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Plüsch-Pop - Tindersticks: Hoffnung ist der größte Schatz

Plüsch-Pop  

Tindersticks: Hoffnung ist der größte Schatz

19.11.2019, 09:57 Uhr | dpa

Plüsch-Pop - Tindersticks: Hoffnung ist der größte Schatz. Die Tindersticks machen einfühlsame "Mood Music".

Die Tindersticks machen einfühlsame "Mood Music". Foto: Richard Dumas/Suzanne Osborne/dpa. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Ein stuckverzierter Saal, Samtvorhänge an den Türen, ein gutes Glas Rotwein auf dem Rundtischchen - in diesem Rahmen würde man die Musik der Tindersticks gern genießen.

Erst recht die zehn Lieder ihres außergewöhnlich schönen neuen Albums "No Treasure But Hope": Selten zuvor klang die britische Band so sehr nach üppigem Plüsch und nobler Dekadenz.

Tindersticks machen stets stimmungsvolle "Mood Music". Piano, Streicher, Standbass, federnde Akustikgitarren, die Mandolinen in der Ballade "Pinky In The Daylight" - wieder sind die Songs der Band um Frontmann Stuart Staples aufs Feinste instrumentiert und produziert.

Das war schon auf dem gefeierten Tindersticks-Debüt von 1993 und dem ebenso meisterhaften Nachfolger von 1995 nicht anders. Doch jetzt, nach einem Dutzend Studioalben, haben diese Musiker eine Reife und Schwere erreicht, die sich - um im Rotwein-Bild zu bleiben - mit einem 25 Jahre alten Bordeaux vergleichen lässt.

Staples, dessen wattiger Bariton-Gesang früher oft nur schwer zu verstehen war, hat sich spätestens seit dem hervorragenden "The Something Rain" (2012) eine Klarheit angewöhnt, die den Liedern gut tut. Drei Jahre nach "The Waiting Room" habe er außerdem das Gefühl gehabt, "etwas Besonderes machen zu müssen". Sein Ziel: die Live-Energie der Tindersticks schon beim Aufnahmeprozess abzurufen - und zugleich noch mehr Sorgfalt beim Songwriting.

Schwelgerischer Pop trifft auf kammermusikalische Arrangements - diesen Sound hat das 1992 in Nottingham gegründete Ensemble (derzeit ein Quintett plus Gäste) immer noch weitgehend exklusiv. Am ehesten ist die Musik der Tindersticks mit Balladen von Nick Cave vergleichbar. Im Gegensatz zu dessen tieftraurigen jüngsten Alben trägt "No Treasure But Hope" indes die Hoffnung schon im Titel. Aufbauender kann Melancholie kaum klingen.

Tourneedaten 2020: 04.02. Berlin - Philharmonie; 18.04. Bochum - Schauspielhaus; 19.04. München - Prinzregententheater; 20.04. Hamburg - Laeiszhalle; 05.05. Genf - Alhambra; 06.05. Winterthur - Casinotheater; 09./10.05. Wien - Akzent Theater

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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