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Drittligist KFC Uerdingen droht Insolvenz und Abstieg

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 14.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Michail Ponomarew: Der Präsident zieht sich vom KFC Uerdingen zurück.
Michail Ponomarew: Der Präsident zieht sich vom KFC Uerdingen zurück. (Quelle: Fotostand/imago-images-bilder)
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Der KFC Uerdingen steht in der 3. Liga im gesicherten Mittelfeld. Finanziell droht dem Verein allerdings die Insolvenz und der Abstieg – denn Präsident Ponomarew tritt vorzeitig zurück.

Präsident Michail Ponomarew vom Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen hat seinen vorzeitigen Rücktritt erklärt. Wie die "Rheinische Post" berichtete, habe der 46-Jährige den Verwaltungsrat in Kenntnis gesetzt und seinen Rückzug spätestens zum 20. Januar geplant. Auch der 2. Vorsitzende Nikolas Weinhart steht nicht mehr zur Verfügung.


Bankrott nach der Karriere: Diese Stars verdienten viel – und gingen trotzdem pleite

Es war die Zeit ihres Lebens: Sie feierten Erfolge, hatten Fans, die sie anhimmelten – und zudem kassierten sie als Fußball-Profis ein gutes Gehalt. Trotzdem kämpften später einige von ihnen mit finanziellen Problemen. Beispielhaft dafür steht auch Eike Immel (Foto). Doch er war bei weitem nicht der Einzige. t-online mit einer Übersicht.
Brad Friedel: Der amerikanische Torwart war von 1994 bis 2015 Fußballprofi. Unter anderem lief er für Tottenham auf. Im Jahr 2011 erklärte er sich selbst mit angehäuften Schulden von fünf Millionen Pfund für bankrott, so berichtete es der "Daily Mirror".
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Der Verein betonte, dass dieser Schritt keinerlei Auswirkungen auf die KFC Uerdingen 05 Fußball GmbH habe, die weiterhin von Nikolas Weinhart als Geschäftsführer vertreten wird. Doch die Zukunft ist ungewiss.

"Entwicklung stagniert leider aus verschiedenen GrĂĽnden"

Ponomarew, der am 6. Dezember seinen Ausstieg zum Saisonende angekündigt hatte, ist seit fast fünf Jahren bei den Krefeldern als Investor und Klubchef tätig und hat mehrere Millionen in den Verein investiert. Während seiner Amtszeit ist der KFC von der Oberliga bis in die 3. Liga aufgestiegen. "Wir hatten eine erfolgreiche Zeit, aber die Entwicklung stagniert leider aus verschiedenen Gründen", begründete der Russe im Dezember seinen Rückzug.

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Zudem habe es dem KFC, der seine Heimspiele nun schon in der dritten Saison nacheinander nicht im sanierungsbedĂĽrftigen heimischen Stadion austragen kann, auch an UnterstĂĽtzung durch die Stadt Krefeld gefehlt.

"Dann wird der KFC in der Regionalliga spielen"

Auf der Suche nach einem neuen Investor sind die Uerdinger bislang noch nicht fĂĽndig geworden. Auf einer Informationsveranstaltung fĂĽr die Mitglieder am Dienstagabend zeichnete Ponomarew ein dĂĽsteres Bild fĂĽr den Fall, dass kein neuer Geldgeber gefunden wird. "Dann wird der KFC in der kommenden Saison nicht mehr in der 3. Liga spielen, sondern in der Regionalliga", sagte er.

Bis zum 1. März muss die Lizenz für die 3. Liga beantragt werden. Am am 21. Januar, also einen Tag nach Ponomarews Rücktritt, müssen alle Drittligisten mögliche Liquiditätslücken gedeckt und dies dem DFB mitgeteilt haben, schreibt der "Kicker". Er selbst würde demnach derzeit alle Rechnungen bezahlen.

Sollte bis dahin kein Investor gefunden worden sein, werden die Uerdinger wohl eine Klasse tiefer antreten müssen. Sogar eine mögliche Insolvenz des früheren Bundesligisten steht im Raum. "Die Situation hat sich in den vergangenen Wochen erheblich verschlechtert", klagte Aufsichtsratschef Andreas Galland.

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