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Golden Globes: Tom Cruise gibt aus Protest seine Trophäen zurück

Heftige Kritik am Verband  

Tom Cruise gibt aus Protest seine Golden-Globe-Trophäen zurück

11.05.2021, 09:25 Uhr | dpa, spot on news, mbo, t-online

Golden Globes: Tom Cruise gibt aus Protest seine Trophäen zurück. Tom Cruise: Der Hollywoodstar hat Berichten zufolge seine Golden-Globe-Preise zurückgegeben. (Quelle: Emmanuel Wong/Getty Images for Paramount Pictures)

Tom Cruise: Der Hollywoodstar hat Berichten zufolge seine Golden-Globe-Preise zurückgegeben. (Quelle: Emmanuel Wong/Getty Images for Paramount Pictures)

Die Kritik an Hollywoods Verband der Auslandspresse wird immer größer und zieht Konsequenzen nach sich. Nun schließt sich auch Hollywoodstar Tom Cruise dem Protest gegen den Verband, der die Golden Globes verleiht, an.

Hollywoods Verband der Auslandspresse, der alljährlich die Golden Globes verleiht, gerät besonders durch Vorwürfe der fehlenden Diversität immer mehr unter Druck. "Mission: Impossible"-Star Tom Cruise soll deshalb in einer Protestaktion seine drei Globe-Trophäen an die Organisation zurückgegeben haben, wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichteten. Cruise hatte die Preise für seine Rollen in "Geboren am 4. Juli" (1990), "Jerry Maguire – Spiel des Lebens" (1997) und "Magnolia" (2000) gewonnen. Cruise selbst hat sich noch nicht zu den Berichten geäußert.

Nach wachsender Kritik an dem Verband hatte am Montag auch der US-Sender NBC Konsequenzen gezogen. Er kündigte an, die Globe-Gala im Jahr 2022 nicht auszustrahlen. Der Globe-Verband HFPA (Hollywood Foreign Press Association) müsse Zeit und Arbeit investieren, um größere Reformen umzusetzen, hieß es in einer Mitteilung. Der Sender hoffe, die Gala im Januar 2023 nach entsprechenden Veränderungen wieder zu zeigen.

Fehlende Diversität und intransparente Mitgliedschaftskriterien

Der HFPA, die 1943 gegründet wurde und die Globes seit 1944 verleiht, werden unter anderem fehlende Diversität und intransparente Mitgliedschaftskriterien vorgeworfen. Ein zentraler Kritikpunkt: Der Preisjury gehören keine Schwarzen an. Die knapp 90 Mitglieder hatten vorige Woche zwar Reformen versprochen, so etwa die Aufnahme neuer Mitglieder, vorrangig Afroamerikaner. Aber Stars wie Scarlett Johansson und Mark Ruffalo sowie wichtige Firmen in Hollywood kritisierten die angekündigten Neuerungen als nicht weitreichend genug.

Streamingdienste wie Netflix positionieren sich ebenfalls gegen die HFPA. Netflix-Co-CEO Ted Sarandos schickte am Freitag einen Brief an das Führungsgremium, in dem es heißt: "Wir glauben nicht, dass diese vorgeschlagenen neuen Richtlinien – insbesondere in Bezug auf die Größe und Geschwindigkeit des Mitgliederwachstums – die grundlegenden Herausforderungen der HFPA in Bezug auf Diversität und Inklusion oder das Fehlen klarer Standards dafür, wie Ihre Mitglieder arbeiten sollten, angehen werden. Daher stoppen wir jegliche Aktivitäten mit Ihrer Organisation, bis sinnvollere Änderungen vorgenommen werden."

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