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Wuppertal: Neues Management der Rathaus Galerie hat Umbaupläne

Chronologie einer Immobilie  

Neues Management der Rathaus Galerie hat Umbaupläne

Von Ulrich Brüne

07.11.2019, 14:08 Uhr
Wuppertal: Neues Management der Rathaus Galerie hat Umbaupläne. Die Rathaus-Galerie in Wuppertal. (Quelle: Ulrich Brüne)

Die Rathaus-Galerie in Wuppertal: Das Gebäude macht ständige Eigentümerwechsel durch. (Quelle: Ulrich Brüne)

Bis zur Eröffnung der City Arkaden im Oktober 2001 war die Rathaus Galerie am Karlsplatz in Wuppertal das größte Shopping-Center der Stadt. Doch inzwischen verringern ständige Eigentümerwechsel Attraktivität und Anziehungskraft. Jetzt versucht ein neuer Investor sein Glück. Eine Chronologie der wechselhaften Geschichte des Gebäudes.

Mit einer Investition von knapp 100 Millionen D-Mark entstanden bis Mitte 1994 auf einem 7.000 Quadratmeter großen Grundstück 14.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche sowie 7.600 Quadratmeter für Wohnungen und Büros. Mit diesen Dimensionen war die Rathaus Galerie eines der größten Einkaufscenter in Wuppertal. Die Anfangsjahre unter dem Wuppertaler Investor Bernd Matthes verliefen sehr erfolgreich.1996 wurde die Galerie sogar mit dem "European Shopping Center Award" ausgezeichnet.

Immer neue Eigentümer gaben sich seitdem jedoch die Klinke in die Hand. 2005 hatte die "Edinburgh House" das Center von Matthes gekauft. 2017 erwarb dann die in Berlin ansässige Grundstücksgesellschaft "Caurus" die Mall hinter dem Elberfelder Rathaus.

Zwischennutzer bestimmen das Bild

Im Schlepptau der neuen Eigentümer sind immer wieder engagierte Projektentwickler, mit immer neuen Ideen. Da war zu Beginn der "Ära Caurus" zum Beispiel die "ROSCO Centermanagement und Immobilienverwaltung GmbH" aus Bad Hersfeld. Deren Center Manager Jörg Markert machte gleich zu Beginn des Engagements unmissverständlich klar, dass es recht zügig "zu einschneidenden konzeptionellen und inhaltlichen Veränderungen kommen" werde.

So sollte zum Beispiel der Eingangsbereich zum Willy-Brandt-Platz in eine Markthalle umgewandelt werden. Im Mittelpunkt der Neukonzeption: die Nahversorgung, vor allem die der angrenzenden Nordstadt. Doch alles schleppte sich und immer mehr Bestandsmieter nahmen Reißaus. Im unteren Teil der Mall wurde die Einkaufswelt schrittweise mit Brettern vernagelt. Klassische Zwischennutzer bestimmten das Bild. Einziger bunter Lichtblick: der WSV-Fanshop. Letztlich scheiterten die ROSCO-Manager. Und wer war schuld: die veraltete Haustechnik.

Neuer Eigentümer – neues Glück?

Nun versucht die "RREE – Retail Real Estate Experts" aus Bergisch Gladbach ihr Glück. Nach eigenem Bekunden "ein Netzwerk von Immobilienspezialisten". Auch sie haben jetzt großes vor. Denn sie planen "umfangeiche Veränderungen". Wie sie der "Westdeutschen Zeitung" erläuterten, soll unter anderem die "oberste Ebene mit dem Zugang an der Klotzbahn (…) in Zukunft nicht mehr für Ladengeschäfte zur Verfügung stehen."

Stattdessen sei eine Umnutzung für Wellness, einen Hotelbetrieb oder ähnliches angedacht. Vom Tisch seien "Ideen eines Basars oder einer Markthalle für die unteren Ebenen." Einkaufen bleibe aber das Hauptthema. "Wir wollen die Rathaus-Galerie zum Nahversorgungsstandort ausbauen", so ein Sprecher der RRE gegenüber der "WZ". Folgt man der Planung der Projektentwickler, so sollen Anfang 2020 die ersten baulichen Arbeiten starten. "2023 soll die Umgestaltung abgeschlossen sein."

Mieter zeigen sich überrascht

Die meisten Mieter waren von der Ankündigung mehr als überrascht. Mit ihnen, so erklärten sie gegenüber t-online.de, habe bisher niemand konkret gesprochen. Einigen habe man wohl neue Geschäftsräume in anderen Teilen der Mall angeboten. Für die meisten ergibt ein hausinterner Umzug aber keinen Sinn.


"Wir ziehen doch hier nicht wie die Nomaden von Ladenlokal zu Ladenlokal", so ein Mieter im Gespräch mit t-online.de. "Ich will hier spätestens im Januar raus sein", so ein Mieter. Auch wenn man ihm bereits ein günstiges Angebot gemacht hat, wenn er umzieht. Die letzten Jahre hätten nur Unruhe gebracht. "Und tolle Pläne hatten sie alle mal", so die frustrierende Bilanz.

Verwendete Quellen:

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