macht die Brandbekämpfung extrem schwierig. Es herrscht akute Explosionsgefahr und Niederschläge brachten bisher nur mäßige Entspannung.

"Man kann nur hoffen, dass noch richtiger Regen kommt", sagte Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter Raimund Enge am Dienstag. Die Trockenheit stecke weiterhin im Boden.

Waldbrand in der Gohrischheide: Zeitweise brannten 800 Hektar.
Waldbrand in der Gohrischheide: Zeitweise brannten 800 Hektar. (Quelle: Schreiner/dpa)

"Deutschland ist jetzt Waldbrandland"

Panzer im Einsatz gegen Waldbrände – noch ist das in Deutschland relativ selten. Aber das Bild könnte sich ändern. "Deutschland ist jetzt ein Waldbrandland", konstatierte vor wenigen Tagen das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in einer Presseaussendung.

Das Institut hatte seit den schweren Bränden 2018 im brandenburgischen Treuenbrietzen untersucht, wie sich das Ökosystem erholt. Mitte Juni zerstörten neue Brände einen großen Teil der Versuchsflächen.

Forschungsgruppenleiter Somidh Saha zeigte sich entsetzt, war aber kaum überrascht. "Als Folge des Klimawandels erleben wir nun extreme Hitzewellen sowie Dürren und damit steigt natürlich auch die Feuergefahr", sagte er. Mit großen Waldbränden, die sich über mehrere Hundert Hektar ausdehnten, sei in Deutschland jetzt regelmäßig zu rechnen.

Hubschrauber im Löscheinsatz: Die Bundespolizei half unter anderem bei den Bränden in Treuenbrietzen und Beelitz.
Hubschrauber im Löscheinsatz: Die Bundespolizei half unter anderem bei den Bränden in Treuenbrietzen und Beelitz. (Quelle: Carstensen/dpa)

Fünf Feuer in der Region Leipzig an einem Tag

Es sind allerdings nicht bloß die großen Feuer, die Angst und Schrecken verbreiten. In Sachsen verursachen auch die vielen kleineren Feldbrände schwere Schäden. In den vergangenen drei Wochen seien täglich zwei Wald- und Vegetationsbrände im Freistaat aufgetreten, sagte Landesbranddirektor Dirk Schneider laut "Leipziger Volkszeitung" (LVZ). Und das im Durchschnitt: Teilweise habe es an einem Tag bis zu acht Feuer gegeben.

Einige Beispiele vom Montag aus der Region Leipzig: Auf einem Getreidefeld zwischen Borna und Frohburg im Landkreis Leipzig wurden zehn Hektar Gerste vernichtet. In Dahlen im Landkreis Nordsachen fielen 20 Hektar Weizen den Flammen zum Opfer. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nacht an. Der entstandene Sachschaden liegt laut Polizei im mittleren fünfstelligen Bereich.

Feldbrand am Ortsrand von Salbitz: Die Feuerwehr postete dieses Foto am Montag bei Facebook.
Feldbrand am Ortsrand von Salbitz: Die Feuerwehr postete dieses Foto am Montag bei Facebook. (Quelle: Feuerwehr Mügeln)

In Salbitz bei Oschatz (ebenfalls Nordsachsen) brannte am Montag ein weiteres Feld, nur wenige Kilometer von Dahlen entfernt. In Grimma kämpfte die Feuerwehr noch gegen einen am Sonntag ausgebrochenen Waldbrand. Und in Taucha brannte ein Waldstück schon den vierten Tag in Folge.

Landesbauernverband: Das kann existenzbedrohend werden

Insbesondere die Feldbrände machen den Landwirten zu schaffen: Sie bangen um die Ernte. "Wir sind auf jedes Korn angewiesen", zitierte die "LVZ" Sten Köhler vom Vorstand des Sächsischen Landesbauernverbandes. "Gerade jetzt fahren wir die Ernte des gesamten Jahres ein."

Der Ertrag refinanziere die Investitionen aus dem Frühjahr. Würden Brände das Getreide vernichten, könne dies schnell existenzbedrohend werden.

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Von Pia Siemer
Ein Kommentar von Andreas Raabe, Leipzig
BrandDeutschlandFeuerwehrWaldbrand

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