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Bahnverkehr läuft wieder nach Rangierunfall in Wolfsburg

Wolfsburg  

Bahnverkehr läuft wieder nach Rangierunfall in Wolfsburg

24.09.2021, 08:50 Uhr | dpa

Bahnverkehr läuft wieder nach Rangierunfall in Wolfsburg. Der rangierte Zug steht neben dem Oberbau

Der rangierte Zug steht neben dem Oberbau. Foto: Polizei/dpa (Quelle: dpa)

Nach einem Rangierunfall mit Millionenschaden im Bahnhof Wolfsburg fahren alle Regional- und Fernzüge seit dem frühen Sonntagmorgen wieder planmäßig. Zunächst war befürchtet worden, dass der Bahnverkehr bis Dienstag beeinträchtigt sein könnte. "Alle ICE- und IC-Züge fahren wieder im Regelbetrieb", sagte eine Bahnsprecherin. Auch der Halt in Wolfsburg werde wieder angefahren. Zuvor hatte es Störungen auf der Strecke Berlin-Bonn, Berlin-Basel und Berlin-Amsterdam gegeben. Nach Angaben der Bahnsprecherin in Berlin stehen aber noch weitere Reparaturarbeiten an.

Wie das Unternehmen Metronom am Sonntag mitteilte, fahren auch die Regionalzüge des Enno wieder ohne Einschränkungen auf der gesamten Strecke. Dies sind der RE 30 Hannover–Gifhorn–Wolfsburg sowie der RE 50 Hildesheim–Braunschweig–Wolfsburg.

Am frühen Freitagmorgen hatte nach ersten Ermittlungen ein Lokführer ein Signal übersehen. Sein Enno-Zug geriet auf ein sogenanntes Notgleis. Die ersten drei Waggons sprangen aus den Schienen, rammten einen Strommasten und rissen eine Oberleitung herunter, wie die Bundespolizei mitteilte. Sie kamen im Schotter zum Stehen. Der Lokführer erlitt einen Schock und musste medizinisch betreut werden. Fahrgäste waren nicht im Zug. Es gab keine Verletzten.

Der entgleiste Triebwagen sei am Samstagabend mit Hilfe von drei Kränen Stück für Stück wieder aufs Gleis gehoben worden, sagte ein Metronomsprecher. Der Zug solle repariert werden. Es gebe ausreichend Reservefahrzeuge, so dass in der Zwischenzeit mit keinerlei Einschränkungen beim Enno zu rechnen sei.

Die Bundespolizei und das Eisenbahnbundesamt sind für die Ermittlungen der genauen Umstände des Unfalls zuständig. Auch die genaue Schadenssumme war am Sonntag noch unklar. Es hieß aber weiterhin, sie liege im Millionenbereich.

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