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Öffentliches Training: Wie Fans über Löws Nationalmannschaft denken

Wie drei Fans über das DFB-Team denken  

"Die Liebe zur Nationalelf hört deshalb doch nicht auf"

Von Luis Reiß

10.10.2018, 14:43 Uhr
Öffentliches Training: Nationalmannschaft trainiert in Berlin (Screenshot: Reuters)
DFB-Team will Verhältnis zu Fans verbesserm

Mit Uth und Sané geht es in die beiden Nations-League-Spiele.

Öffentliches Training: Das DFB-Team will im Zuge der nächsten Nations-League-Spiele sein Verhältnis zu den deutschen Fans verbessern. (Quelle: Reuters)


Nach mehr als vier Jahren hat die Nationalelf in Berlin wieder öffentlich trainiert. Die Fans sind dankbar, fordern aber auch noch mehr öffentliche Termine. Einige sehen das Image der Nationalelf kritisch.

Kinder, die mehr als eine Stunde lang jedes Tor im Training bejubeln, ihre großen Helden von Manuel Neuer bis Mats Hummels feiern und sich anschließend von ganzem Herzen über jedes Autogramm freuen. Auf Szenen wie diese hat die Nationalmannschaft mehr als vier Jahre lang verzichtet.

So lange hat auf deutschem Boden keine öffentliche Trainingseinheit mehr stattgefunden – bis zum Dienstagabend. Da ließ der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mehr als 5000 Zuschauer im Berliner Stadion auf dem Wurfplatz, unweit des Olympiastadions, zuschauen. Die Karten wurden teilweise an Jugendteams aus der Region verteilt oder konnten telefonisch vorbestellt werden.

Fans fordern mehr öffentliche Einheiten

t-online.de hat die Fans gefragt, was sie von der Aktion halten und wie sie die Nationalmannschaft aktuell beurteilen. Trotz der guten Stimmung sind sich alle einig: Bis zur nächsten öffentlichen Trainingseinheit soll es nicht wieder vier Jahre dauern. Matthias Foit meint: “Das ist einwandfrei. Öfter wäre schön, aber die Frage ist, ob das umsetzbar ist. Das Interesse ist ja riesig, alleine in Berlin hätten mit Sicherheit auch 30.000 Tickets verteilt werden können.” Auch Rebekka Matschke findet die Aktion “sehr gut”, vor allem “weil man sonst keine Chance hat so nah an die Spieler ranzukommen”.

Der Verband betonte in der Vergangenheit oft, dass der Aufwand bei öffentlichen Trainingseinheiten zu groß sei. Oliver Weinert will dieses Argument nicht gelten lassen: “Wir haben letzte Woche die Karten bestellt, jetzt sind 5000 Menschen hier. Es geht also doch. Es stehen große Konzerne hinter dem DFB-Team, es gibt im ganzen Land mit den Nachwuchsleistungszentren und kleineren Stadien eine passende Infrastruktur. Der Wille muss da sein, dann sollten häufigere, öffentliche Trainings kein Problem sein.”

Alle wollen Toni Kroos: Die Autogramme und Fotos mit dem Mittelfeld-Strategen sind bei den Fans besonders begehrt. (Quelle: Reuters/Fabrizio Bensch)Alle wollen Toni Kroos: Die Autogramme und Fotos mit dem Mittelfeld-Strategen sind bei den Fans besonders begehrt. (Quelle: Fabrizio Bensch/Reuters)

Und wie sehen die Fans die Nationalelf nach dem schlechten Abschneiden bei der WM?

Matthias Foit ist zwar “noch enttäuscht von den Leistungen bei der WM.” Aber: “Die Liebe zur Nationalmannschaft hört doch nicht auf, nur weil es mal schlecht läuft. Wir haben super Spieler, die werden genauso wie ihr Trainer aus der WM gelernt haben.” Rebekka Matschke meint: “Nach dem WM-Aus hätte Jogi Löw vielleicht mehr frisches Blut reinbringen sollen, das fehlt mir aktuell noch.” Zudem sieht sie die umfangreichen Marketing-Aktivitäten der Nationalelf kritisch: “Ob Shampoo, Müsli oder McDonalds – überall sind die Nationalspieler drauf. Das ist mir zu viel.”


Oliver Weinert glaubt, dass die Nationalelf gerade einen normalen Prozess durchmache. “Wir sind doch nicht die einzige Nation, die sich verbessern will. Die anderen arbeiten auch an sich, so wechselt sich der Erfolg eben manchmal ab. Auch Frankreich hatte vor dem WM-Titel eine lange Talfahrt zu überwinden.” An den Marketing-Aktivitäten des DFB stört er sich weniger: “So ist der Zeitgeist – und ich glaube nicht, dass sich das noch einmal zurückdrehen lässt.”

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