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Slipknot in Berlin: Haben die keine Rückenschmerzen?


Slipknot in Berlin
Das wollten sie ihren Fans schon lange sagen

Von Sebastian Berning

18.02.2020Lesedauer: 2 Min.
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Ganz schön gruselig: SlipknotVergrößern des Bildes
Ganz schön gruselig: Slipknot (Quelle: Live Nation)

Sie sind eine der größten Rock-Bands der Gegenwart. Am Montagabend traten Slipknot in Berlin auf. Nach 20 Jahren Bestehen fragt man sich schon, wie lange die neun Maskenmänner das noch machen können.

Mit ihrem aktuellen Album "We Are Not Your Kind" landeten Slipknot auf dem zweiten Platz der deutschen Albumcharts. Dass ihre Tour ausverkauft ist, ist kein Wunder. In Berlin kamen am Montagabend fast 14.000 Fans zusammen, um die gruseligen Masken zu feiern.

Maskenball in Berlin

Die Maskerade fing mit der Vorband Behemoth an. Die polnischen Black-Metaller kamen nämlich mit Totenschädel-Masken auf die Bühne, legten die aber nach dem ersten Song "Wolves ov Siberia" ab. Doch geschminkt waren sie noch immer. Beim Publikum kam die Band recht verhalten an. Dabei spielte das Quartett schon ein eher gemäßigtes Set mit einigen langsameren Songs.

Um kurz nach neun Uhr kamen die neun kostümierten Musiker von Slipknot auf die Bühne. Im Vergleich zu den Festivalauftritten 2019 haben sie ihre Outfits noch einmal überarbeitet, trugen verschiedenfarbige Overalls in rot, schwarz oder weiß.

"Ich habe lange gewartet das sagen zu können..."

Es war der erste Slipknot-Auftritt in Berlin seit Jahren. Zuletzt waren die Rocker am 7. Februar 2015 in der Hauptstadt. Dazwischen lagen nur vereinzelte Festivalauftritte und eine Bandpause.

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Nach den ersten Songs richtete Sänger Corey Taylor das Wort ans Publikum: "Ich habe lange gewartet das sagen zu können: Slipknot sind zurück in Berlin, verdammt!" Weiter freute sich der Frontmann über die ausverkaufte Mercedes-Benz-Arena.

Slipknot: Ein Fall für den Chiropraktiker?

Auffällig: Slipknot tobten noch genauso über die Bühne, wie Anfang der 2000er Jahre, als sie zu Superstars aufstiegen. Und das bei einer Spielzeit von über 100 Minuten.

Zugegeben, zwischen einigen Songs verließen Sänger Corey Taylor und die anderen Maskierten kollektiv die Bühne, während ein Interlude lief. Immerhin ist der Kern der Gruppe zwischen Mitte 40 und 50 Jahren alt. Und für ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel machte besonders der "Clown" noch ordentlich den Rücken bei seiner intensiven Show krumm: Er kletterte auf seinen Bongos hin und her, drosch auf Metall-Kanister ein oder tanzte leicht verstörend umher.

Slipknot und das Alter

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Auch Taylor war mit seinen 46 Jahren stimmlich noch sehr gut dabei. Die Gitarristen Jim Root und Mick Thompson kommen der 50 auch immer näher, headbangten aber so wild, dass es einem Wunder glich, dass sie sich nicht den Kopf abschraubten. Nur Drummer Jay Weinberg, mit seinen 29 Jahren der Jungspund, schien das alles mühelos wegzustecken.

Jeder Chiropraktiker oder Physiotherapeut hätte diese Band sicherlich gerne als Kunden. Doch nach über 100 Minuten musste die Gruppe jedoch nicht von der Bühne getragen werden.

Neben der aktuellen Tour wird Slipknot im Sommer für zwei Open-Air Termine in Deutschland zu sehen sein: am 31.Juli im Rhein-Energie-Stadion in Köln und am 7. August in der Berliner Wuhlheide. Zudem sind sie neben Judas Priest und Mercyful Fate auch ein Headliner beim größten Heavy-Metal-Festival der Welt, dem Wacken Open Air.

Verwendete Quellen
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