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Wuppertal: Azubis renovieren Geländer entlang der Wupper

Projekt "Ufer"  

Azubis renovieren Geländer entlang der Wupper

Von Ulrich Brüne

06.09.2019, 15:25 Uhr
Wuppertal: Azubis renovieren Geländer entlang der Wupper. Drei Handwerker arbeiten an einem Geländer am Ufer der Wupper: Die jungen Männer sind Teil einer Ausbildungsinitiative des Wuppertaler Jobcenters. (Quelle: Ulrich Brüne)

Drei Handwerker arbeiten an einem Geländer am Ufer der Wupper: Die jungen Männer sind Teil einer Ausbildungsinitiative des Wuppertaler Jobcenters. (Quelle: Ulrich Brüne)

Eine Ausbildungsinitiative bietet jungen Menschen in Wuppertal eine berufliche Perspektive. Die angehenden Maler und Lackierer erlernen ihr Handwerk unter anderem an den Ufern der Wupper.

In Wuppertal ist es kaum zu übersehen: Bereits seit Wochen erstrahlt zwischen dem Alten Markt und Adlerbrücke das Geländer entlang der Wupper in neuem Glanz. Da wurde entrostet, geschliffen und grundiert, bis endlich der Schlussanstrich in einem Teilstück aufgetragen werden konnte.

Durchgeführt wurden die Verschönerungsarbeiten vom Projekt "Ufer", einer Ausbildungsinitiative des Jobcenters Wuppertal und der gemeinnützigen Gesellschaft für Entsorgung, Sanierung und Ausbildung, Gesa. Am Mittwoch nahmen die Azubis nun einen neuen Geländeabschnitt in Angriff. Unter anderem beim ersten Pinselstrich mit dabei: Thomas Lenz, Vorstandvorsitzender des Jobcenters Wuppertal, Gesa-Geschäftsführer Ulrich Gensch und Stadtentwicklungsdezernent Frank Meyer.

Drei Männer streichen ein Geländer an: Die Azubis bei der Arbeit am Projekt "Ufer". (Quelle: Ulrich Brüne)Drei Männer streichen ein Geländer an: Die Azubis bei der Arbeit am Projekt "Ufer". (Quelle: Ulrich Brüne)
"'Ufer' ist eines der erfolgreichsten Projekte, die vom Jobcenter gemeinsam mit der Gesa und dem Wuppertaler Handwerk umgesetzt werden", zog Thomas Lenz eine Zwischenbilanz. Bereits die erste Ausbildungsrunde habe das Projekt erfolgreich abschließen können. "Von zwölf im März 2015 gestarteten Azubis erreichten acht das dritte Lehrjahr", so Lenz. Vier seien krankheitsbedingt ausgeschieden, "die übrigen erzielten überdurchschnittlich gute Prüfungsergebnisse".

Mit Zuversicht in die Zukunft

Im August 2018 startete die zweite Ausbildungsrunde. Das Ziel der neun jungen Frauen und Männer: sich in drei Jahren den Gesellenbrief zum Maler und Lackierer zu erarbeiten. Einer der Azubis, die jetzt so fleißig an der Verschönerung des Wupperufers mitwirken, ist Marco Purrmann. Bevor er sich bei der Gesa um einen Ausbildungsplatz bewarb, hatte der 22-Jährige an einer Wiedereingliederungsmaßnahme teilgenommen. "Doch ich wollte immer schon etwas mit Handwerk machen", erzählt er t-online.de. Also nahm er Kontakt mit der Stiftung auf.

"Im Vorfeld testen wir erst einmal jeden Bewerber, ob er den Belastungen einer Ausbildung überhaupt gewachsen ist", so Maik Dürrer, der für die Ausbildung der zukünftigen Maler und Lackierer verantwortlich zeichnet. Diesen Test bestand Marco und er zeigt sich, was seine zukünftigen Berufschancen anbelangt, äußerst selbstbewusst.

"Wir werden hier gut geschult", erzählt Purrman. Er sei sich ziemlich sicher, dass er 2021 mit dem Gesellenbrief gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben wird. "Schließlich hat Handwerk ja wieder goldenen Boden", so der Azubi verschmitzt.

Handwerker arbeiten an einem Brückengeländer: Die Azubis arbeiten auf ihren Gesellenbrief als Maler und Lackierer hin. (Quelle: Ulrich Brüne)Handwerker arbeiten an einem Brückengeländer: Die Azubis arbeiten auf ihren Gesellenbrief als Maler und Lackierer hin. (Quelle: Ulrich Brüne)

Das Projekt vereine außerbetriebliche Ausbildung mit sozialpädagogischer Betreuung und folge einem abwechslungsreichen Ausbildungsplan, sagt Gesa-Geschäftsführer Ulrich Gensch. In den Monaten mit mildem Wetter werden die Geländer entlang der Wupper renoviert. Während der Wintermonate lernen die Azubis durch Praktika andere Malerbetriebe kennen.

"Dieser Aufbau erwies sich als erfolgreich", resümiert Gensch. Zudem freue er sich, "mit welchem Eifer die Jugendlichen die Chance eines zweiten Anlaufs zur Berufsausbildung nutzen".


Dass das Projekt gut ankomme, zeigen auch der Rückhalt und die Unterstützung der Wuppertaler Wirtschaft. Derzeit spendet die Lackfabrik Dr. A. Conrads die benötigten Rostschutzlacke. "Unser Familienunternehmen engagiert sich schon seit Jahrzehnten für das Gemeinwohl unserer Stadt. Es ist eine Freude, mit unseren Lackspenden etwas zum Gelingen beitragen zu können", so Geschäftsführer Mathias Conrads.

Verwendete Quellen:
  • Gespräche mit Thomas Lenz, Maik Dürrer, Marco Purrmann, Ulrich Gensch, Mathias Conrads
  • Eigene Beobachtungen vor Ort

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