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Nürnberg: Tiere als Geschenk zu Weihnachten? Tierheim hat klare Meinung


Tiere als Geschenk? Das sagt das Tierheim


08.12.2023Lesedauer: 3 Min.
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Eine Katze in einem Karton (Symbolbild): Das Tierheim Coburg will verhindern, dass Tiere zu Weihnachten verschenkt werden.Vergrößern des Bildes
Eine Katze in einem Karton (Symbolbild): Immer wieder werden Tiere zu Weihnachten verschenkt. (Quelle: Daniel Salg)

Immer wieder werden zu Weihnachten Katzen oder Hunde verschenkt. Aus Sicht des Nürnberger Tierheims kann das zum Problem werden. Was es stattdessen rät.

Das Weihnachtsgeschäft geht in diesen Tagen in die finale Phase – viele Menschen sind in der Innenstadt unterwegs, um Geschenke für ihre Lieben zu besorgen. Immer wieder werden auch Haustiere wie Katzen oder Hunde zu Weihnachten verschenkt. Eine gute Idee? Das Nürnberger Tierheim hat dazu eine klare Meinung.

"Weihnachten ist eine sehr stressige Zeit, mit viel Trubel, Besuchen und Unruhe – das ist nicht wirklich optimal, um ein neues Haustier einzugewöhnen. Das hat ja ohnehin schon Stress durch die neue Umgebung und die neuen Menschen", antwortet die Tierheimleiterin Tanja Schnabel auf eine Anfrage von t-online.

Das sei aber nicht der einzige Grund, warum Tiere nicht als Weihnachtsgeschenk taugen. Wichtig sei ja auch, dass die Chemie zwischen Halter und neuem Haustier stimme. "Bei einem Geschenk steht man ja quasi vor vollendeten Tatsachen", so Schnabel weiter. Wenn dann das Tier nicht in die Lebensumstände des Beschenkten passe, lande es ganz schnell wieder im Tierheim.

Darum lässt sich das Problem nicht beziffern

Das komme in Nürnberg jedes Jahr aufs Neue vor. Wie oft, lasse sich kaum beziffern. Denn die Halter verraten dem Tierheim oft nicht, dass es sich bei dem abgegebenen Tier um ein Weihnachtsgeschenk handle. Oft würden laut Schnabel andere Gründe vorgeschoben.

"Aber wenn ein Tier kurz nach Weihnachten wegen 'Allergie' oder 'keine Zeit' abgegeben wird, liegt der Schluss nahe, dass es erst an Weihnachten beim Halter eingezogen ist – auch wenn die Besitzer es nicht zugeben", sagt die Tierheimleiterin weiter.

Hinzu kommt, dass das Nürnberger Tierheim aus Platzgründen derzeit ohnehin keine neuen Hunde und Katze aufnehmen könne. Bereits jetzt gebe es eine Warteliste für Tiere, die von ihren Besitzern abgegeben werden wollen. Schnabel sagt: "Auch ungewollte Weihnachtsgeschenke könnten wir also erst mal nur auf die Warteliste setzen, aber nicht im Tierheim aufnehmen."

Das Nürnberger Tierheim ist in Franken längst nicht das einzige, das an seine Kapazitätsgrenzen stößt. Jenes in Coburg vermittelt schon den kompletten Dezember über keine Tiere mehr an neue Besitzer – damit diese nicht an Weihnachten verschenkt werden und wenige Wochen später wieder im Tierheim landen. Mehr zu den Beweggründen des Coburger Tierheims lesen Sie hier.

Diese Geschenke eignen sich besser als lebende Tiere

Auch das Nürnberger Tierheim vermittelt in der Woche vor Weihnachten aus den gleichen Gründen keine Tiere. Was aber tun, wenn sich beispielsweise die eigenen Kinder zu Weihnachten unbedingt ein neues Haustier wünschen? "Kein lebendiges Tier, sondern einen Gutschein verschenken, oder im Fall eines Kindes zum Beispiel ein Stofftier als Platzhalter. Und dann nach den Feiertagen in Ruhe gemeinsam das neue Familienmitglied aussuchen", rät Tanja Schnabel

Außerdem könne eine Tierpatenschaft für tierliebe Menschen, die aus Platz- oder Zeitgründen kein eigenes Tier halten können, ein gutes Geschenk sein. Die gibt es im Nürnberger Tierheim, im Nürnberger Tiergarten oder auch in vielen anderen Tierheimen in der Region. Auch ein Erlebnis mit einem Tier – wie eine Alpakawanderung – könne laut Schnabel eine gute Alternative sein.

Das Nürnberger Tierheim freut sich in der Vorweihnachtszeit zudem über Unterstützung. Willkommen seien laut Schnabel neben Sach- auch Geldspenden. Das Tierheim habe nämlich durch Tierarztrechnungen, Strom und Heizung hohe laufende Kosten. Um einen Überblick darüber zu geben, welche Sachspenden benötigt werden, hat das Tierheim eine Wunschliste erstellt.

Verwendete Quellen
  • Anfrage beim Nürnberger Tierheim
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