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Nürnberg: Gedenktafel erinnert an zweites NSU-Opfer Abdurrahim Özüdoğru


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Gedenktafel erinnert an zweites NSU-Opfer in Nürnberg

Von dpa
Aktualisiert am 14.06.2021Lesedauer: 1 Min.
Imam Süleyman Soyal legt währen der Einweihung einer Gedenkstele am Tatort Blumen nieder: Am 13. Juni 2021 jährt sich die Ermordung des Änderungsschneiders Abdurrahim Özüdoğru durch die rechtsextreme Terrorgruppe zum 20. Mal.
Imam Süleyman Soyal legt währen der Einweihung einer Gedenkstele am Tatort Blumen nieder: Am 13. Juni 2021 jährt sich die Ermordung des Änderungsschneiders Abdurrahim Özüdoğru durch die rechtsextreme Terrorgruppe zum 20. Mal. (Quelle: Timm Schamberger/dpa-bilder)
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Vor 20 Jahren hat der NSU den Nürnberger Änderungsschneider Abdurrahim Özüdoğru getötet. Nun erinnert eine Gedenktafel am Tatort an ihn.

Am 13. Juni 2001 tötete die Neonazi-Terrorgruppe NSU den 49-jährigen Abdurrahim Özüdoğru in einer Nürnberger Änderungsschneiderei. 20 Jahre später weist nun eine Gedenktafel am Tatort auf das Verbrechen hin. Bei einer Gedenkveranstaltung am Sonntag erinnerte die Stadt an den Ermordeten und an die rassistische Mordserie der Terrorzelle.

Zwischen 2000 und 2007 brachte das Trio zehn Menschen in deutschen Großstädten um, drei davon in Nürnberg. Das erste Opfer war der Nürnberger Blumenhändler Enver Şimşek, den der "Nationalsozialistische Untergrund NSU" am 9. September 2000 erschoss. Später tötete die Gruppe in Bayerns zweitgrößter Stadt auch Abdurrahim Özüdoğru und den 50-jährigen Imbissbetreiber Ismail Yaşar.

Ein Bild von Abdurrahim Özüdoğru hängt während der Einweihung einer Gedenkstele am Tatort, an dem der türkische Mitbürger vom "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) ermordet wurde.
Ein Bild von Abdurrahim Özüdoğru hängt während der Einweihung einer Gedenkstele am Tatort, an dem der türkische Mitbürger vom "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) ermordet wurde. (Quelle: Timm Schamberger/dpa-bilder)

Die Gedenktafel am Tatort, dem einstigen Wohnhaus von Özüdoğru, sei ein Baustein, um in der Stadt sichtbarer an die NSU-Verbrechen zu erinnern, sagte Martina Mittenhuber vom Menschenrechtsbüro der Stadt. Im September, zum 21. Todestag von Enver Şimşek, soll die Liegnitzer Straße nach ihm benannt werden. In dieser Straße wurde er im Alter von 38 Jahren erschossen.

Der Stadtrat muss der Umbenennung nach Angaben Mittenhubers noch zustimmen. Mit dem Thema wird er sich voraussichtlich während seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause, am 21. Juli, befassen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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