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Lewentz schockiert über "feigen Mord": Instrumentalisierung

Mainz  

Lewentz schockiert über "feigen Mord": Instrumentalisierung

21.09.2021, 17:51 Uhr | dpa

Lewentz schockiert über "feigen Mord": Instrumentalisierung. Bewaffneter erschießt Angestellten einer Tankstelle

Ein Polizist sichert eine Tankstelle in Idar-Oberstein. Foto: Christian Schulz/Foto Hosser/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die rheinland-pfälzische Landesregierung ist nach den Worten von Innenminister Roger Lewentz (SPD) "sehr schockiert über den feigen Mord" an dem Tankstellen-Kassierer in Idar-Oberstein. "Wir sind in Gedanken bei dem jungen Mann und seiner Familie, an die, die so viel Leid erfahren haben", sagte Lewentz am Dienstag in Mainz. Der Innenminister warnte zugleich "vor der abscheulichen Instrumentalisierung der Tat in den sozialen Netzwerken".

Er sei schockiert darüber, wie die Tat für politische Propaganda ausgenutzt werde, sagte Lewentz. "Verschwörungstheoretiker, Querdenker, politische Extremisten bejubeln das ja geradezu", sagte der Innenminister. "Das macht einen wirklich fassungslos und man kann das nur auf das Härteste verurteilen." In einschlägigen extremistischen Foren werde die Tat der vermeintlichen "Tyrannei" des Staates und seiner Institutionen zugerechnet. Die Propaganda sei demokratiefeindlich und demokratiezerstörend.

"Das ist eine Tat, die sich nach meiner Einschätzung und auch nach dem, was wir im Moment wissen - die Ermittlungen laufen ja noch - so überhaupt nicht abgezeichnet hat", sagte Lewentz. Dem Verfassungsschutz sei der Täter nicht bekannt gewesen. Es lägen auch keine Erkenntnisse zu seiner Person oder Verbindungen in die rechtsextremistische Szene oder die Reichsbürger- und Selbstverwalter-Szene vor. Die konkrete Motivlage des Täters könne noch nicht eingeordnet werden. Die Ermittlungen seien erst am Anfang.

Dessen ungeachtet träten Menschen im Umfeld von Querdenkern, Reichsbürgern und andere Gruppierungen aggressiver und gewaltbereiter auf.

Ein Mann soll einem Verkäufer in Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz am Samstag in den Kopf geschossen haben, weil dieser ihn beim Bierkauf zwei Mal auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte. Er sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Der Mann hatte den Ermittlern gesagt, dass er die Corona-Maßnahmen ablehne. Zum Motiv habe er angegeben, dass ihn die Situation der Corona-Pandemie stark belaste und er keinen anderen Ausweg gesehen habe, als ein Zeichen zu setzen.

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