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Drei Feuerteufel bei der Feuerwehr enttarnt

Von t-online, mtt

Aktualisiert am 23.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Einer der Brände: Feuerwehrleute kämpfen gegen Flammen, das Feuer haben Kollegen gelegt.
Einer der Brände: Feuerwehrleute kämpfen gegen Flammen, das Feuer haben Kollegen gelegt. (Quelle: Medienportal-Grimma)
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Laut Polizei fackelten sie Hunderte Strohballen ab, legten eine gefährliche Ölspur, brannten ein ganzes Haus nieder. Monatelang trieben sie ihr Unwesen, jetzt sind die mutmaßlichen Täter ermittelt.

Erst kamen sie heimlich als Feuerteufel, danach spielten sie die Retter in der Not: Polizei und Staatsanwaltschaft Leipzig haben drei Mitglieder von zwei Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Parthenstein identifiziert, die im Landkreis Leipzig verantwortlich für eine ausgedehnte Brandserie sein sollen. Die Polizei schätzt den angerichteten Gesamtschaden auf 300.000 Euro.

Gemeinsam mit einem vierten Komplizen sollen sie ab Oktober 2020 immer wieder Feuer gelegt haben. In einigen Fällen brannten Strohballen rund um Parthenstein, teils waren es Hunderte auf einmal.

Wochenendhaus brannte komplett nieder

In Wermsdorf, rund eine halbe Autostunde entfernt, wird dem Quartett der Brand eines leerstehendes Gebäudes zur Last gelegt. Und in einer Kleingartenanlage fraßen Flammen einen Schuppen, in dem Holz und Gartengeräte gelagert wurden.

Anfang Januar brannte im Parthensteiner Ortsteil Pomßen dann sogar ein Wochenendhaus komplett nieder. Es sei "erheblicher Sachschaden am und im Gebäude" entstanden, meldete die Polizei damals.

Unmittelbare Gefahr fĂĽr Menschen nicht auszuschlieĂźen

Menschen kamen nie zu Schaden. Ob je Personen unmittelbar in Gefahr waren, wollen die Ermittler jedoch nicht ausschlieĂźen: Dies sei noch Gegenstand der Ermittlungen.

Zumindest eine theoretische Gefahr bestand offenbar: Einmal sollen die vier Verdächtigen eine sieben Kilometer lange Ölspur gelegt haben. Diese Tat werten die Beamten als gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr.

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Polizei Leipzig: "Umfangreiches Beweismaterial sichergestellt"

Wie man den vier jungen Männern im Alter von 18, 19, 22 und 23 Jahren auf die Schliche kam, wollen die Strafverfolgungsbehörden derzeit aus "ermittlungstaktischen Gründen" nicht sagen.

Sicher ist aber: Bei den Verdächtigen fanden Durchsuchungen statt. Dabei sei "umfangreiches Beweismaterial sichergestellt" worden. Und: Die vier Verdächtigen befinden sich auf freiem Fuß. Es lägen keine Haftbefehle vor, erklärte die Staatsanwaltschaft Leipzig.

Gründe dafür könnten allerdings nicht genannt werden. Die umfangreichen Ermittlungen würden andauern.

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Von Andreas Raabe
BrandFeuerwehrPolizei

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