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Corona-Demo in Leipzig: Verfassungsschutz warnt vor radikalisierten "Querdenkern"

Corona-Demo in Leipzig  

Verfassungsschutz warnt vor radikalisierten "Querdenkern"

06.11.2021, 10:11 Uhr | dpa, LKA

Corona-Demo in Leipzig: Verfassungsschutz warnt vor radikalisierten "Querdenkern". Demonstrierende gegen die Corona-Politik am 21. November 2020 in Leipzig (Archivbild): Ein Jahr später gehen erneut Corona-Leugner und Gegendemonstranten auf die Straßen. (Quelle: imago images/Christian Grube)

Demonstrierende gegen die Corona-Politik am 21. November 2020 in Leipzig (Archivbild): Ein Jahr später gehen erneut Corona-Leugner und Gegendemonstranten auf die Straßen. (Quelle: Christian Grube/imago images)

In Leipzig gehen Corona-Protestler auf die Straße, auch Gegen-Demos werden erwartet. Ein Verfassungsschützer warnt bereits vor einer zunehmenden Radikalisierung der Leugner-Szene.

Ein Jahr nach einer eskalierten Demonstration der "Querdenker"-Szene stehen Leipzig am Samstag erneut Proteste bevor. Die "Bewegung Leipzig" will für Freiheit und gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren. Auch eine Demo gegen eine Impfpflicht ist geplant. Dagegen soll es eine ganze Reihe von Gegendemonstrationen geben, größtenteils angemeldet vom Bündnis "Leipzig nimmt Platz". Laut Stadtverwaltung sind insgesamt zwölf verschiedene Kundgebungen angekündigt. Die Polizei hat sich auf einen Großeinsatz vorbereitet.

Der Präsident des thüringischen Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, hat indes vor einer zunehmenden Radikalisierung der Szene der Corona-Leugner gewarnt. Vor den geplanten neuen Protesten sogenannter Querdenker sagte Kramer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Die vierte Welle, die Diskussion über Booster-Impfungen und Verschärfungen von Corona-Maßnahmen wie die Ausweitung von 2G-Regelungen können zu einem neuen Push für die Szene führen."

Leipzig: Szene werde "weiter angeheizt"

Kramer verwies darauf, dass dies über Demonstrationen hinaus auch in Internet-Kommentaren zu erkennen sei. "Wir erleben im ganzen Land Pöbeleien, Beleidigungen, tätliche Angriffe und ultraaggressives Verhalten". Das gehöre mittlerweile bundesweit zur Tagesordnung. Die vierte Welle der Pandemie sowie "Kommunikationsdefizite und Widersprüche der Politik etwa zu den Booster-Impfungen" führten dazu, dass sich die Szene bestätigt fühle und "weiter angeheizt" werde.

Ursprünglich hatte die "Bewegung Leipzig" für die Demonstration 3.000 Teilnehmer angemeldet. Wegen der Entwicklung der Pandemie in Sachsen sind jedoch nur 1.000 Teilnehmer erlaubt. Zudem soll es eine ganze Reihe von Gegendemonstrationen geben. Die Polizei hat sich auf einen Großeinsatz vorbereitet. Vor einem Jahr waren in Leipzig mehr als 20.000 Menschen bei einer "Querdenken"-Demonstration auf der Straße.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

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