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Endlich auf dem Podium: Vanessa Voigt ├╝berrascht sich selbst

Von dpa
Aktualisiert am 11.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Vanessa Voigt (l) hat beim Biathlon-Weltcup in Estland den zweiten Platz erreicht.
Vanessa Voigt (l) hat beim Biathlon-Weltcup in Estland den zweiten Platz erreicht. (Quelle: Roman Koksarov/AP/dpa./dpa)
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Otep├Ą├Ą (dpa) - Die Augen leuchteten, Vanessa Voigt war nach ihrem Biathlon-Coup in Otep├Ą├Ą ├╝bergl├╝cklich. "Das ist die Kirsche auf der Torte f├╝r mich", sagte sie. "Ich freue mich mega, dass ich auf diesem Podest stehen darf. Wer h├Ątte das gedacht vor der Saison", meinte die 24-J├Ąhrige.

Erstmals in ihrer Karriere hatte die junge Th├╝ringerin dieses Kunstst├╝ck geschafft, belegte am Freitag nach einem fehlerfreien Schie├čen im Sprintrennen Rang zwei. Besser war nur die Franz├Âsin Julia Simon, die trotz einer Strafrunde elf Sekunden schneller war. "Ich bin irgendwie schon ein wenig sprachlos. Das ist echt verr├╝ckt", sagte Voigt in der ARD.

Mit dem Blumenstrau├č in der Hand und der selbst um den Hals geh├Ąngten Medaille sprang sie wenig sp├Ąter auf das Podium, beklatscht von den Fans im Stadion in Estlands Winterhauptstadt. "Wenn es wirklich um die hei├če Wurst da vorne geht, dann kann ich noch mal Extrapower aus meinem K├Ârper rausholen. Ich wei├č auch nicht, woher ich die hole. Irgendwie schaffe ich es immer, noch einmal einen draufzusetzen", beschrieb sie ihren Lauf ins Gl├╝ck.

Dritte beim vorletzten Weltcup der Saison wurde die Norwegerin Karoline Offigstad Knotten, die ebenfalls fehlerfrei geblieben und 12,8 Sekunden langsamer als die Siegerin aus Frankreich war. Einzel-Olympiasiegerin Denise Herrmann kam auf Rang vier, 3,4 Sekunden fehlten der 33-J├Ąhrigen nach den 7,5 Kilometern auf den Podestplatz. "Ich habe relativ viel Zeit am Schie├čstand liegen gelassen. Ich bin zufrieden mit Platz vier, und Vanessa auf dem Podium, das ist ein gutes Teamergebnis", sagte Herrmann.

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Ihre Teamkollegin profitierte zu Beginn der Saison auch von fehlender Konkurrenz im deutschen Team. Erst seit diesem Winter geh├Ârt die sichere Sch├╝tzin fest zum Weltcup-Team. Im Olympia-Einzel zuletzt in Peking beim Sieg von Herrmann war sie als Vierte noch knapp an der Medaille vorbeigelaufen, nur 1,3 Sekunden fehlten damals zu Bronze, das Edelmetall hat sie dann mit der Damen-Staffel gewonnen.

"Ich habe gestern an meinen Schie├čzeiten gearbeitet. Ich wollte mal zeigen, dass ich das im Wettkampf hinkriege, was ich mir im Training antrainiere", meinte sie. "Aber ich schie├če lieber die Null, als hudelig", gab sie zu Protokoll. Beim Weltcup in Otep├Ą├Ą geht es am Samstag mit den Massenstart-Wettbewerben weiter, Voigt ist da wieder viel zuzutrauen.

Ukrainerinnen mit Premiere

Drittbeste deutsche Skij├Ągerin war Franziska Preu├č als Zw├Âlfte. "Ich h├Ątte mir ehrlich gesagt ein besseres Geschenk gew├╝nscht, aber ich bin selber schuld gewesen", sagte Preu├č, die am Freitag 28 Jahre alt geworden war und mit ihren zwei Schie├čfehlern haderte. Vanessa Hinz belegte Rang 19, Franziska Hildebrand wurde 23. und Janina Hettich kam auf Rang 32.

Ihre Premiere im Biathlon-Weltcup feierten die Ukrainerinnen Olena (17) und Julia Horodna (20) mit den Pl├Ątzen 85 und 82. Die beiden Schwestern konnten nach der russischen Invasion in ihr Heimatland nach Polen fliehen. W├Ąhrend Weltcup-Starter wie Dmytro Pidrutschnji oder Julia Dschima eingezogen wurden und in ihrer Heimat k├Ąmpfen, sind die Nachwuchsbiathletinnen die Einzigen, die die blau-gelben Nationalfarben in Estland vertreten und damit ein symbolisches Zeichen setzen.

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