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Überraschungen bei den Grammy-Nominierungen

Rap und viele weibliche Stars  

Überraschungen bei den Grammy-Nominierungen

07.12.2018, 17:01 Uhr | dpa , mho, t-online.de

Überraschungen bei den Grammy-Nominierungen. Die Grammy-Nominierungen in der Kategorie Album des Jahres: Cardi B, Brandi Carlile, Drake, H.E.R., Post Malone, Janelle Monae, Kacey Musgraves und Kendrick Lamar. (Quelle: Reuters)

Die Grammy-Nominierungen in der Kategorie Album des Jahres: Cardi B, Brandi Carlile, Drake, H.E.R., Post Malone, Janelle Monae, Kacey Musgraves und Kendrick Lamar. (Quelle: Reuters)

Im Februar findet die 61. Verleihung der Grammy Awards statt. Gerade wurden die Nominierungen bekannt gegeben – und einer hat die Chance auf besonders viele Trophäen.

Rapper Kendrick Lamar geht mit den meisten Gewinnchancen in die nächste Grammy-Verleihung. Lamar wurde in acht Kategorien nominiert, darunter Album, Aufnahme und Song des Jahres.

US-Rapper Kendrick Lamar hat viele Grammy-Chancen. (Quelle: dpa)US-Rapper Kendrick Lamar hat viele Grammy-Chancen. Foto: Amy Harris.

Gleich dahinter folgt ein weiterer Rapper: Drake bekam sieben Nominierungen. Produzent Boi-1Da und Sängerin Brandi Carlile erhielten jeweils sechs. Unter anderem Cardi B, Lady Gaga, H.E.R., Maren Morris und Childish Gambino haben jeweils fünf Gewinnchancen.

Viel Rap, viele Frauen

In den wichtigsten Kategorien sind diesmal auffällig viele weibliche Stars nominiert. Beispielsweise sind fünf der acht Nominierten für das beste Album des Jahres weiblich – Cardi B, Brandi Carlile, H.E.R., Janelle Monae und Kacey Musgraves – und unter den acht Nominierungen als "Best New Artist" sind sechs Frauen oder rein weiblich besetzte Bands. In den vergangenen Jahren war den Grammys vielfach vorgeworfen worden, zu weiß und zu männlich zu sein und Hip Hop und Rap zu wenig zu berücksichtigen.

Einige Superstars und frühere Grammy-Gewinner tauchen diesmal dagegen überraschend selten unter den Nominierten auf: Das Album "Everything is Love" von Beyoncé und Jay-Z wurde in den wichtigsten Kategorien komplett übergangen. Ariana Grande bekam nur zwei Nominierungen, Taylor Swifts Album "Reputation" nur eine, ebenso wie Rapper Kanye West.

Die Grammys gehören zu den wichtigsten Musikpreisen der Welt. Über die Nominierten und Preisträger entscheiden rund 13.000 Mitglieder der Recording Academy, die die Preise in insgesamt 84 Kategorien verleiht. In diesem Jahr wurde die Zahl der Nominierten in den wichtigsten Kategorien von fünf auf acht angehoben.

Hier gibt es die wichtigsten Nominierungen im Überblick:

Aufnahme des Jahres

  •  "I Like It": Cardi B, Bad Bunny und J Balvin
  • "The Joke": Brandi Carlile
  • "This is America: Childish Gambino
  • "God's Plan": Drake
  • "Shallow": Lady Gaga und Bradley Cooper
  • "All the Stars": Kendrick Lamar und SZA
  • "Rockstar": Post Malone und 21 Savage
  • "The Middle": Zedd, Maren Morris und Grey

Album des Jahres

  • "Invasion of Privacy": Cardi B
  • "By the Way, I Forgive You": Brandi Carlile
  • "Scorpion": Drake
  • "H.E.R.": H.E.R.
  • "Beerbongs & Bentleys": Post Malone
  • "Dirty Computer": Janelle Monáe
  • "Golden Hour": Kacey Musgraves
  • "Black Panther: The Album": Kendrick Lamar (und andere)

Song des Jahres

  • "All the Stars"
  • "Boo'd Up"
  • "God's Plan"
  • "In My Blood"
  • "The Joke"
  • "The Middle"
  • "Shallow"
  • "This is America"

Bester neuer Künstler / beste neue Künstlerin

  • Chloe X Halle
  • Luke Combs
  • Greta Van Fleet
  • H.E.R.
  • Dua Lipa
  • Margo Price
  • Bebe Rexha
  • Jorja Smith 

Ganz am Rande gibt es übrigens auch deutsche Gewinnchancen: So sind beispielsweise Dirigent Mariss Jansons sowie der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit einer Aufnahme von "The Bells" des Komponisten Sergei Rachmaninow für die beste Chor-Darbietung nominiert.

Verkündung verschoben

Die Nominierungen für die Grammys 2019 hatten eigentlich bereits am Mittwoch verkündet werden sollen. Wegen der Trauerfeier für den verstorbenen früheren US-Präsidenten George H. W. Bush war das aber verschoben worden. Die Verleihung der Grammys soll am 10. Februar in Los Angeles stattfinden. Die Preise werden dann bereits zum 61. Mal vergeben.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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