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Olympia 2020: Anti-Doping-Agentur fordert Russland-Ausschluss

Vier Jahre Sperre  

Anti-Doping-Agentur fordert Russland-Aus für Olympia

25.11.2019, 21:57 Uhr | t-online.de , sid

Olympia 2020: Anti-Doping-Agentur fordert Russland-Ausschluss. Anzhelika Sidorova: Die russische Stabhochspringerin kann bei den Olympischen Spielen in Tokio womöglich nicht unter der Flagge ihres Landes springen. (Quelle: imago images/Sven Simon)

Anzhelika Sidorova: Die russische Stabhochspringerin kann bei den Olympischen Spielen in Tokio womöglich nicht unter der Flagge ihres Landes springen. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Bei den Olympischen Spielen 2018 war Russland nicht dabei. Als "Olympische Athleten aus Russland" traten die Sportler an. Das könnte auch bei den nächsten Turnieren der Fall sein.

Russland soll für vier Jahre von sportlichen Wettbewerben und damit auch von den Olympischen Spielen 2020 und 2022 ausgeschlossen werden. Dieses Strafmaß empfahl das zuständige Gremium der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada am Montag in der Affäre um manipulierte Daten aus dem Moskauer Kontrolllabor der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada, die nun wieder suspendiert werden soll.

Chance für neutrale Athleten 

In einem Statement, das die Wada am Montagabend veröffentlichte, werden diverse weitere Sanktionen genannt, die gegen Russland verhängt werden sollen. So dürfte Russland für vier Jahre kein sportliches Großereignis ausrichten, russische Offizielle wären für den gleichen Zeitraum von allen großen Wettkämpfen wie Weltmeisterschaften ausgeschlossen. Einzelsportler dürften nur nach eingehender Prüfung als neutrale Athleten starten.

Eine endgültige Entscheidung über das Strafmaß fällt das Wada-Exekutivkomitee am 9. Dezember in Paris. Der Vorsitzende des sogenannten Compliance Review Committees (CRC), Jonathan Taylor, hatte in der ARD bereits erklärt, er erwarte, dass das Exekutivkomitee die Vorschläge seines Gremiums "befürworten" werde.

Verfahren gegen Rusada im September eingeleitet

Hintergrund ist die Affäre um mutmaßlich manipulierte Daten aus dem Moskauer Kontrolllabor. Mit diesen sollen das genaue Ausmaß des systematischen Dopings in Russland belegt und individuelle Strafen für Athleten möglich werden.


Ende November 2017 hatte die Wada durch einen Whistleblower eine Kopie des Labor-Informations- und Management-Systems (LIMS) erhalten. Bei Vergleichen mit den Anfang 2019 übergebenen Originaldateien fielen die Unregelmäßigkeiten auf. Die Wada leitete daraufhin Mitte September ein Verfahren gegen die Rusada ein.

Die Rusada war bereits von 2015 bis 2018 von der Wada ausgeschlossen. Die Wiederaufnahme hatte damals viel Kritik ausgelöst, da Russland zwei grundlegende Forderungen nicht erfüllte – unter anderem die Übergabe der Labordaten, diese bekam die Wada erst Anfang Januar 2019.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur SID

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