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Wuppertal: Verwirrte Frau löst Rattenplage in Ronsdorf aus – Ausnahmezustand


Verwirrte Frau löst Rattenplage in Wuppertal aus

Von Ulrich Bruene

Aktualisiert am 05.03.2020Lesedauer: 2 Min.
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Eine Ratte unter einer Mülltonne: Wegen der Tiere dürfen Schüler und Kita-Kinder in Ronsdorf in Wuppertal nicht mehr draußen spielen (Symbolbild).Vergrößern des Bildes
Eine Ratte unter einer Mülltonne: Wegen der Tiere dürfen Schüler und Kita-Kinder in Ronsdorf in Wuppertal nicht mehr draußen spielen (Symbolbild). (Quelle: Schick/imago-images-bilder)

Seit Jahren streut eine offenbar verwirrte Frau säckeweise Vogelfutter vor dem Gelände einer städtischen Kindertagesstätte in Wuppertal aus und lockt damit Ratten an. Die Stadt ist dagegen machtlos.

Der Ärger um eine Rattenplage in Wuppertal-Ronsdorf geht weiter. Dort streut eine offenbar geistig verwirrte Frau Unmengen Vogelfutter vor der Kita in der Ferdinand-Lassalle-Straße aus. Dadurch werden Ratten angelockt, die sich massenhaft vermehrt haben und zu einer echten Plage geworden sind.

Die Stadt hat bisher vergeblich versucht, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Schon seit einigen Tagen dürfen die rund 100 Kita-Kinder wegen der Rattenplage nicht mehr draußen spielen. Das Gesundheitsamt sperrte das Außengelände. Zu hoch ist das Infektionsrisiko, denn Ratten sind Überträger gefährlicher Krankheiten. Seit Dienstag können nun auch rund 300 Kinder der benachbarten Grundschule nicht mehr auf ihren Schulhof. Für Eltern und Erzieher herrscht Ausnahmezustand.

Reinigung zweimal täglich

Die Stadt lässt das Gelände mittlerweile zweimal täglich reinigen. "Doch solange Unmengen von Futter herumliegen, haben die von uns beauftragten Kammerjäger mit ihren Gift-Ködern kaum eine Chance, die Rattenplage einzudämmen", erläutert Kathrin Petersen vom Presseamt der Stadt gegenüber t-online.de die Situation vor Ort.

Auch die zahlreich aufgestellten Rattenfallen werden von den Nagern ignoriert. "Schließlich wird immer wieder von außen neues Futter ausgestreut", so Petersen. Selbst ein kürzlich vor dem Gelände aufgestellter Bauzaun habe die "Futterflut" nicht stoppen können, weiß Andreas Schmidt vom "Ronsdorfer Sonntagsblatt", der die Situation seit Jahren verfolgt. "Die Frau wirft das Futter nachts halt einfach durch die Maschen."

Keine juristische Handhabe

Bisher sucht die Stadt vergeblich nach juristischen Lösungen. "Wir haben alle rechtlichen Möglichkeiten geprüft", so Kathrin Petersen. "Doch der Frau ist nicht beizukommen." So gäbe es keine Handhabe, die Frau zum Beispiel zu entmündigen. Auch Platzverweise und Unterlassungserklärungen habe sie ignoriert.

In der Zwischenzeit greift die Rattenplage auch auf die anliegenden Häuser über. Schmidt: "Es gibt Anwohner, die sich kaum noch trauen, ihre Fenster zu öffnen."

Verwendete Quellen
  • Gespräch mit dem Presseamt der Stadt
  • Gespräch mit dem "Ronsdorfer Sonntagsblatt"
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