Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomeSportMehr Sport

Trauer: Wrestling-Legende Antonio Inoki ist tot


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für ein VideoUkraine findet atomwaffenfähige RaketeSymbolbild für einen TextBericht: Bund untersagt hohe StrompreiseSymbolbild für einen TextGirokarte: Funktion wird abgeschafftSymbolbild für einen TextSilbereisen-Show schlecht wie nieSymbolbild für einen TextDas ist der neue US-Super-Bomber
DSV-Biathleten wollen nächstes Podest
Symbolbild für einen TextRonaldo wütet: "Er hat keine Autorität"Symbolbild für einen TextFan stirbt bei Konzert der Kelly FamilySymbolbild für einen TextHessen: Legendäres Hotel wird verkauftSymbolbild für einen TextUrlaubsland: Verbot für außerehelichen SexSymbolbild für einen TextAbou-Chaker für Spuckangriff verurteiltSymbolbild für einen Watson TeaserSilbereisen-Show: Panne verstört FansSymbolbild für einen TextAnzeige: Jahres-LOS kaufen und Einzel-LOS gratis dazu sichern
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Wrestling-Legende ist tot

Von t-online, dd

01.10.2022Lesedauer: 3 Min.
Antonio Inoki: Treibende Kraft im Wrestling in Japan. (Quelle: Reuters)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Antonio Inoki ist gestorben. Der Japaner war Pionier in gleich mehreren Sportarten – ein Kampf gegen Muhammad Ali ging in die Geschichte ein.

Einst stand er bei einem Schaukampf mit Box-Legende Muhammad Ali im Ring, jetzt ist der frühere japanische Wrestler Antonio Inoki gestorben. Der 79-Jährige, nach seiner Sportkarriere in der Politik aktiv, schied am Samstag aus dem Leben. Nach Angaben der Rundfunkanstalt NHK war Herzversagen die Ursache. Die Meldung bestimmte die Berichterstattung in Japan – denn Inoki prägte das Land über das Wrestling hinaus.

Der fast 1,90 m große Exzentriker, als Kanji Inoki in Yokohama geboren, war in Japan Pionier in Sachen Mixed Martial Arts (MMA). 1960 traf der talentierte Sportler mit 17 Jahren die japanische Wrestling-Legende Rikidozan, fing dann an, für eine Karriere im Showsport zu trainieren. Den Ringnamen "Antonio" legte er sich als Hommage an Wrestling-Ikone Antonino Rocca zu. Einer seiner Lehrmeister war der populäre Karl Gotch, der Belgier gilt noch heute als Instanz, war damals maßgeblich am Aufbau einer Wrestling-Kultur in Japan beteiligt. Inoki wurde schnell zu einem der größten Stars in Japan, seinen von Gotch gelernten "Strong Style" – ein harter Wrestling-Stil, der auch Schläge und Tritte aus anderen Kampfsportarten einschließt und den Eindruck eines "echten" Kampfes vermittelt – wird noch heute besonders von japanischen Wrestlern imitiert.

Historischer Fight gegen Ali

1972 gründete Inoki die noch heute einflussreiche Liga "New Japan Pro Wrestling" (NJPW), wurde damit auch zum Promoter. Inoki wurde über die japanischen Landesgrenzen hinaus zum Star, stand auch gegen die weltweit bekannteren US-Größen und internationale Stars wie Hulk Hogan, Ric Flair oder André the Giant im Ring. 1998 beendete er mit 55 Jahren seine aktive Karriere, 2005 veräußerte er seine Mehrheitsanteile an NJPW, gründete danach aber andere Ligen, blieb dem Wrestling stets verbunden.

Ali und Inoki in ihrem Fight 1976. Der Kampf gilt heute als wegweisend für den MMA-Kampfstil.
Ali und Inoki in ihrem Fight 1976. Der Kampf gilt heute als wegweisend für den MMA-Kampfstil. (Quelle: KEYSTONE Pictures via www.imago-images.de)

Doch Inoki wurde auch in anderen "echten" Kampfsportarten zum Experten. 1976 trat er in Tokio gegen Ali an, doch der mit Spannung erwartete Fight wurde zur Farce: Inoki lag permanent auf dem Rücken, bot Ali keine Angriffsfläche und trat dem Champion die Waden blutig. Der Kampf zwischen Wrestler und Boxer endete mit einem Unentschieden. Rückblickend aber gilt das Duell als Geburtsstunde von "Mixed Martial Arts" (MMA), wo verschiedene Kampfstile aufeinandertreffen, wie in der populären "Ultimate Fighting Championship" (UFC), deren Shows Millionen weltweit verfolgen.

Berüchtigte Ausbrüche

Noch während seiner aktiven Karriere stieg Inoki in die japanische Politik ein, gründete 1989 eine Partei und wurde ins Oberhaus seines Landes gewählt, trat seitdem bei offiziellen Terminen stets mit rotem Schal auf. Vor dem Golfkrieg reiste er 1990 in den Irak, um die Freilassung japanischer Geiseln zu erreichen. Inoki setzte sich auch – nicht unumstritten – für Verständigung mit Nordkorea ein, sein Mentor Rikidozan stammte gebürtig aus dem Land. Highlight: Ein Match gegen Flair in Pjöngjang 1995 – vor mutmaßlich bis zu 190.000 Zuschauern.

Auch bis ins hohe Alter blieb Inoki aber im Wrestling als Promoter aktiv, war bekannt für seine Wutausbrüche – und für seine hohen Erwartungen an seine Wrestler. 2011 war er von der Qualität eines Matches in einer seiner Shows dermaßen aufgebracht, dass er aufgebracht durch die Ränge bis an die Ringabsperrung lief, einen Stuhl dagegenschlug und lautstark ("Bullshit") ein schnelles Ende befahl. Inoki galt als Respektsperson.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.
Meistgelesen
Ireen Sheer: Die Musikerin hatte mehr als 7.500 Auftritte.
Schlagerstar Ireen Sheer verabschiedet sich von der Bühne
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

2017 forderte er von der Regierung in einem Haushaltsausschuss eine offizielle Position zu Außerirdischen, da er ein mysteriöses Flugobjekt am Horizont gesehen habe. 2019 zog sich Inoki aus der Politik zurück, ein Jahr später machte er eine Herzerkrankung öffentlich.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

WWE-Chef Paul "Triple H" Levesque twitterte seine Anteilnahme: "Eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der Geschichte unseres Geschäfts, einer, der den Begriff "Kampfgeist" verkörperte. Sein Vermächtnis wird für immer nachwirken."

Empfohlener externer Inhalt
Twitter
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Der renommierte Wrestling-Journalist Dave Meltzer schrieb: "Einer der größten Stars der Wrestling-Geschichte und unglaublich einflussreich sowohl im Wrestling- als auch im MMA-Geschäft."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • eigene Recherche
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Formel 1
Rennkalender



t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website