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"Leer und traurig": Ecken-Schock f├╝r N├╝rnberg

Von dpa
24.04.2022Lesedauer: 2 Min.
1. FC N├╝rnberg - SV Sandhausen
Die N├╝rnberger Enrico Valentini (r) und Tim Handwerker stehen nach dem Abpfiff auf dem Platz. (Quelle: Daniel Karmann/dpa/dpa-bilder)
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Dieser Wirkungstreffer traf alle beim 1. FC N├╝rnberg extrem hart. Der SV Sandhausen hat einen leidenschaftlich, aber nicht abgezockt genug auftretenden 1. FC N├╝rnberg in einem irren Fu├čballspiel erstmal aus allen Tr├Ąumen vom neunten Aufstieg in die Bundesliga gerissen. Der "Club" verlor am Sonntag nach einer Vielzahl eigener Chancen, einer 2:1-F├╝hrung, einem vergebenen Foulelfmeter und zwei sp├Ąten Gegentoren gegen die fast geretteten G├Ąste mit 2:4 (1:1).

Alle vier Tore der brutal effizienten Sandh├Ąuser fielen dabei im Max-Morlock-Stadion nach Eckb├Ąllen von Chima Okoroji. "Wir sind brutal entt├Ąuscht aufgrund des Ergebnisses, aber erst recht wegen des Spielverlaufes. Wir kassieren vier Standard-Gegentore, das habe ich so noch nicht erlebt. Wir haben eine Vielzahl von Torchancen vergeben. Das macht es in Summe extrem bitter. Wir sind leer und traurig", kommentierte FCN-Trainer Robert Klau├č.

Die N├╝rnberger scheiterten in der Offensive immer wieder am herausragend haltenden Torwart Patrick Drewes, der beim Stand von 2:2 auch noch den Strafsto├č des eingewechselten Enrico Valentini parieren konnte (75. Minute). "Ich habe eigentlich wie immer geschossen, diesmal hat er ihn leider gehalten", kommentierte der FCN-Kapit├Ąn.

Die Franken verpassten es, in der 2. Liga mit einem Heimsieg drei Spieltage vor Saisonende bis auf einen Punkt an Relegationsplatz drei heranzur├╝cken. "Das ist eine schwierige Situation jetzt", sagte Klau├č. "Wir w├Ąren ja doof, wenn wir nicht mehr daran glauben", sagte Valentini trotzig zu einem m├Âglichen Happy End mit drei Siegen.

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Sandhausen schockte den FCN gleich viermal mit seiner Standardst├Ąrke. Janik Bachmann (4.), zweimal Tom Trybull (59./84.) und zum Abschluss Pascal Testroet (88.) trafen jeweils entschlossen im Strafraum. "Wir m├╝ssen da besser arbeiten", kritisierte Krau├č. Die Verteidigung von Standards habe man extra trainiert, weil man um Sandhausens St├Ąrke bei Eckb├Ąllen gewusst habe, berichtete Torwart Christian Mathenia: "Ich pers├Ânlich war auch nicht gut drauf bei drei Toren. Es war ein gebrauchter Tag." Einer zu einem denkbar ung├╝nstigen Zeitpunkt.

Der "Club" dominierte ├╝berwiegend das Geschehen. Er traf aber nur zum 1:1 durch einen feinen Distanzschuss von Mittelfeldspieler Tom Krau├č (25.) sowie nach einer eigenen Eckballvariante durch Verteidiger Asger S├Ârensen (54.). Das F├╝hrungstor zum 2:1 reichte nicht.

Immer wieder verzweifelten die "Club"-Angreifer an SVS-Schlussmann Drewes. Dieser vereitelte Tore von Tim Handwerker (27.), Mats M├Âller Daehli (28.), Taylan Duman (54.) und eben beim flach geschossenen Elfmeter des eingewechselten Valentini. Duman traf zudem noch den Pfosten. "Am Dienstag beginnt der Fokus auf St. Pauli", sagte Klau├č zum Ausw├Ąrtsspiel beim drei Punkte besseren Tabellenvierten.

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